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Boulefreund Jeff Brown hat sich für sein solitäres Petanque-Schiesstraining daheim ein ziemlich aufwändiges automatisches Kugelrücklauf-System ausgedacht.

Beim Betrachten des Videos offenbart sich allerdings auch ein großes Manko der Konstruktion. Das amerikanische Technikwunderwerk Boule-O-Matic 3000 funktioniert nur dann einwandfrei, wenn Tireur Jeff nicht einwandfrei funktioniert und Luftlöcher schiesst.


 

In Bayern gehört der Aprilscherz seit Jahrhunderten zum Brauchtum. Ganze Generationen von bairischen Lehrlingen wurden beispielsweise mit dem legendären „Siemens Lufthaken“ erfolgreich in den April geschickt.

Der PCN-Beitrag „Le petit chien“ ist selbstverständlich der reine Unfug. Das Teil an der abgebildeten Boulehand ist ein wiederaufladbares Rücklicht fürs Fahrrad, dem immer dann der Saft ausgeht, wenn es dunkel wird. Im übrigen hält man das Gerät nicht länger als 5 Minuten am Finger aus, dann schnürt der enge Gummizug die Blutzufuhr komplett ab.

Beim zweiten Aprilscherz „Zeichen der Zeit erkannt“ ist hingegen nicht alles falsch. Die kursiv/fett und in Anführungszeichen gesetzten Passagen sind keine Erfindungen, sondern Originalzitate des DPV-Vizepräsidenten aus unterschiedlichen Veröffentlichungen. Auch die stetige „Vergreisung“ unseres Sports ist natürlich, wie wir feststellen können, keine Erfindung. Komplett daneben und reine Fiktion ist allerdings die Aussage in der Überschrift, dass der DPV „die Zeichen der Zeit erkannt hat“. Damit outen sich natürlich auch die „Denkschrift“ und der „angedachte“, Kommunikationsfahrplan“ am Ende des Beitrags als reine Aprilscherze.

Wir sind sicher, man wird uns verzeihen, haben doch DPV-Funktionäre im Allgemeinen und der DPV-Vizepräsident Kommunikation im Speziellen, dem PCN gegenüber stets einen überdurchschnittlich ausgeprägten Sinn für Humor bewiesen.

Korrigiert werden muß eine Aussage des DPV-Vizepräsidenten Kommunikation allerdings schon. Tontäfelchen sind ein noch weitaus älteres Kommunikationsmedium als Papier.


 

9783608961485.jpg.32715FLOW, Das Geheimnis des Glücks, Bucheinband, Verlag Klett-Cotta

 

Fast jede(r) Bouler*in hat ihn schon erlebt, diesen Zustand, in dem jeder Schuss sitzt, jede Kugel den vorgegebenen Weg nimmt und der Erfolg zur Selbstverständlichkeit wird.

Der gebürtige Ungar Mihály Csíkszentmihályi, emeritierter Professor für Psychologie an der Universität von Chicago, beschrieb 1975 das Flow-Erleben und prägte damit den uns heute geläufigen Begriff vom Flow. Csíkszentmihályi ist nicht der Erste, der sich mit diesem Schaffens- bzw. Tätigkeitsrausch oder auch Funktionslust in Ekstase befasste. Aber ihm kommt das Verdienst zu, die Bedeutung des Phänomens auch über das Spiel hinaus erkannt und beschrieben zu haben.

Csíkszentmihályi hat eine Reihe von Büchern zum Thema verfasst, hier eine aktuelle Liste des Verlags Klett-Cotta.

Ein Video mit einem Vortrag des Wissenschaftlers gibt es auf Youtube.


 

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Durch die Coronaepedemie ist das gesellige Boulewesen weltweit völlig zum Erliegen gekommen und damit auch der traditionell nebenbei gepflegte Alkoholkonsum.

Kommt es nun zum Alkoholstau, verdirbt das wertvolle Nass? Mitnichten. Die Frankfurter Allgemeine berichtet in einem Onlinebeitrag, dass nun gewaltige Mengen Alkohol aus den Vorräten der Getränkeindustrie dem Gesundheitswesen und damit der Allgemeinheit zugutekommen.

Beispielsweise, spendiert der braunschweigische Hersteller eines hochprozentigen Gebräus in grüner Vierkantflasche allein 50.000 Liter reines Ethanol an das Klinikum in Braunschweig zu Desinfektionszwecken. Die ortsansässige Feuerwehr soll den verantwortungsvollen Transportjob erledigen. Man bangt und hofft unwillkürlich mit.

Frankreichs namhaftester Pastishersteller springt beispielsweise mit 70.000 Litern höchstprozentigem Alkohol in die gallische Desinfektionsbresche und ein namhafter britischer Spirituosenhersteller spendiert angeblich gar eine Million Liter C2H6O für die weltweite Coronaprophylaxe. König Alkohol als wahrer Wohltäter.

Sogar die in Boulerkreisen gern geschmähten Alkoholfrei-Trinker tragen nun indirekt ihr Desinfektionsscherflein bei. Eine bekannte Bremer Brauerei verarbeitet das bei der Herstellung ihrer nullprozentigen Biersorten anfallende Ethanol gleich selbst zu Desinfektionsmitteln. Praktisch, meint der Boulefreund, da kann man eventuelle Restbestände nach der Epedemie gleich wieder in anregende Getränke konvertieren.


 

In Bayern wurde von der Staatsregierung als Reaktion auf die „nun nicht mehr nachvollziehbaren Übertragungswege des Coronavirus“ der Katastrophenfall ausgerufen.

