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Mit großer Ungeduld wird von der französischen Petanquewelt die Wahl des nächsten Präsidenten der FFPJP, beim Nationalkongress am kommenden Wochenende in Evian erwartet.

Auf den neuen/alten Chef wartet eine Herkulesaufgabe, denn die Pandemie gefährdet die Petanquesport- und Turnier-Organisationen und -Institutionen im Mutterland des Petanquesports in ihrer Existenz.

Die beiden Kandidaten, Titelverteidiger Joseph Cantarelli (74) und Herausforderer Michel Le Bot (64) sind der Szene in- und auswendig bekannt. Kritische und sachorientierte Publikationen versorgen ein weitgehend politisiertes und interessiertes Petanquepublikum mit unabhängiger Information. Die Diskussion wird in den einschlägigen Medien sachorientiert und offen geführt. Weil es hauptsächlich um Geld geht, verbietet sich bräsiges Geschwurbel. Die FFPJP bemüht sich um größtmögliche Transparenz. Beide Kandidaten sprechen Klartext, wobei sich der Amtsinhaber, eine Hausmacht hinter sich wissend, arroganter gibt, als der eher populistische und ausführlichere Le Bot.

Der französische Petanquesport ist stark kommerzialisiert, mit jedem Turnierausfall versiegt ein Geldstrom. Der Verband der Turnierveranstalter fordert seit langem eine Neuorganisation des gesamten Turnierwesens, damit sich in den Hochzeiten der Saison die Veranstalter nicht gegenseitig die Butter vom Brot nehmen müssen. Eine fast unlösbare Mammutaufgabe. Parallel dazu schrumpft die Zahl der lizenzierten Spieler*Innen. Dabei ist der Verband dringend auf seine Lizenznehmer angewiesen. Im Coronajahr 2020 musste der Verband einen Rückgang von 20.000 Mitgliedern hinnehmen. Bei aktuell gut 280.000 Mitgliedern kann man sich auch leicht Gewinn und Verlust ausrechnen.

Aus dem Gesamtpreis für einen französischen Lizenzausweis fließen der FFPJP 12 € zu, 18,50 € gehen an den Departementsverband und 4,50 € an den Regionalverband. Die Anteile, die sich die Clubs nehmen, können variieren. Die Einnahmen aus dem Lizenzverkauf machen 75% des Gesamtbudgets des Nationalverbandes aus, 25% stammen aus anderen Töpfen wie Ausbildungsentgelte, Anmeldegebühren und Subventionen usw..

Damit ist die FFPJP im Gegensatz zu anderen französischen Sportarten, die sich im Durchschnitt zu 50% aus anderen Quellen bedienen können ganz besonders vom goodwill ihrer Lizenznehmer abhängig. Das beim letzten Präsenzkongress in Troyes beschlossene Prestigeobjekt Neues Nationales Petanque Zentrum, für das bereits eine Erhöhung der Verbandsbeiträge um 2 Euro notwendig ist, wird nun wahrscheinlich10 bis 15 Millionen Euro kosten, anstatt der ursprünglich veranschlagten 7 Millionen. Wird eine weiteres Notopfer fällig? Der Aufschrei wäre groß. Die FFPJP ist auf jeden Sous angewiesen. Allein die festen Ausgaben der FFPJP belaufen sich auf 1,5 Millionen €. Wie Verbandsschatzmeister Jean-Marie Maraux in einem Interview darlegt, gehen alle 2020 eingesparten Gelder in 2021 ausschliesslich als Zuschüsse und Beihilfen an jene Organisatoren und Ausrichter, die 2020 finanzielle Ausfälle zu verkraften hatten. Ein Steilpass für den Amtsinhaber, aber ein Riesenloch in der Verbandskasse,

Die FFPJP kämpft gegen die Pleite, zu beneiden ist der neue Amtsinhaber jedenfalls nicht. Dabei wird das größte Problem des französischen Petanque längst noch nicht ausreichend thematisiert. In einer Welt, in der 50% der Weltbevölkerung mit immer mehr Vehemenz ihr Recht einfordert, ist ein Sportverband, mit einem Männeranteil von fast 85% ein Anachronismus und zum Aussterben verurteilt.

