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Käslaibe als Sportgerät? Abb: Gemälde Öl auf Leinwand von Rémy Cogghe aus dem Jahr 1911, musée d'art et d'industrie de Roubaix (Nord), Wikimedia commons.

 

Es sieht fast so aus als rollten Käslaibe über die Bahn, wenn das Bourle-Spielgerät taumelnd aufs Ziel zuschlingert. La Bourle ist ein traditionelles Boule-Spiel aus Nordfrankreich, das bis Anfang des 20. Jahrhunderts sehr beliebt war und auch heute noch, vor allem in der Gegend um Lille, gespielt wird.

Maskenmann Doppelbild

Boule Vader? Nein, fortschrittliche, pandemiegerechte Bouletechnik aus der bayerischen Provinz. Abb. links: Boulespieler im Tête-à-tête. Abb. rechts: Boulespieler in einer Dreierformation. Fotos: M.B.

 

Sportfreund Matheis B. aus Stürming am A. verfolgt, wie er uns schrieb, aufmerksam die Debatte, ob Petanque nun Kontakt-, Individual-, Einzel- und/oder Mannschaftssport oder garnichts davon sei.

EK Petanque 1 1280x640Erinnert an Kirchweih und Volksfest, fehlt nur noch das Kettenkarusell. Die Simulation der geplanten Boule-EM auf der Parade von den Bosch. Foto NJBB.

800px El Chico IngolstadtAbholservice • Das El Chico in Ingolstadt versorgt Liebhaber der mexikanischen Küche ab sofort wieder mit Tex-Mex-Köstlichkeiten. Foto: chrisi1964, wikimedia commons

 

Die Ingolstädter Boulefreunde Tine und Armin haben ihr mexikanisches Spezialitätenrestaurant „El Chico“ in der Frühlingstrasse 32 in Ingolstadt mit einem Abholservice wieder geöffnet.

5 Tage die Woche, von Donnerstag bis Montag stehen die "Schanzer Chicos" bis auf Weiteres wieder in der Küche und zaubern leckere mexikanische Köstlichkeiten zum Mitnehmen. Den Abholservice gibt es passend fürs Abendessen in der Zeit von 17:00 bis 20:30 Uhr.

Hier ein Blick in die Menükarte. Zum Nachspülen empfehlen die Wirtsleute Desperados mexicano „to go“, als mildes Mittel ;-) gegen Corona. Tine und Armin bitten, Tasche oder Korb für den Transport mitzubringen. Guten Appetit.


 

PPPF3 Filter prestige

Tres confortable • Der multifunktionale Mund- und Nasenschutz PPPF3 - prestige action double, hier mit Zigarettenmundstück und hochflexiblem Bierflaschenadapter. Foto PCN

 

Trinken, Rauchen, Boulen, dieser Dreiklang, der für viele Kugelsportler*innen die Faszination des Boulesports ausmacht, ist sowohl durch die aktuelle Gesundheitslage als auch durch eine eventuell zu erwartende permanente Maskenpflicht in höchster Gefahr.

Der PCN hat deshalb ein System zum Gebrauchsmusterschutz angemeldet, das einerseits zuverlässig vor Ansteckung schützten soll aber auch dem weitverbreiteten Bedürfnis nach Alkohol- und Tabakgenuß während des Spielvergnügens Rechnung trägt.

Herzstück des "click ease" Systems PPPF3* ist ein spielendleicht zu handhabender, formschöner Universaladapter, der den problemlosen Anschluss verschiedener Trink- oder Rauchgerätschaften gestattet. Die elektronische zungen- und sensorgesteuerte Weiche "ACTION DOUBLE • grand prestige" (oben im Bild) trägt beispielsweise beiden Vorlieben Rechnung und gestattet gleichermaßen Trink- und Rauchgenuß sur place ohne die sportliche Bewegungsfreiheit einzuschränken.