Neben vielen öffentlichen und privaten Freizeiteinrichtungen sind auch Sport- und Spielplätze bis vorerst 19. April geschlossen. Ausgangssperren gehören in Bayern jedoch noch nicht zu den angeordneten Maßnahmen. Für die Stadt Neuburg gelten die Vorgaben der Staatsregierung, darüber hinausgehende Verhaltensmaßregeln sind von der Stadtverwaltung bisher nicht erlassen worden.

Der PC Neuburg, verfügt über keine eigenen Vereinseinrichtungen und geht dem Petanquesport auf öffentlichen Plätzen nach. Der Vereinsvorstand kann seinen Mitgliedern nicht verbieten, sich im öffentlichen Raum zu bewegen und dort Boule zu spielen, zumal dies nicht ausdrücklich untersagt ist.

Er kann jedoch all seinen Mitgliedern empfehlen, unabhängig von behördlichen Verordnungen, verantwortungsvoll zu handeln und Gemeinwohl vor Eigennutz zu stellen. Der Vorstand des PCN ist überzeugt, dass dies für alle Mitglieder des Vereins eine Selbstverständlichkeit sein wird.


 

Wer vom Boulespiel auch in Zeiten von „Corona“ nicht lassen kann, dem bietet sich mit dieser Petanque-Variante ein möglicherweise virenfreies Boulevergnügen. Das Video ist in den tropischen Gewässern um Mauritius entstanden. Bei den derzeitigen Reiseproblemen könnten als Alternativen heimische Gewässer wie Ostsee oder Mittellandkanal in Erwägung gezogen werden.


 

anti tiralEndlich könnte sich der hohe Anschaffungspreis für meine sündhaft teueren Boulekugeln aus der Kupfer-Zinnlegierung Bronze auszahlen.

Kupfer so erklärt mir das Online-Lexikon, sei nicht nur fungizid, bakterizid oder spermizid, nein es wirke auch noch antiviral. Wer hätte das gedacht. In Zeiten von „Corona“ ein unschätzbarer Vorteil, quasi die Ansteckungsprophylaxe schlechthin für den Bouler. Händewaschen adieu, ich desinfiziere mir spielend die Hände. Der sonst so lästige schwarze Abrieb meiner Klingelkugeln an den Händen als Ausdruck höchst verantwortlicher Vorsorge?

Es gibt nur ein Problem, die spröden Bronzedinger sind längst im Schiessbetrieb gescheitert und einfach zerbröselt. Antiviral, schon möglich, aber dazu müssten sie erst einmal „anti-tir-al“ sein.


 

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Bügelspiel, holländisch Beugelen. Alte Darstellung auf der Homepage des niederländischen Beugel Bonds.

 

Unter Bügeln versteht die Mehrzahl der Leser*innen wahrscheinlich das Glätten von Textilien mit erhitztem Metallgerät. Eine klassische Frauendomäne, vom "starken" Geschlecht meist als unmännliche Tätigkeit abgelehnt.

Für die Mitglieder des BBC Willich von 1979 e.V. ist Bügeln hingegen echter Männersport und ein heisses, begeistert praktiziertes Spiel. Ohne Bügeleisen allerdings, dafür mit Kugel und Schippe.

Wikipedia beschreibt das Bügelspiel als traditionellen Sport in Belgien, Holland und Niederdeutschland, erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt. Heute wird das Buegelspiel nur noch in den Niederlanden und am deutschen Niederrhein praktiziert. Neben Willich bügelt auch der Grefrather Bügelclub Dorenburg e.V. organisiert. Auf der BBC-Homepage vermittelt ein kurzes Video einen ersten Eindruck vom ziemlich entfernten Vetter unseres Petanquesports.

Ein deutscher Bügelverband existiert nicht, so gehen beide Clubs vom Niederrhein ihrer Leidenschaft unter dem Dach des Nederlandse Beugel Bond nach. Im lebhaften Ligabetrieb ist Grefrath (2de Klasse) derzeit das bessere deutsche Team, ganz oben können die deutschen Bügelcracks jedoch nicht mithalten. Die Holländer sind eben nicht nur zahlenmäßig überlegen und in der obersten Liga, der Ere-klasse, unter sich.

Die Bügel-Spielbahn: Gestampfter Lehm, mit Riesel bestreut, 5 x 10 Meter mit stabiler Bande, am vorderen Spielbahnende mit einer Rinne im Boden, aus der heraus das Spiel beginnt. Die Spielkugeln, 4-Kilo-Kawentsmänner mit 18 cm Durchmesser, wuchten die Spieler in 1-gegen-1- oder 2-gegen-2-Matches mit schippenähnlichen Holzgeräten, Schüppe genannt, durch einen, jetzt kommts, metallenen Bügel, der fest im Boden der Spielfläche installiert ist.

Eine Kugel von vorn durch den Bügel gespielt bringt beispielsweise ebenso 2 Punkte, wie den gegnerischen Holz- oder Aramithball in die Rinne zurück zu bugsieren. Wer 30 Punkte erreicht, steht als Sieger fest. Hier die Spielregeln samt Spielbahnskizze auf der Homepage der Gemeinde Grefrath.

Wer Geschmack am Bügeln gefunden hat, findet hier eine ganze Reihe holländischer Videos von heissen Bügelmatches.


 

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L'Attentat, Plattencover "Made in GDR"

 

Die Punkbands „Wutanfall“ und die daraus entstehende "Halbgewalkte anarchistische Untergrundbewegung" H.A.U. sind Ikonen der Punkmusikszene der DDR. 1984 formiert sich H.A.U. neu und nennt sich fortan L’Attentat.

Aktiv als Sänger in allen Formationen ist Bernd Stracke aus Leipzig, der damit zum absoluten Urgestein der Anarcho-Punkszene der DDR zählt. Mitte der Achtziger gelingt Strackes L’Attentat mit „Made in GDR“ sogar eine Platten-Veröffentlichung im Westen und damit Bekanntheit in der BRD. Die Band, wie die gesamte Punkszene in der DDR, sind mit ihrem ihrem Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung der Staatsmacht ein schmerzhafter Dorn im Auge. Repression, Schikane und Haft sind das tägliche Brot der „Anarchos“.

