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Martin Peter, Anfang Mai zusammen mit Philipp Zuschlag unter ziemlich dubiosen Umständen aus dem DPV-Traineramt entlassen, wendet sich mit einem Aufsatz „Strukturelle Probleme im Deutschen Petanqueverband“ an die Verantwortlichen der Landesverbände im DPV und an die  Betreiber von ptank.de und petanque-aktuell.de.

 

Auf sechs Seiten, bislang lediglich auf ptank.de veröffentlicht, beklagt Peter u.a. die mangelhaften demokratischen Prinzipien innerhalb des DPV, die es den einschlägigen Führungskräften gestatten, sich einer offenen Diskussion um Sachfragen zu verweigern. Martin Peter: „Diejenigen, die an der Macht sind, glauben nicht nur dass sie im Recht sind, sie können das auch so bestimmen. Insofern haben wir es im DPV mit undemokratischen Strukturen zu tun. Solange im DPV das Recht des Stärkeren existiert, wirft das den Verband um Jahrzehnte zurück. Und uns, im Umgang miteinander, wirft es zurück bis in die Steinzeit“.

In der Folge der Affäre hatten weitere Trainer und Mitglieder des DPV-Herrenkaders aus Solidarität mit den Gefeuerten ihren Abschied aus dem Kader erklärt und damit klar Stellung gegen die Vorgehensweise des DPV-Vorstandes bezogen. Seitdem existiert nur noch ein fünfköpfige Männer-Rumpftruppe mit dem ehemaligen BPV-Präsidenten (als Nachfolger von M. Dörhöfer) S. Lechner als verantwortlichem Übungsleiter.

Der ganze Vorgang erzeugte innerhalb der organisierten Petanqueszene nur bescheidene Resonanz. Der Verband selbst verschleierte, verfälschte und ging auf Sachfragen nicht ein. Zwei Interviews mit dem Präsidenten des DPV einerseits und den Trainern Peter und Zuschlag auf der anderen Seite auf petanque-aktuell.de, konnten, auch wegen einer wenig zielgerichteten Gesprächsführung, die Vorgänge nicht erhellen. Die Zahl der interessierten Zuschauerinnen bewegt(e) sich dabei im niedrigen Hunderterbereich. (Im DPV sind immerhin ca. 22.000 Boulespielerinnen organisiert)

Überregionale Medien, eine breite Öffentlichkeit sowie auch bedauerlicherweise die überwiegende Gesamtheit der registrierten Bouler selbst, interessieren sich nicht für Interna oder die Rahmenbedingungen im Boulesport und nahmen/nehmen davon wenig bis überhaupt keine Notiz. Für kritische Stimmen ein schwerwiegendes Problem, wenn objektive Plattformen und ein interessiertes Publikum Mangelware sind. Martin Peters bleibt der Rufer in der Wüste, sein „Notruf“ wird und wurde bislang öffentlich nicht diskutiert.

Die ganze Ungeheuerlichkeit seiner Schilderungen ist innerhalb der überwiegend unpolitischen und desinteressierten organisierten Petanquegemeinde einfach verpufft. Die Landesverbände scheinen zudem der denkbar schlechteste Adressat der Peterschen Ausarbeitung, sind sie doch mitverantwortlich für die Misere. Peters Papier wird höchstwahrscheinlich unterdrückt werden und nicht den Weg in die Vereine und von dort zu den einzelnen Mitgliedern finden. Von einer Aufarbeitung in unabhängigen Medien brauchen wir gar nicht erst zu sprechen. Ein Jammer. Eine Affäre, die beispielsweise im Fußball ein Erdbeben verursacht hätte, verläuft in unserem Boulemikrokosmos komplett im Sande.

Boulesport ist Bestandteil unseres gesamten demokratischen Gemeinwesens, wird von der Allgemeinheit alimentiert und sollte deshalb auch von einer aufmerksamen Allgemeinheit kontrolliert und beobachtet werden können. Zur Eigenkontrolle ist der Verband offensichtlich nicht fähig und auch nicht willens. Solange informelle Runden bestimmen, wo es langgeht und missliebige, kritische Stimmen unterdrückt und diffamiert werden können, wird sich nichts ändern. Das Boulefußvolk selbst ist froh, nicht behelligt zu werden, drohen doch nur Arbeit und Unannehmlichkeiten. Wir schauen lieber weg, nicken ab und sehnen die nächste Boulepartie herbei.

Dabei sind, wie der Verfasser immer wieder erfahren durfte, Missstände häufig bekannt und werden auch im trauten Zweiergespräch hinter vorgehaltener Hand diskutiert und angesprochen, aber an die Öffentlichkeit traut sich niemand. Aus Angst vor Repression, Diffamierung, Benachteiligung oder um nicht als Nestbeschmutzer dazustehen?  

Angst, Desinteresse und Duckmäusertum geben damit ,zum Schaden des Sports, jenen Charakteren freie Bahn, die in einem demokratisch kontrollierten, sachorientierten Umfeld aus vielerlei Gründen wenig Überlebenschancen hätten, sich aber im Verbands- und Vereinswesen, gern mit dem stereotypen Totschlagargument "wir machen das alles doch ehrenamtlich" gut behaupten können. Ehrenamt als Ausrede für Missstände und fehlende Qualität.

Peters Vorwürfe beispielsweise an den DPV-Vize Kommunikation sind, wie der Verfasser bestätigen kann, durchaus berechtigt. Roderig hat auch beim PCN nicht nur einmal seine unappetitliche Visitenkarte hinterlassen. Dass dem "Kommunikationsfachmann" die Kinderstube abgeht, ist jedoch nicht der eigentliche Skandal, sondern dass er sich trotzdem über die Jahre im DPV halten kann und konnte. Ein miserables Zeugnis für die gesamte Organisation und die Personen die sie tragen. Saludos Amigos denkt sich der Boulefreund.

Roderig ist kein Einzelfall, das beweist DPV-Präsident Dörhöfer auch selbst, wenn er Kritik und Gegenrede mit unlauteren Mitteln zu unterdrücken versucht, dabei auch gern strafrechtliche Konsequenzen androht und Dritte diffamiert. Der Verfasser durfte all das selbst erleben. Gern tritt der DPV-Chef auch gemeinsam mit Gattin auf, um Kritiker zur Rede zu stellen und mundtot zu machen. Klugerweise aber stets ohne schriftliche Spuren zu hinterlassen, ganz im Gegensatz zu seinem sudelnden Kommunikationsspezl.

Der PCN stellt Martin Peters Aufsatz mit dessen freundlicher Erlaubnis gern zum Download ein, nicht nur aus Informationsgründen, sondern weil wir es gut und notwendig finden, dass es jemand wagt Missstände, auch mit Namen, offen anzusprechen. Für Nachfragen erlaubt M. Peter die Weitergabe seiner Emailadresse

Die von Martin Peter geschilderte Demokratieferne im DPV scheint beileibe nicht sportartspezifisch, sondern ein Problem bis hinauf in olympische Höhen zu sein. Lesenswert in diesem Zusammenhang ein Kommentar von Andreas Kornes im Sportteil der Augsburger Allgemeinen vom 21. Juli 2020.

Verfasser Roland Netter


 

 

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Ein kleiner Zeichentrickfilm erklärt Petanque.

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Infos dazu auf der Homepage des LRA ND-SOB

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