Mit unterschiedlichen Adaptoren werden sowohl Wein- als auch Spirituosen- und Bierliebhaber zufrieden gestellt. Das System erlaubt Verbindungsschläuche von 1/4- bis 3/4-Zoll Stärke, sodass auch höhere bis sehr hohe Flüssigkeitsdurchsätze möglich sind. Zigarrenventile auf Nachfrage.

*3-fach Funktion: petanken, picheln, paffen


 

Dehnübung klein

 Die Petanque-Bundesliga soll auf vielfachen Wunsch ausgeweitet werden. Zeichnung PCN

 

Der DPV lässt die von seinem Sportausschuss gefertigten Ausarbeitungen über die Ausdehnung der Petanque-Bundesliga aushäusig diskutieren.

Ein Forum, eingerichtet auf der privaten Homepage eines DPV-Funktionärs, erlaubt dem gemeinen Boulefußvolk, sich zum Vorhaben zu äußern. Obwohl das Projekt angeblich von weiten Boulekreisen im Lande gestützt wird, lässt die Beteiligung dieser Kreise an der Diskussion bislang zu wünschen übrig.


 

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Den Kreativen ist auch in rauhen Zeiten guter Rat nie teuer, rauhes Wurfgerät für rauhe Umgebung, Foto: JuHe

 

Der coronabedingte Isolationsdruck zwingt manche(n)  Boulerfreund*in in schweres abgeschiedenes Gelände und damit auch bei der Wahl des Sportgerätes zu kreativer Anpassung.

IMG 20200413 103551Als ausgesprochen geländetauglich haben sich granitene „Katzenköpfe“ für unwirtliches Terrain erwiesen.

Die Wurfquader rollen und verspringen kaum, erfordern jedoch im „terrain libre“ und theoretisch bis zu 20 Metern Wurfweite, ein hohes Maß an körperlicher Fitness. Streng genommen, müsste auch die Spielbahn in „Cuboidrome“ umbenannt werden.

Nachteilig, die kantig groben Kloben strapazieren zarte Boulesporthände. Auch verlieren die Granitoiden schleichend an Gewicht, denn Volltreffer „au pierre“ erzeugen viel gesteinsmehligen Abrieb.

Ganz besonders traurig, das Schweindl, die arme Sau, überlebt einen harten direkten Treffer selten unbeschadet.


 

....und was Kluges schon zweimal nicht.  Zeichnung: Bärbel


 

 

 

Boulefreund Jeff Brown hat sich für sein solitäres Petanque-Schiesstraining daheim ein ziemlich aufwändiges automatisches Kugelrücklauf-System ausgedacht.

Beim Betrachten des Videos offenbart sich allerdings auch ein großes Manko der Konstruktion. Das amerikanische Technikwunderwerk Boule-O-Matic 3000 funktioniert nur dann einwandfrei, wenn Tireur Jeff nicht einwandfrei funktioniert und Luftlöcher schiesst.


 

In Bayern gehört der Aprilscherz seit Jahrhunderten zum Brauchtum. Ganze Generationen von bairischen Lehrlingen wurden beispielsweise mit dem legendären „Siemens Lufthaken“ erfolgreich in den April geschickt.

Der PCN-Beitrag „Le petit chien“ ist selbstverständlich der reine Unfug. Das Teil an der abgebildeten Boulehand ist ein wiederaufladbares Rücklicht fürs Fahrrad, dem immer dann der Saft ausgeht, wenn es dunkel wird. Im übrigen hält man das Gerät nicht länger als 5 Minuten am Finger aus, dann schnürt der enge Gummizug die Blutzufuhr komplett ab.