Auch Stracke steht wegen der systemkritischen und aufrührerischen Texte seiner Band voll im Visier des MfS, wird zweimal eingesperrt und 1985 nach einem Jahr Haft in den Westen abgeschoben.

2014 feiert die Band mit Stracke eine bejubelte Live-Re-Union im UT Connewitz in Leipzig. (taz-Bericht). Im kommenden April gibt es eine bereits jetzt schon wieder ausgebuchte „Nachfeier“.

Auf Youtube findet sich eine ganze Reihe der Stücke von L’Attentat zum reinhören.

Im „richtigen“ Leben macht sich Bernd Stracke in Institutionen, Vereinen und Projekten stark, die sich für Bürgerrechte, Demokratie und gedeihliches Miteinander einsetzen. Damit bleibt er auch hier ziemlich nah an der Devise seiner Band: „Against Fascim and intolerance • for peace & anarchy“

Was das mit Boule zu tun hat? Bernd kann nach Meinung von Sabine Friedel, Sportwartin des Petanque-Landesverbandes Ost, auch ganz gut boulen und deshalb hat sie ihn ins 55+ Männer-Team der LV-Ost-Equipe für den LP 55+ in Rastatt gesteckt. In der Hoffnung, dass der Punker vom SV Horken-Kittlitz ordentlich punktet.


 

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Hopfen und Malz verloren, dafür Petanque gewonnen, die Boulebahnen in der vormaligen Mälzerei der Brauerei in Únětice

 

So klein die Gemeinde Únětice unweit von Prag auch sein mag, sie hat immerhin der bronzezeitlichen Kultur ihren Namen gegeben, die durch die sensationelle Himmelsscheibe von Nebra Weltruhm erlangt hat.

Viele Besucher zieht es wahrscheinlich weniger der vorzeitlichen Altertümer wegen in die Gemeinde auf dem Prager Hochplateau, sondern eher aus profaneren Gründen. Die im frühen 18. Jahrhundert erbaute Únětický pivovar, die Aunjetitzer Brauerei lockt mit böhmischen Bier und böhmischer Gastlichkeit. Das von Lucie und Stepan Tkadlec geführte traditionsreiche Brauhaus kann daneben auch mit einer absoluten Besonderheit aufwarten. Das angeblich größte tschechische Boulodrome unter Dach und das durchaus im wörtlichen Sinn, denn die Boulebahnen finden sich auf dem Lagerboden des ehemaligen Mälzereistadels.

In Zusammenarbeit mit dem Petanqueclub UBU - United balls of Únětice - unter dem Vorsitz von Petr Fuksa, haben die Eigentümer eine echte Attraktion, UBULODROM genannt, geschaffen, die dem Verein als Heimat für seine Aktivitäten dient. Eine davon, die "Zimní UBULIGA" die Winter-Bouleliga des Clubs zieht auch Vereine aus dem benachbarten DPV-Landesverband Ost an. Die Clubs aus Leipzig und Chemnitz sind am letzten Februar-Wochenende bei den Finalspielen dabei.

Fuksa ist Mitglied in der sportlichen Kommission des FIPJP-nahen C.I.E.P. (Centre International d’Enseignement Pétanque) und neben C.A.P.E.K.-Verbandschef Karel Dohal einer der Motoren der tschechischen Bewegung "Pétanque pro vás“ zur Förderung des Petanquesports in der Gesellschaft. So nutzen beide Institutionen die Brauereiboulebahn gerne für vielerlei nationale und internationale Petanquekurse oder „C.I.E.P.-Rallyes“, häufig in Gegenwart von "Petanqueprominenz".

Darüber hinaus steht das UBULODROM allen Interessenten offen und kann unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder (+420) 602 261 925 gebucht werden. Gemütlich Boulen, gestärkt mit dem guten tschechischen Bier und den Speisen der unvergleichlichen böhmischen Küche, dürfte vielen Petanquer*innen ein erstrebenswertes Vergügens bedeuten.


 

INBOX3E1774Les joueurs de pétanque à Vence, 1970, Öl auf Leinwnd: 73 x 92 cm, Foto: artnet.

 

Der ungarische Allroundkünstler und Maler Kristófy Béla (*1920) lernt sein Handwerk in Wien und Budapest und verlässt wegen der russischen Besatzung seine Heimat.

In Paris macht er sich alsbald einen Namen in der Welt der Presse und des Verlagswesens als Zeichner und Karikaturist, zeichnet für Paris Match und nennt sich fortan Bela de Kristo. Seine Liebe gilt jedoch der Malerei, Kubismus, beeinflusst von André Lhote, ist seine bevorzugte Ausdrucksweise. Alltagsthemen sind seine Sujets. Das Gemälde Les joueurs petanque en Vence, entsteht 1970 und ist ein gutes Beispiel für seinen Malstil. Bela de Kristos Arbeit ist äußerst vielfältig und in all seinen Schaffensjahren hat er nie aufgehört, seinen Ausdruck zu entwickeln. Er modelliert, fertigt Fotomontagen, illustriert Kinderbücher und schafft mit seinem Freund Alexandre Trauner Theater- und Filmkulissen. De Kristo stirbt 2006 in der Normandie.

Das Touristenstädtchen Vence ist nicht so sehr Heimat ganz großer Petanqueveranstaltungen, aber Boule gehört zum Alltagsleben der Einheimischen und lernwilliges mitteleuropäisches Boulevolk absolviert gerne einschlägige Kurse im provençalischen Seealpenvorland.


 

Ottoman with roosterOttoman with rooster. Abb. wikimedia commons.