Quellen FFPJP, boulistenaute.com, Planète Boules Nr.38

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  • Luca-App fehleranfällig • Die auch von DPV gehypte Luca-Kontaktverfolgungs-App ist offensichtlich fehleranfällig und hat ziemliche Sicherheitslücken. Ein Bericht der taz spricht vom Luca-Nepp.

     
  • Der BPV sucht Veranstalter für Bayerische Meisterschaften und Ranglistenturniere. Ein Turnier-Kalender 2021 mit den geplanten Terminen liegt den Clubs und auf der Verbands-Homepage vor. Corona bedingte Änderungen und Verschiebungen sind möglich. Die von den Mitgliedern heuer beschlossene finanzielle „Coronanothilfe“ für bayerische Turnier-Veranstalter soll es nur für BM- und Ligaausrichter geben.

     
  • Zeitlich verschoben • Die genderoffenen DPV-DMs 1:1 und TdP werden verschoben • Ursprünglich für 22./23. Mai geplant, soll die auf 64 Teilnehmer*Innen geschrumpfte Meisterschaft 1:1 und die DM Tireur (mit prinzipiell niedrigerer Teilnehmer*Innenzahl), zu einem späteren Termin im Jahr stattfinden. Für die weiteren geplanten DPV-Championnate gilt nun ein „Verschiebevorlauf“ von 6. Wochen. Ein offizieller LV-Verteilerschlüssel für die reduzierten diesjährigen DM-Felder ist nicht bekannt. Quelle DPV

     
  • Reger Zulauf • Der von Petanque-Suedbayern.de geplante und organisierte Südbayerncup 2021 füllt sich allmählich. Stand 7.4. haben sich bereits 10 Teams eingeschrieben. Anmeldeschluß ist der 11. April. https://www.petanque-suedbayern.de/

     
  • Heute schon geschossen? Wie es Champions im Wettkampf machen zeigt uns das unterhaltliche Video „Beaux gestes 2019“. In einem weiteren Videofilm, „Analyse gestuelle des Champions de pétanque“ mit vielen Szenen in Zeitlupe, analysieren Experten von boulistenaute.com Wurftechnik und Eigenheiten diverser Cracks wie Tyson Molinas, Philippe Suchaud, Kevin Philipson, Damien Hureau und Konsorten. Auch ohne französische Sprachkenntnisse sehr informativ.

     
  • Lust auf schiedsrichtern? Warum nicht einfach den Lockdown nutzen um sich auf eine Petanque-Schiedsrichterprüfung vorzubereiten? Der DPV stelllt seinen frisch aufgebügelten Fragenkatalog auf Grundlage des geänderten FIPJP-Reglements vom 1. Januar 2021 ins Netz. Auch Frauen sind angesprochen, auch wenn das Werk nicht gendergerecht formuliert ist. Hier klicken

     
  • BPV Ligakonzept 2021 • Michael Eckl, komm. Referent für Sport im BPV hat ein Pandemie angepasstes Konzept für den BPV Ligaspielbetrieb 2021 erstellt und an die Verbandsmitglieder versandt. Die Zusammenfasssung beinhaltet die Themen Allgemeines, Hygiene, Spielmodi und konkrete Spielmodi. Teilnahme-Meldeschluss: 30. April 2021.

     
  • Monopol geknackt • Ab sofort dürfen ALLE im BPV organisierten Vereine/Spielgemeinschaften den Turnierkalender auf der BPV-Homepage zur Ankündigung und Berichterstattung ALLER Veranstaltungen nutzen. Auf Antrag des BC Würzburg hat die letzte Mitgliederversammlung mit satter Mehrheit das Monopol des BPV geknackt. Bisher stand der Turnierkalender nur RLTen und BPV-Veranstaltungen offen.