Beim zweiten Aprilscherz „Zeichen der Zeit erkannt“ ist hingegen nicht alles falsch. Die kursiv/fett und in Anführungszeichen gesetzten Passagen sind keine Erfindungen, sondern Originalzitate des DPV-Vizepräsidenten aus unterschiedlichen Veröffentlichungen. Auch die stetige „Vergreisung“ unseres Sports ist natürlich, wie wir feststellen können, keine Erfindung. Komplett daneben und reine Fiktion ist allerdings die Aussage in der Überschrift, dass der DPV „die Zeichen der Zeit erkannt hat“. Damit outen sich natürlich auch die „Denkschrift“ und der „angedachte“, Kommunikationsfahrplan“ am Ende des Beitrags als reine Aprilscherze.

Wir sind sicher, man wird uns verzeihen, haben doch DPV-Funktionäre im Allgemeinen und der DPV-Vizepräsident Kommunikation im Speziellen, dem PCN gegenüber stets einen überdurchschnittlich ausgeprägten Sinn für Humor bewiesen.

Korrigiert werden muß eine Aussage des DPV-Vizepräsidenten Kommunikation allerdings schon. Tontäfelchen sind ein noch weitaus älteres Kommunikationsmedium als Papier.


 

Der erst seit wenigen Wochen aktive Kommunikationsausschuss des DPV hat in Anbetracht des sich rapide verändernden Altersdurchschnitts im Boulewesen eine Denkschrift verabschiedet, in der DPV-Vizepräsident Kommunikation Christoph Roderig eine grundlegende Reformation der DPV-Öffentlichkeitsarbeit anmahnt.

Aufgerüttelt durch die alarmierende neue Mitgliederstatistik der CEP, ist den Verantwortlichen im Deutschen Pétanque Verband völlig klar, dass sich Petanque immer schneller zum Sport der Generation 65+ entwickelt. Allein die Petanquenation Frankreich hatte innerhalb eines Jahres einen Verlust von ca. 3000 Spieler*innen unter 23 zu verkraften, bei einem gleichzeitigen Zuwachs von Männern im fortgeschrittenen Rentenalter in ähnlicher Höhe.

Petanque, so Roderig „wird immer mehr von älteren Mitgliedern der Jahrgänge bis 1955 und früher praktiziert, also Menschen, denen sich das Internet als permanente Informationsquelle nicht erschließt“. Uns vom Kommunikationsausschuss, so der Vizepräsident, ist längst klar, dass der DPV mit seiner aufwändigen und neugestalteten Homepage komplett ins Leere stösst. Jungendliche die mit dem Internet aufgewachsen sind, laufen uns davon und gehen als Zielgruppe verloren. Bouleaffine, aber mehrheitlich greise Senior*innen kapieren das Internet hingegen nicht. Diese Leute erreichen wir, hier ist der Vizepräsident Kommunikation absolut überzeugt, wenn überhaupt, nur noch über das Telefon und mit Anzeigenblättern.

Im Übrigen, so Roderig in seiner Denkschrift „ist das Internet doch nur gut für reine Unterhaltung, irrelevante Informationen, die Buchung von Hotelzimmern, Flügen, Zugfahrten, für Online-Banking oder die Suche nach Telefonnummern“. Der Vizepräsident stellt klar: „Jede seriöse Information funktioniert nur über das älteste Kommunikationsmedium der Welt und das ist Papier“.

Damit ist mittel- und langfristig die Kommunikations-Stossrichtung des DPV klar, „Internet war gestern - nur die gedruckte Information hat Wert!“. Beim nun erforderlichen technischen Umbau will der Verband auch Schritt für Schritt die Qualität seiner Informationen durch Outsourcing anheben, denn, da sind wir uns alle einig, so Roderig, „Marke Eigenbau“ senkt schleichend den Qualitätsanspruch“. Höhere Qualität können wir beim DPV naturgemäß nicht liefern, „wir machen schliesslich alles nur ehrenamtlich und in unserer Freizeit“.