 

Mutlu Türkmen, Vizepräsident des Kugelsport-Dachverbandes CMSB und Präsident des Boccia-Weltverbands CBI, gleichzeitig auch noch in der FIB, das ist der Boule-Lyonnaise-Weltverband, vertreten, hatte offensichtlich über die sogenannten sozialen Netzwerke die Falschmeldung verbreitet, dass CMSB-Interims-Präsident Frederic Ruis FRA nun zum regulären CMSB-Präsidenten gewählt worden sei.

Das brachte den aktuellen FIPJP-Chef Claude Azema, der im CMSB-Exekutivkomitee nur als „Member“ sitzt, derart in Rage, dass er in einem „Communiqué de la FIPJP“ auf fipjp.org ziemlich rustikal über den Türken her ziehen liess. Über die Gründe darf spekuliert werden. Es ist nicht das erste Mal, dass Azema öffentlich über Türkmen lästert. Beispielsweise hatte er ihn im vergangenen Jahr öffentlich der Untätigkeit bezichtigt.

Der Gallier hat im Vorstand von Mutlu Türkmens Bocciaverband CBI nichts mitzureden, während hingegen der Osmane in Azemas FIPJP mitmischen darf. Quelle FIPJP

PS: Siehe auch Beiträge CMSB1 und CMSB2.


 

Eichstätt Hofgarten 7Barocker Pavillon im Eichstätter Hofgarten, Foto: ManfiB, wikimedia commons.

 

Im Juli 2019 unterzeichneten die Bürgermeister der Städte Montbrison / Departement Loire und Eichstätt im Altmühltal eine Städtefreund und -partnerschaft.

Motor dieser Jumelage ist der Eichstätter Verein „Freunde von Montbrison“, dessen zahlreiche Mitglieder auch eine lebhafte und vitale Boulegemeinde in der kleinen Universitäts- und Bischofstadt an der Altmühl bilden. An die 40 Enthusiasten, halbe, halbe Frauen und Männer pflegen mehr oder weniger regelmäßig ihr jeu de boules in stilvoller Umgebung, dem Hofgarten der fürstbischöflichen Sommerresidenz.

Die Gruppierung, bei der einige Mitglieder schon seit Jahrzehnten die Eisenkugeln werfen, ist offen für Jedermann/-frau. Auch Ingolstädter und Neuburger*innen spielen zwischenzeitlich gerne an der Altmühl. „Wir wollen uns den Spaß durch Petanque-Vereins- und Verbandsregularien nicht verderben“, so der Tenor der Eichstätter. Wer unbedingt Liga oder auf Lizenzturnieren spielen möchte, kann sich nebenbei Vereinen in der Nachbarschaft, wie beispielsweise dem PC Neuburg, anschließen.

Hier ein Bericht des Donaukurier/Eichstätter Kurier

Zwei Petanqueclubs zählt die Partnerstadt Montbrison, beide sind dem Secteur de la Plaine des Comite departementale 42 Loire mit Sitz in Saint Etienne angeschlossen.

*Nein, bevor uns weitere Leser*innen korrigieren, es ist kein Schreibfehler, der Verfasser hat sich nur ein Wortspiel aus jumelage und jeu (de boules) erlaubt.


 

coverAbb. Buchcover Mord auf dem Bouleplatz, www.tredition.de

Mord auf dem Bouleplatz, Kriminalroman von Gisela Arndt bei www.tredition.de, im Selbstverlag erschienen. Das Buch gibt es als Hard- und Softcover sowie als preisgünstiges E-book.

Ein brutaler Mord erschüttert die kleine Bouleszene im beschaulichen, fiktiven Bad Fischbach im realen Kreis Traunstein. Oberbouler Herbert Moser wird mit eingeschlagenem Schädel von seinen Boulefreund*innen entdeckt. In der Geschichte wimmeln zwar reichlich Bouleenthusiasten, beim Boulespiel selbst erwischt man sie aber fast nie, dafür auf unfreiwilliger Verbrecherjagd. Ob nun der Kommissar seine hübsche Assistentin, die immer so sympathisch errötet, am Ende kriegt, wird nicht verraten. Auch nicht warum und mit welcher Waffe der Unhold mordet, nur soviel, in Zukunft aufpassen, Vereinsbouler.

Unsere Freunde vom PCI haben den Roman entdeckt.


 

DPV-Formationen bestritten in den vergangenen zwei Jahren bei allen ausgetragenen Welt- und Europameisterschaften insgesamt 121 Spiele. Wir haben alle Paarungen einfach aneinander gereiht, ohne Zuordnung zu einer speziellen Veranstaltung und ganz ohne Namen. 67 Begenungen davon wurden gewonnen, deren 54 verloren.

In 9 Begegnungen hieß der Gegner Polen, das ist die Rekordpaarung. Dabei behielten unsere östlichen Nachbarn, wer hätte es gedacht, 5 x die Oberhand. Gegen unseren großen westlichen Nachbarn jenseits des Rheins durften DPV-Equipen 7 x ran, Siege gelangen dabei traditionell nicht. Auch Monaco ist mit 7 Aufeinandertreffen einer jener Dauerangstgegner, hier gewann DEU aber immerhin einmal.

Es gibt aber auch absolute Lieblingskontrahenten. Gary Linnekers Spruch, dass beim Fußball am Schluß immer die Deutschen gewinnen, trifft auch beim aktuellen Petanquevergleich DEU - ENG 100%ig zu, 5 Spiele, 5 Siege. Gegen den nördlichen Nachbarn Dänemark sprangen in 6 Matches 4 Siege raus und in 8 Matches gegen die anerkannte Petanquemacht Belgien halten sich deutsche Bouler*innen mit 4:4 unerwartet wacker. Gegen den Petanquewinzling Finnland gab es 2x nichts zu erben, dafür lieferte die Türkei in 4 Begegnungen brav die Punkte ab.