     
  • Der Regio-Cup • lizenz- und verbandsfreier Mannschaftswettbewerb mit Angehörigen aus Spielgemeinschaften und Vereinen der bayerischen Region 10 soll auch heuer wieder stattfinden. Teilnehmer: PC Ingolstadt, BF Lenting, Raspaille Eichstätt und PC Neuburg. Spieltermine richten sich nach den Corona-Gegebenheiten. Die Siegermannschaft qualifiziert sich für die Endrunde des Sübbayerncup

     
  • Polizei löst Bouleparty auf • Sage und schreibe 40 betrunkene Geburtstags-Feier-Bouler schickte die Polizei in Montepellier nach Hause, nachdem sie beim gemeinsamen Spiel erwischt wurden. Bis auf eine Person ohne Maske und den Clubpräsidenten, der die Fete organisiert hatte, kamen die leichtfertigen Freizeitsportler ungeschoren davon. Quelle laprovence.com

     
  • Vizeweltmeister an COVID-19 gestorben • Wie newsmada.com berichtet, ist der Präsident des madegassischen Bouleverbandes FSBM, Dolys Randriamarohaja, am 2.April dem Coronavirus erlegen. Randriamarohaja, Vizeweltmeister von 2010, hatte die Féderation de Sport Boules Malagasy 2019 gegründet, nachdem der alte madegassische Verband FMP unter Razafindrainony wegen Korruption von der FIPJP zerschlagen wurde.

     
  • Setzt Maßstäbe • In einer ausführlichen Interviewreihe stellt der BPV seine neuen kommissarischen Vorstandsmitglieder vor. „Setzt Maßstäbe“, lobt Wolfgang Hofmann, Ligabeauftragter für Südbayern die neue Berichterstattungsoffensive der weissblauen Bouler. Hier gehts zu den Interviews mit Michael Eckl, Michael Gallenberger, Claudia Rall und Gottfried Schaaf. Da kann man selbst nachmessen.

     
  • Gültig bis 18. April • Wer darf boulen? Für unseren Freizeitsport gelten aktuell die Bestimmungen der Zwölften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (12. BayIfSMV) vom 5. März 2021 (BayMBl. Nr. 171, BayRS 2126-1-16-G), die durch §§ 1 und 2 der Verordnung vom 25. März 2021 (BayMBl. Nr. 224) geändert worden ist. Die Gesamtvorschrift gilt bis 18. April 2021.

     
  • Colastand in der Wüste • In einem Interview auf der Homepage des DPV stellt sich Michael Gallenberger, der neue, kommissarisch eingesetzte Breitensportreferent des BPV vor. Gallenberger ist Leiter der Boule-Abteilung beim SV Germering und spielt seit 2017 Boule.

     
  • Aufgestockt • Mit Paul Möslein vom BC Mechenhard vervollständigt der DPV seinen Seniorenkader. Der DPV-Männerbereich umfasst nun wie der Frauenkader 8 Mitglieder. Paul Möslein, Silbermedaillengewinner bei der 3:3 U23 EM 2019, ist neben Vincent Probst der zweite Seniorennationalspieler aus dem bayerischen Landesverband. Quelle DPV

     
  • MdP 2021 • Alte Bekannte • Dylan Rocher ist der Mannschaftskapitän der ersten Equipe, die Veranstalter Quarterback für die geplante Ausgabe des Masters de Petanque in diesem Jahr bekannt gibt. Seine Mitstreiter sind mit Philippe Quintais, Stéphane Robineau und Philippe Suchaud allesamt alte Bekannte. Rocher und Robineau, Spitzenspieler von EuroCup-Sieger Frejus IP müssen damit auch dieses Jahr auf die Hilfe ihres regulären Spielpartners Henri Lacroix verzichten. Ob „Le Roi“ wie bereits 2019 generell die MdP-Teilnahme sausen lässt, bleibt abzuwarten. Quelle Quarterback

     
  • Unkomplizierte Bayern • In sparsamen Worten teilt unser Verband auf seiner Homepage mit, dass sich ein Michael Eckl (Ecko) zu einer Videokonferenz des Vorstands gesellte und kommissarisch ab sofort den Posten des Sportreferenten im BPV übernommen hat. Alle weiteren Informationen zum Vorgang und zur Person darf sich der interessierte Leser aus den Fingern saugen. Quelle BPV

     
  • So schnell können Behörden sein • Die von Bund und Ländern am 3. März beschlossenen Lockerungen hat Klaus Holetscheks Ministerium für Gesundheit und Pflege bereits am 5. März in die Zwölfte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (12. BayIfSMV) eingepflegt. Das Gesetzeswerk tritt am 8. März in Kraft und mit Ablauf des 28. März 2021 außer Kraft. Für uns Bouler bringt es die erhofften, allerdings Inzidenz abhängigen Erleichterungen.