Der angedachte neue Kommunikationsfahrplan des DPV sieht u.a. vor:

  1. Gründung eines Verlags für das neue Anzeigenblatt Boule 66 plus / zielgruppenkonforme Anzeigenakquise (Doppelherz, Prostagutt, Lifta etc.).
  2. Aufbau eines Call-Centers.
  3. Telefonnummernerfassung durch Vereine, als Gegenleistung Verlosung von Heil- und Hilfsmitteln für die Ältesten in den Clubs (Gehhilfen, Inkontinenzartikel etc.).
  4. Abbau und Kürzung der Beiträge auf der DPV-Homepage und für eine gewisse Übergangszeit bis zum Stopp der Homepage, nur noch Veröffentlichungen von Blindtext in 36-Punkt-Schrift.
  5. Parallel dazu, Start des Full-Call-Service, gegen Aufpreis und bei Bedarf evtl. mit redaktionellen Informationen.
  6. Launch des bundesweiten Anzeigenblattes Boule 66 plus, Verteilung evtl. durch gehfähige Senioren.
  7. Langfristig – der DPV hofft damit absolut zukunftssicher zu sein – Start des DPV-Exklusiv-Service KdK (Kraft durch Kommunikation), organisierte Busfahrten und bunte Verkaufsnachmittage bei Boule, Kaffee und Kuchen. Zum Verkauf stehen Artikel für den senioren Boulealltag (siehe oben). Live-Moderation durch den DPV-Vizepräsidenten „Alles ist Kommunikation“ Christph Roderig.

9783608961485.jpg.32715FLOW, Das Geheimnis des Glücks, Bucheinband, Verlag Klett-Cotta

 

Fast jede(r) Bouler*in hat ihn schon erlebt, diesen Zustand, in dem jeder Schuss sitzt, jede Kugel den vorgegebenen Weg nimmt und der Erfolg zur Selbstverständlichkeit wird.

Der gebürtige Ungar Mihály Csíkszentmihályi, emeritierter Professor für Psychologie an der Universität von Chicago, beschrieb 1975 das Flow-Erleben und prägte damit den uns heute geläufigen Begriff vom Flow. Csíkszentmihályi ist nicht der Erste, der sich mit diesem Schaffens- bzw. Tätigkeitsrausch oder auch Funktionslust in Ekstase befasste. Aber ihm kommt das Verdienst zu, die Bedeutung des Phänomens auch über das Spiel hinaus erkannt und beschrieben zu haben.

Csíkszentmihályi hat eine Reihe von Büchern zum Thema verfasst, hier eine aktuelle Liste des Verlags Klett-Cotta.

Ein Video mit einem Vortrag des Wissenschaftlers gibt es auf Youtube.


 

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Durch die Coronaepidemie ist das gesellige Boulewesen weltweit völlig zum Erliegen gekommen und damit auch der traditionell nebenbei gepflegte Alkoholkonsum.

Kommt es nun zum Alkoholstau, verdirbt das wertvolle Nass? Mitnichten. Die Frankfurter Allgemeine berichtet in einem Onlinebeitrag, dass nun gewaltige Mengen Alkohol aus den Vorräten der Getränkeindustrie dem Gesundheitswesen und damit der Allgemeinheit zugutekommen.

Beispielsweise, spendiert der braunschweigische Hersteller eines hochprozentigen Gebräus in grüner Vierkantflasche allein 50.000 Liter reines Ethanol an das Klinikum in Braunschweig zu Desinfektionszwecken. Die ortsansässige Feuerwehr soll den verantwortungsvollen Transportjob erledigen. Man bangt und hofft unwillkürlich mit.

Frankreichs namhaftester Pastishersteller springt beispielsweise mit 70.000 Litern höchstprozentigem Alkohol in die gallische Desinfektionsbresche und ein namhafter britischer Spirituosenhersteller spendiert angeblich gar eine Million Liter C2H6O für die weltweite Coronaprophylaxe. König Alkohol als wahrer Wohltäter.