Die beliebtesten deutschen Sieg-Ergebnisse lauten übrigens 13:1, 13:6 und 13:7 (je 8x) und die klassische Schlappe schreibt sich 10:13 (8x), Seltenheitswert haben 12:13 und 13:12 (nur je 1x). 4 Fannys konnten deutsche Formationen verteilen und 2 kassieren.

Viel Spaß beim Stöbern, wer einen Fehler in der Ergebnisliste findet darf ihn behalten, gibt aber Bescheid.

Einen "Guten Rutsch" ins Neue Jahr 2020 wünscht der PCN.


 

boules bites barCome in and boule, neue Boulebar in Tilburg. Foto: tilburg.com

 

Die ursprünglich schwedische Idee der Boulebar, Trinken, Essen, Boulen mit Familie oder Freunden, ist längst auch in Holland angekommen.

Unter dem Namen Jeu de boules bar gibt es in Utrecht ein Lokal dieser Art. das bouleaffinen Feierbiestern bei „Stokebrood med Vockingworst“ Erfüllung ihrer Kugelleidenschaft verspricht. Anders als in Schweden fehlt der Animateur, das Boulevolk bleibt unter sich. Geplant sind von der Gastronomiefirma BHG weitere Jeu de boules bars in größeren Städten, wie Eindhoven, Arnheim und Nijmegen, sodaß sich auch für deutsche Bouler ein Abstecher ins Nachbarland lohnen kann.

Auch Mooie Boules huldigt mit dem Slogan „Eten, boulen en borrelen met vrienden van vrienden“ diesem Konzept in Amsterdam, Rotterdam und Delft. Zeitgeistiges, hippes Ambiente verhilft auch hier dem behäbigen „Altmännerzeitvertreib“ zu neuer Blüte im Kreis von Partygängern und Feiervolk.

Nun lädt in Tilburg ein weiteres Etablissement diesmal unter dem Namen Boules Bites Bar mit elf Bahnen zum geselligen und „unterfüttertem“ Boulen nach Feierabend oder zwischendrin. Die Idee ist gleich, nur Anbieter und Name lauten anders. "Boules hatte lange Zeit das Image eines alten, verstaubten Spiels, aber wir steckten es in eine hippe Jacke", sagt Unternehmer Emile van Westing. Brotzeitbrettln, Finger- und Streetfood halten die Bouler*innen in französisch angehauchter Umgebung bei Kräften, Getränke aller Art bis hin zum 20-Liter-Fass bei Laune. Pro Boulebahn zahlt das spielfreudige Publikum 21,- € die Stunde, komplette Arrangements für bis zu 24 Personen sind möglich.

Für Rotterdam, Den Bosch und Breda avisieren die Betreiber für die nächsten Monate die Eröffnung weiterer Boules Bites Bars. Insgesamt plant die Betreiberholding mit Sitz in Utrecht 15 Filialen in den Niederlanden, teilweise von Franchisepartnern geführt.

Quellen: NJBB, Jeu de Boules Bar, Mooie Boules, Boules Bites Bar, DPG Media B.V., tilburg.com

In Deutschland hat die Systemgastronomie das Konzept scheinbar noch nicht entdeckt, wohl gibt es aber Gaststätten wie beispielsweise das Bistrot Hardy Kugel, das in Köln mit zwei Bahnen und gepflegter Küche der Idee nahekommt.


 

Schneebouler 630

Diese treffende und mehrdeutige Karikatur, passend zu Weihnachten, stammt aus der Ausgabe 10/98-1/99 des "ultimativen kugelmagazins" au fer. Die Zeichnung ist mit CS oder GS signiert, Jürgen Albers, der für das ehemalige "theoretische forum der boulistischen internationale" verantwortlich zeichnete, konnte uns den Namen des Künstlers nicht nennen, hat uns aber freundlicherweise den Abdruck gestattet. Vielleicht kann uns ein Leser mit dem Namen des Karikaturisten aushelfen.

23.12.2019 • Schnell reagiert: Einer unser Leser, gleichzeitig bekannter und profunder Kenner der deutschen Comicszene, hat das Rätsel um den Urheber der Karikatur schnell gelöst. Es handelt sich um "einen sehr frühen“ Gerhard Seyfried. Der mit dem Wilhelm-Busch-Preis ausgezeichnete deutsche Zeichner und Romanautor machte sich auch international einen Namen als „grafischer Chronist der links-alternativen Szene“.


 

Tolle Leistungen beim großen Schießen in Rumilly zugunsten der Wohltätigkeits-Organisation ILONA. Siehe auch nachstehender Bericht.

Die Aufgabe 10 Tireure / 1000 Schuß / 60 Minuten. Jeremy Pardoen (BEL) und Lucas Desport (FRA) glänzen mit sensationellen 97 Treffern bei 100 Schuß. Das Damenteam verbessert die Bestleistung 5/500/30 von 311 auf 347. Der Rekord der Herren aus dem Jahr 2016 kann jedoch nicht geknackt werden. Insgesamt erreichen alle Akteure 2751 Treffer, was eine genauso hohe Spendensumme für ILONA ergibt. 

Videos von der Veranstaltung: Nachwuchsteam und Damenteam

Hier alle Ergebnisse

Quelle: boulistenaute.com


 

 

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Kyykkä, die handfestere Urform des finnischen Spieleprodukts Mölkky. Foto: Mika Peiponen, Wikimedia.

 

Kyykkä ist ein von Finnen und Kareliern seit Generationen gespielter Geschicklichkeitssport mit Holzstöcken und -klötzen, auch finnisches oder karelisches Kegeln genannt. Die Nordmänner betreiben das Spiel sogar in einer eigenen Liga. Seit den 90er Jahren wird dieses Traditionsspiel von einer Firma im südfinnischen Lahti, die sich natürlichen Produkten verschrieben hat, unter dem Phantasienamen Mølky, für den ausländischen Markt Mölkky genannt, kommerziell genutzt. Allerdings in einer ziemlich entschärften und leichter zu handhabenden Form.

Das nordische Holzsteckerlwerf-Produkt wurde und wird vom Markt gut aufgenommen und hat den Weg nach Rest-Europa und die Welt gefunden. Eine gewisse Verwandtschaft zum Petanque drängt sich auf, sodass ein innovativer Bouler von den Naturboulefreunden Ruit e.V. auf die Idee kam, für das Training die beiden Geschicklichkeitsspiele Boule und Mölkky zu kombinieren.

Statt mit dem im Mölkky üblichen Wurfholz, schmeißen die Ostfilderner nun zu Übungszwecken mit Boulekugeln auf die, wie es sich für sparsame Schwaben gehört, selbstgefertigten, hochkant gestellten und durchnummerierten 12 Holz-Zielstöckchen. Ziel der Übung, 50 Punkte zu erreichen, oder eine Zahl ganz nach Gusto. Eine gute Trainings-Idee, dieses Spiele-Hybrid des findigen Schwaben aus Ruit.


 

Bildschirmfoto 2019 12 08 um 12.25.24"Trainings-Video" auf Boule-Praxis.de

 

Seit Frühsommer des Jahres ist ein vom DPV "freundlich empfohlenes" Trainingshandbuch der Autoren Norbert Koch und Michael Weise im schmalen Sektor der Bouleliteratur auf dem Markt.

Die von verschiedenen DPV-Funktionären seitdem immer wieder eifrig beworbene Loseblattsammlung mit dem etwas irreführenden Namen „Boule-Praxis“ ist eine Aneinanderreihung meist bekannter Petanque-Trainingsübungen und -spiele von banal bis kompliziert, ergänzt durch ein Übungsmerkheft. Zur Ehrenrettung der Autoren sei erwähnt, dass sie selbst im Begleittext schreiben, "das Rad nicht neu erfunden zu haben". Dem kann nicht wiedersprochen werden. Der Preis ist mit 89.- € plus 7,00 € Versand stattlich, auch wenn immer wieder, wie jetzt zur Vorweihnachtszeit, mit Nachlässen geworben wird.

Wer außer den Autoren Koch und Weise noch an der Entstehung beteiligt war, ist nicht auszumachen, weil sich das Werk, mangels ISBN-Nummer und wegen komplett fehlender einschlägiger Angaben im Impressum, nicht ausweisen kann. Ein "Kaspar Hauser" des Buchmarkts, wenn man so will.

Zusammen mit dem gedruckten „Praxisleitfaden“ bezahlt und erwirbt der Käufer auch das exklusive zugangsgesicherte Anrecht auf "Alle Ideen" im bewegten Bild auf einem eigenen "Videokanal":

"ALLE Übungen zeigen wir in Videos. In einem geschützten Bereich sind diese für Euch als Besitzer der Praxishilfe verfügbar"

Ein halbes Jahr nach Erscheinungsbeginn stehen für die 78 im Druckwerk beschriebenen Übungsanleitungen (Ideen) 20 Videos zur Ansicht bereit.

Eine Videomaske unter dem Reiter "Die Praxis" mit der irritierenden Unterschrift "Hier schon bald die Videos", zeigt ein Filmchen mit der oben abgebildete Zellophaniermaschine bei der Arbeit. In einem weiteren Video auf der Homepage bewirbt der DPV-Vizepräsident C. Roderig das Bouelpraxis-Projekt.

Dieser Artikel wurde nachträglich geändert und ergänzt. Siehe auch den folgenden neueren Beitrag des Verfasser Roland Netter "Gegendarstellung in eigener Sache".

Nachtrag: (21.12.2019) Zwischenzeitlich haben die Verkäufer der Übungsanleitungs-Sammlung die o.g. Behauptung: "Alle Übungen zeigen wir in Videos" auf ihrer Homepage gelöscht und schreiben nun "Viele Übungen....". Im Header der Vertriebshomepage wird jedoch immer noch behauptet "Videokanal mit allen Ideen... für Besitzer der Praxismappe". (Zum besseren Verständnis, die Anbieter bezeichnen Ihre Trainingsanleitungen als Ideen). Bis zum jetzigen Zeitpunkt, ca. 6 Monate nach Verkaufsstart, werden jedoch nur 20 Videos bereit gestellt. Das Druckwerk wird weiterhin vom DPV freundlich empfohlen.


 

Bourg Saint Andréol Les Joueurs de boulesPaul Signac, Bourg Saint Andeol, Les joueurs de boule, 1926, Foto: artnet

 

Der 1863 geborene französische Maler und Grafiker Paul Signac, war neben Georges Seurat einer der bedeutensten Vertreter des Pointillismus.

Ob sich der Künstler selbst auch als Pointeur beim Boulespiel betätigte, ist nicht leider überliefert, wohl aber zeigen einige Ölbilder und Skizzen einen starken Bezug zum französischsten aller Spiele.

Der gebürtige Pariser war bereits zu Lebzeiten eine Berühmtheit und ab 1915 gar Offizieller Marinemaler der Französischen Marine im Offiziersrang. Den Militärs war es offensichtlich egal, daß sich Signac in seinen frühen Jahren zum Anarchismus hingezogen fühlte und mit Bilderspenden die Idee eines Lebens ohne Hierarchien unterstützte.

Der Autodidakt, der auch zunächst dem Impressionismus mit seiner Spontaneität nahestand schwenkte immer mehr um zu einer, einem offiziellen Marinemaler angemesseneren, strengen und durchkomponierten Malweise. Signac starb im August 1935.