Sogar die in Boulerkreisen gern geschmähten Alkoholfrei-Trinker tragen nun indirekt ihr Desinfektionsscherflein bei. Eine bekannte Bremer Brauerei verarbeitet das bei der Herstellung ihrer nullprozentigen Biersorten anfallende Ethanol gleich selbst zu Desinfektionsmitteln. Praktisch, meint der Boulefreund, da kann man eventuelle Restbestände nach der Epedemie gleich wieder in anregende Getränke konvertieren.


 

In Bayern wurde von der Staatsregierung als Reaktion auf die „nun nicht mehr nachvollziehbaren Übertragungswege des Coronavirus“ der Katastrophenfall ausgerufen.

Neben vielen öffentlichen und privaten Freizeiteinrichtungen sind auch Sport- und Spielplätze bis vorerst 19. April geschlossen. Ausgangssperren gehören in Bayern jedoch noch nicht zu den angeordneten Maßnahmen. Für die Stadt Neuburg gelten die Vorgaben der Staatsregierung, darüber hinausgehende Verhaltensmaßregeln sind von der Stadtverwaltung bisher nicht erlassen worden.

Der PC Neuburg, verfügt über keine eigenen Vereinseinrichtungen und geht dem Petanquesport auf öffentlichen Plätzen nach. Der Vereinsvorstand kann seinen Mitgliedern nicht verbieten, sich im öffentlichen Raum zu bewegen und dort Boule zu spielen, zumal dies nicht ausdrücklich untersagt ist.

Er kann jedoch all seinen Mitgliedern empfehlen, unabhängig von behördlichen Verordnungen, verantwortungsvoll zu handeln und Gemeinwohl vor Eigennutz zu stellen. Der Vorstand des PCN ist überzeugt, dass dies für alle Mitglieder des Vereins eine Selbstverständlichkeit sein wird.


 

Wer vom Boulespiel auch in Zeiten von „Corona“ nicht lassen kann, dem bietet sich mit dieser Petanque-Variante ein möglicherweise virenfreies Boulevergnügen. Das Video ist in den tropischen Gewässern um Mauritius entstanden. Bei den derzeitigen Reiseproblemen könnten als Alternativen heimische Gewässer wie Ostsee oder Mittellandkanal in Erwägung gezogen werden.


 

anti tiralEndlich könnte sich der hohe Anschaffungspreis für meine sündhaft teueren Boulekugeln aus der Kupfer-Zinnlegierung Bronze auszahlen.

Kupfer so erklärt mir das Online-Lexikon, sei nicht nur fungizid, bakterizid oder spermizid, nein es wirke auch noch antiviral. Wer hätte das gedacht. In Zeiten von „Corona“ ein unschätzbarer Vorteil, quasi die Ansteckungsprophylaxe schlechthin für den Bouler. Händewaschen adieu, ich desinfiziere mir spielend die Hände. Der sonst so lästige schwarze Abrieb meiner Klingelkugeln an den Händen als Ausdruck höchst verantwortlicher Vorsorge?

Es gibt nur ein Problem, die spröden Bronzedinger sind längst im Schiessbetrieb gescheitert und einfach zerbröselt. Antiviral, schon möglich, aber dazu müssten sie erst einmal „anti-tir-al“ sein.


 

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Bügelspiel, holländisch Beugelen. Alte Darstellung auf der Homepage des niederländischen Beugel Bonds.

 

Unter Bügeln versteht die Mehrzahl der Leser*innen wahrscheinlich das Glätten von Textilien mit erhitztem Metallgerät. Eine klassische Frauendomäne, vom "starken" Geschlecht meist als unmännliche Tätigkeit abgelehnt.

Für die Mitglieder des BBC Willich von 1979 e.V. ist Bügeln hingegen echter Männersport und ein heisses, begeistert praktiziertes Spiel. Ohne Bügeleisen allerdings, dafür mit Kugel und Schippe.