Die in Signacs späterer Zeit entstandene Aquarell-Skizze zeigt Boulespieler in Bourg Saint Andeol. Die kleine Stadt am Unterlauf der Rhone, ist im französischen Boulekalender mit dem gleichnamigen International auch noch in jüngster Zeit präsent.

Mickael Bonetto, Jeremy Fernandez und David Rivera gewinnen am 29. September 2019 gegen Valentin Beulama, Dylan Cano und Jaques Dubois mit 13:1. Hier eine Videoaufzeichnung des Endspiels.


 

Marterl cambodioise 6345365862563708928 nEin Marterl (Bildstock) von ganz besonderer Ästhetik und Sinnhaftigkeit hat der Kambodschanische Petanqueverband, wohl zur geflissentlichen Erbauung, auf dem Gelände der Petanque-WM aufgestellt. Foto petanque england.


 

U23 2019Die finnischen Sensations-U23-Europameister Antti Pasanen (21), Teo Ektröm (17) Elmo Yli-Vainio (19) und Niklas Palmquist (20) bei ihrer Ankunft in Helsinki.

 

„Es ist das Schöne am Sport, dass er immer wieder für Wunder gut ist. Eines dieser Mirakel ist uns bei der EM der Espoirs in Saint Pierre les Elbeuf widerfahren.“

So schrieb uns Eva Fredriksson-Haramo, die PR-Beauftragte des finnischen Verbandes SPL auf unsere Frage, wie denn der sensationelle Sieg der finnischen Espoirs bei der EM in Saint Pierre les Elbeuf zu erklären sei.

Fünf Wochen ist es nun bereits wieder her, dass die U23-EM im französischen Saint Pierre les Elbeuf mit dem sensationellen Sieg des krassesten aller Aussenseiterteams endete. Mit etwas Verspätung haben uns nun die Antworten auf unsere Anfrage an den finnischen Verband erreicht. Hier das Interview.


 

KoupreyOffizielles Plakat für die Petanque-WM in Kambodscha. Abb. FIPJP.

 

Die kambodschanischen Sportbehörden haben mit dem südostasiatischen Wildrind Kouprey eine „sehr wahrscheinlich ausgestorbene Art“ zum Maskottchen der Petanque-Weltmeisterschaften erkoren.

Berichten zufolge, wurden im Jahr 1982 letztmals drei Exemplare der scheuen Rinder an der thailändisch-kambodschanischen Grenze gesichtet, der damalige Versuch sie einzufangen scheiterte wegen der verminten Umgebung. Ein gemeinsames Bemühen, das Aussterben des Tieres zu verhindern, wurde durch Kriege und die politische Situation in Südostasien zunichte gemacht. Der Kouprey gehört damit zu den vielen Arten, die, weil sie fast unbemerkt lebten, auch fast unbemerkt starben.

Dass dem wohl durch Menschenhand ausgerotteten Tier die "Ehre" zuteil wird, als verniedlichtes Maskottchen für eine Petanque-Sportveranstaltung zu fungieren, wirkt zumindest diskussionswürdig und degradiert die arme Kreatur nachträglich auch noch zum Nutzvieh.

In der Sprache der Einheimischen hat der Name Kouprey oder Kouproh die Bedeutung Graues Rind. Ein Fehlgriff ist damit auch die dunkelbraune Farbgebung des Symbol-Tieres für die Frauen- und Jugend-WM. Dunkelbraun waren nur die erwachsenen Bullen, Kühe und Jungtiere trugen ein graues Fellkleid.

PS: Animalinfo.org schreibt: „Der Hauptgrund für den Niedergang des Koupreys war die unkontrollierte Jagd durch die Einheimischen und das Militär, insbesondere während der drei Jahrzehnte dauernden Kriege und Aufstände in Indochina.“ Die Kolonialmacht Frankreich hat also nicht nur das Spiel Petanque nach Indochina gebracht, sondern war, wie es scheint, auch Mitverursacher für das Aussterbens des nunmehrigen Petanque-Werbeträgers Kouprey.


 

Stempel small hellblau

 

  • Teuer • Bis zu 25.000 € Bußgeld drohen. Die Stadt Neuburg listet auf, was Neuburger*innen noch außerhalb ihrer Wohnung tun dürfen.

     
  • Schiassn dahoam • selbstkontrolliert

    1. Am Goldfischteich, PC Neuburg, 60/66 Pkt.

    2. Le Choqueur de crapaud, PC Neuburg, 45 Pkt.

    3. Fred Rauch, 1. BC Germering, 32 Pkt.

    Die Teilnehmer*innen mit Pseudonym sind dem PCN namentlich bekannt. Wir weisen darauf hin, dass das Schiessen in der Entfernungsreihenfolge 7/8/9 Meter absolviert werden muss. Kompetitor*in "Am Goldfischteich" hat eine zweite Serie beginnend bei 9 Metern geworfen und einen besseren Wert erzielt. Gültig ist jedoch nur der Wert, der bei Ausführung in der korrekten Reihenfolge erreicht wurde.

     
  • Weil die olympischen Spiele verschoben wurden, müssen nun auch die Worldgames, die traditionell immer ein Jahr nach den olympischen Sommerspielen stattfinden, verlegt werden. Gastgeber Birmingham / USA empfängt nun erst im Juli 2022 die Sportler der in der IWGA organisierten Sportverbände, darunter auch die Kugelsportler (Petanque, Boccia und Boule Lyonnaise), die sich derzeit mit einer veränderten Verbandstruktur neu organisieren.

     
  • Bullshit • "Wir verhindern gerade, dass ganz Frankreich bis 30. Juni Boule spielt und dann sollen nur eine Woche später alle „Spucker“ im Parc Borely wieder ihren Spass haben können? Was für ein Bullshit!" Originalkommentar von User Corsicaboom im Boulistenaute-Forum zur Ankündigung der Veranstalter von „Mondial à pétanque La Marseillaise“, am Veranstaltungsfahrplan (5.-9. Juli) festhalten zu wollen.

     
  • Boule boomt in Asien • Mit Turkmenistan und Kasachstan sind im letzten Jahr zwei mittelasiatische Petanqueverbände in die asiatischen Föderation ABSC aufgenommen worden. Auch der indische Verband, hat sich 2019 neu erfunden und darf wieder mitmachen. Die Inder, noch Ende 2018 gefeierte Gastgeber der asiatischen Meisterschaften 2:2 in Odisha, waren kurz danach aus unbekannten Gründen suspendiert worden. Mit 28 Mitgliedern ist der asiatische Verband nach der europäischen Föderation zweitgrößter Kontinentalverband innerhalb der FIPJP. Quelle ABSC

     
  • Bouletraining dahoam • Wer sinnvolle und kostenlose Trainingsanleitungen sucht, schaut im Bouleblog von Franz Bröckl nach.

     
  • Petanque aktuell Live • Samstag ab 12.30 Uhr, Gespräche und Viertelfinaldurchgänge im Wettbewerb „Wirbleibenzuhauseshooting“.

     
  • 1001 im Durchschnitt • Mit 31031 Besuchen insgesamt verzeichnete die Homepage des PCN im vergangenen Monat März mehr Zuspruch als jemals zuvor. Tagesspitzenreiter, der 10. März, mit 1439 Klicks. Großes Danke an unsere Leser.

     
  • Le couperet est tombé ce jeudi • Am Donnerstag ist das Hackbeil gefallen. So drastisch beschreibt die FFPJP die Absage aller französischen Meisterschaften 2020 (Petanque und Jeu Provencal) die von Juni bis September stattfinden sollten. Dazu beschließt der französische Verband, offizielle Wettbewerbe auf allen Organisationsebenen der FFPJP, bis mindestens 30. Juni 2020 auszusetzen. Falls sich die Lage zur Jahresmitte bessert, würde den Mannschaftswettbewerben (Ligen, Pokal, etc.) Vorrang bei der erneuten Terminvergabe gewährt werden.

     
  • Der oder das Virus? Der Duden gibt Auskunft und erklärt Hintergründe.

     
  • Nieder mit dem Virus • Mit dem "viralen Schuss-Wettbewerb" gelingt der DPV-Berichterstattung möglicherweise die Lösung im Kampf gegen den Erreger.

     
  • Gesagt ist gesagt: “bereits 17 Boulespieler*innen haben sich an einen stillen Ort begeben und ihre 30 (mal mehr mal weniger) Schuss live auf Facebook abgeliefert.“

     
  • Schlappe für Alfons Hörmann • Der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann (CSU), verliert entgegen allen Erwartungen die Stichwahl um den Landratsposten im Landkreis Oberallgäu. Die Kandidatur von Deutschlands oberstem Sportehrenamtler war u.a. wegen seiner politischen Nähe zu CSU-Innen- und Sportminister Horst Seehofer ziemlich umstritten. Kritiker sahen die Unabhängigkeit des deutschen Sports in Gefahr. Die Allgäuer Wähler*innen lösten das Problem indem sie sich für Indra Baier-Müller (FW) entschieden.

     
  • 100 „beaux gestes“ zeigt boulistenaute.com in einem dailymotion-Video. Anschauen und dann üben, Zeit gäbe es nun in Hülle und Fülle.

     
  • Damen EM 3:3 / TdP verschoben • Wie einem offenen Brief der CEP an die europäischen Verbanände zu entnehmen ist, hat der Europäische Petanque Verband die für 4./7. Juni 2020 geplanten Europameisterschaften Triplette / Tir de precision der Damen in Torrevalega/Spanien vorerst auf den 29. Oktober / 1. November 2020 am gleichen Ort verschoben. Die C.E.P. kündigt auch an, offen und oft zu kommunizieren um die Mitgliedsverbände und deren Präsidenten über die Pläne der C.E.P. auf dem Laufenden zu halten.

     
  • In der Mitgliederliste des BPV ist die SG Petanque Dachau 2020 zwar noch nicht aufgeführt, aber für den BPV-Pokal 2020 schon angemeldet. Dazu passt ein Beitrag in „Dachau aktuell“ über eine neue Pétanque-Bahn im Fondi-Park Dachau.

     
  • BPV Cup 2020 • Gottfried Schaaf, der neue Referent für Breitensport im  BPV, erinnert in einer Mail an den Ablauf der Meldefrist für die Teilnahme am diesjährigen BPV-Pokalwettbewerb am 31. März 2020. Ob, wann und in welcher Form der Cup stattfindet ist jedoch nicht klar. Bisher haben sich 33 Teams aus 24 Vereinen eingeschrieben. 

     
  • Stadtteilfest auf 2021 verschoben • Das für den 16. Mai 2020 in Neuburg geplante Stadtteilfest Schwalbanger wird definitiv abgesagt. Der PC Neuburg hatte noch bei der JHV im Februar beschlossen, sich mit diversen Bouleaktivitäten an der Veranstaltung zu beteiligen. Das Stadtteilfest war als Neuburger Veranstaltung im Rahmen des bundesweiten „Tages der Städtebauförderung 2020“ geplant und soll nun 2021 stattfinden.

     
  • IMG 0204Ein paar Videos von boulistenaute.com auf Dailymotion als Überbrückungshilfe für die kommende Saure-Gurken-Zeit • Ein Klick auf die Gurken zeigt eine Auswahl von Spielen der Trophée l'Equipe.