Wikipedia beschreibt das Bügelspiel als traditionellen Sport in Belgien, Holland und Niederdeutschland, erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt. Heute wird das Buegelspiel nur noch in den Niederlanden und am deutschen Niederrhein praktiziert. Neben Willich bügelt auch der Grefrather Bügelclub Dorenburg e.V. organisiert. Auf der BBC-Homepage vermittelt ein kurzes Video einen ersten Eindruck vom ziemlich entfernten Vetter unseres Petanquesports.

Ein deutscher Bügelverband existiert nicht, so gehen beide Clubs vom Niederrhein ihrer Leidenschaft unter dem Dach des Nederlandse Beugel Bond nach. Im lebhaften Ligabetrieb ist Grefrath (2de Klasse) derzeit das bessere deutsche Team, ganz oben können die deutschen Bügelcracks jedoch nicht mithalten. Die Holländer sind eben nicht nur zahlenmäßig überlegen und in der obersten Liga, der Ere-klasse, unter sich.

Die Bügel-Spielbahn: Gestampfter Lehm, mit Riesel bestreut, 5 x 10 Meter mit stabiler Bande, am vorderen Spielbahnende mit einer Rinne im Boden, aus der heraus das Spiel beginnt. Die Spielkugeln, 4-Kilo-Kawentsmänner mit 18 cm Durchmesser, wuchten die Spieler in 1-gegen-1- oder 2-gegen-2-Matches mit schippenähnlichen Holzgeräten, Schüppe genannt, durch einen, jetzt kommts, metallenen Bügel, der fest im Boden der Spielfläche installiert ist.

Eine Kugel von vorn durch den Bügel gespielt bringt beispielsweise ebenso 2 Punkte, wie den gegnerischen Holz- oder Aramithball in die Rinne zurück zu bugsieren. Wer 30 Punkte erreicht, steht als Sieger fest. Hier die Spielregeln samt Spielbahnskizze auf der Homepage der Gemeinde Grefrath.

Wer Geschmack am Bügeln gefunden hat, findet hier eine ganze Reihe holländischer Videos von heissen Bügelmatches.


 

Lattentat cover

L'Attentat, Plattencover "Made in GDR"

 

Die Punkbands „Wutanfall“ und die daraus entstehende "Halbgewalkte anarchistische Untergrundbewegung" H.A.U. sind Ikonen der Punkmusikszene der DDR. 1984 formiert sich H.A.U. neu und nennt sich fortan L’Attentat.

Aktiv als Sänger in allen Formationen ist Bernd Stracke aus Leipzig, der damit zum absoluten Urgestein der Anarcho-Punkszene der DDR zählt. Mitte der Achtziger gelingt Strackes L’Attentat mit „Made in GDR“ sogar eine Platten-Veröffentlichung im Westen und damit Bekanntheit in der BRD. Die Band, wie die gesamte Punkszene in der DDR, sind mit ihrem ihrem Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung der Staatsmacht ein schmerzhafter Dorn im Auge. Repression, Schikane und Haft sind das tägliche Brot der „Anarchos“.

Auch Stracke steht wegen der systemkritischen und aufrührerischen Texte seiner Band voll im Visier des MfS, wird zweimal eingesperrt und 1985 nach einem Jahr Haft in den Westen abgeschoben.

2014 feiert die Band mit Stracke eine bejubelte Live-Re-Union im UT Connewitz in Leipzig. (taz-Bericht). Im kommenden April gibt es eine bereits jetzt schon wieder ausgebuchte „Nachfeier“.

Auf Youtube findet sich eine ganze Reihe der Stücke von L’Attentat zum reinhören.

Im „richtigen“ Leben macht sich Bernd Stracke in Institutionen, Vereinen und Projekten stark, die sich für Bürgerrechte, Demokratie und gedeihliches Miteinander einsetzen. Damit bleibt er auch hier ziemlich nah an der Devise seiner Band: „Against Fascim and intolerance • for peace & anarchy“

Was das mit Boule zu tun hat? Bernd kann nach Meinung von Sabine Friedel, Sportwartin des Petanque-Landesverbandes Ost, auch ganz gut boulen und deshalb hat sie ihn ins 55+ Männer-Team der LV-Ost-Equipe für den LP 55+ in Rastatt gesteckt. In der Hoffnung, dass der Punker vom SV Horken-Kittlitz ordentlich punktet.


 

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Hopfen und Malz verloren, dafür Petanque gewonnen, die Boulebahnen in der vormaligen Mälzerei der Brauerei in Únětice

 

So klein die Gemeinde Únětice unweit von Prag auch sein mag, sie hat immerhin der bronzezeitlichen Kultur ihren Namen gegeben, die durch die sensationelle Himmelsscheibe von Nebra Weltruhm erlangt hat.

Viele Besucher zieht es wahrscheinlich weniger der vorzeitlichen Altertümer wegen in die Gemeinde auf dem Prager Hochplateau, sondern eher aus profaneren Gründen. Die im frühen 18. Jahrhundert erbaute Únětický pivovar, die Aunjetitzer Brauerei lockt mit böhmischen Bier und böhmischer Gastlichkeit. Das von Lucie und Stepan Tkadlec geführte traditionsreiche Brauhaus kann daneben auch mit einer absoluten Besonderheit aufwarten. Das angeblich größte tschechische Boulodrome unter Dach und das durchaus im wörtlichen Sinn, denn die Boulebahnen finden sich auf dem Lagerboden des ehemaligen Mälzereistadels.

In Zusammenarbeit mit dem Petanqueclub UBU - United balls of Únětice - unter dem Vorsitz von Petr Fuksa, haben die Eigentümer eine echte Attraktion, UBULODROM genannt, geschaffen, die dem Verein als Heimat für seine Aktivitäten dient. Eine davon, die "Zimní UBULIGA" die Winter-Bouleliga des Clubs zieht auch Vereine aus dem benachbarten DPV-Landesverband Ost an. Die Clubs aus Leipzig und Chemnitz sind am letzten Februar-Wochenende bei den Finalspielen dabei.

Fuksa ist Mitglied in der sportlichen Kommission des FIPJP-nahen C.I.E.P. (Centre International d’Enseignement Pétanque) und neben C.A.P.E.K.-Verbandschef Karel Dohal einer der Motoren der tschechischen Bewegung "Pétanque pro vás“ zur Förderung des Petanquesports in der Gesellschaft. So nutzen beide Institutionen die Brauereiboulebahn gerne für vielerlei nationale und internationale Petanquekurse oder „C.I.E.P.-Rallyes“, häufig in Gegenwart von "Petanqueprominenz".

Darüber hinaus steht das UBULODROM allen Interessenten offen und kann unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder (+420) 602 261 925 gebucht werden. Gemütlich Boulen, gestärkt mit dem guten tschechischen Bier und den Speisen der unvergleichlichen böhmischen Küche, dürfte vielen Petanquer*innen ein erstrebenswertes Vergügens bedeuten.


 

INBOX3E1774Les joueurs de pétanque à Vence, 1970, Öl auf Leinwnd: 73 x 92 cm, Foto: artnet.

 

Der ungarische Allroundkünstler und Maler Kristófy Béla (*1920) lernt sein Handwerk in Wien und Budapest und verlässt wegen der russischen Besatzung seine Heimat.

In Paris macht er sich alsbald einen Namen in der Welt der Presse und des Verlagswesens als Zeichner und Karikaturist, zeichnet für Paris Match und nennt sich fortan Bela de Kristo. Seine Liebe gilt jedoch der Malerei, Kubismus, beeinflusst von André Lhote, ist seine bevorzugte Ausdrucksweise. Alltagsthemen sind seine Sujets. Das Gemälde Les joueurs petanque en Vence, entsteht 1970 und ist ein gutes Beispiel für seinen Malstil. Bela de Kristos Arbeit ist äußerst vielfältig und in all seinen Schaffensjahren hat er nie aufgehört, seinen Ausdruck zu entwickeln. Er modelliert, fertigt Fotomontagen, illustriert Kinderbücher und schafft mit seinem Freund Alexandre Trauner Theater- und Filmkulissen. De Kristo stirbt 2006 in der Normandie.

Das Touristenstädtchen Vence ist nicht so sehr Heimat ganz großer Petanqueveranstaltungen, aber Boule gehört zum Alltagsleben der Einheimischen und lernwilliges mitteleuropäisches Boulevolk absolviert gerne einschlägige Kurse im provençalischen Seealpenvorland.


 

Ottoman with roosterOttoman with rooster. Abb. wikimedia commons.

 

Mutlu Türkmen, Vizepräsident des Kugelsport-Dachverbandes CMSB und Präsident des Boccia-Weltverbands CBI, gleichzeitig auch noch in der FIB, das ist der Boule-Lyonnaise-Weltverband, vertreten, hatte offensichtlich über die sogenannten sozialen Netzwerke die Meldung verbreitet, dass der vermeintliche CMSB-Interims-Präsident Frederic Ruis FRA zum regulären CMSB-Präsidenten gewählt worden sei.

Das brachte den aktuellen FIPJP-Chef und vormaligen CMSB-Vorstand Claude Azema, der im CMSB-Exekutivkomitee jetzt nur noch als „Member“ sitzt, derart in Rage, dass er in einem „Communiqué de la FIPJP“ auf fipjp.org ziemlich rustikal über den Türken her ziehen liess. Über die Gründe darf spekuliert werden. Es ist nicht das erste Mal, dass Azema öffentlich über Türkmen lästert. Beispielsweise hatte er ihn im vergangenen Jahr öffentlich der Untätigkeit bezichtigt.

Der Gallier hat im Vorstand von Mutlu Türkmens Bocciaverband CBI nichts mitzureden, während hingegen der Osmane im Vorstand von Azemas FIPJP sitzt. Quelle FIPJP

PS: Siehe auch Beiträge CMSB1 und CMSB2.


 

Eichstätt Hofgarten 7Barocker Pavillon im Eichstätter Hofgarten, Foto: ManfiB, wikimedia commons.

 

Im Juli 2019 unterzeichneten die Bürgermeister der Städte Montbrison / Departement Loire und Eichstätt im Altmühltal eine Städtefreund und -partnerschaft.

Motor dieser Jumelage ist der Eichstätter Verein „Freunde von Montbrison“, dessen zahlreiche Mitglieder auch eine lebhafte und vitale Boulegemeinde in der kleinen Universitäts- und Bischofstadt an der Altmühl bilden. An die 40 Enthusiasten, halbe, halbe Frauen und Männer pflegen mehr oder weniger regelmäßig ihr jeu de boules in stilvoller Umgebung, dem Hofgarten der fürstbischöflichen Sommerresidenz.

Die Gruppierung, bei der einige Mitglieder schon seit Jahrzehnten die Eisenkugeln werfen, ist offen für Jedermann/-frau. Auch Ingolstädter und Neuburger*innen spielen zwischenzeitlich gerne an der Altmühl. „Wir wollen uns den Spaß durch Petanque-Vereins- und Verbandsregularien nicht verderben“, so der Tenor der Eichstätter. Wer unbedingt Liga oder auf Lizenzturnieren spielen möchte, kann sich nebenbei Vereinen in der Nachbarschaft, wie beispielsweise dem PC Neuburg, anschließen.

Hier ein Bericht des Donaukurier/Eichstätter Kurier

Zwei Petanqueclubs zählt die Partnerstadt Montbrison, beide sind dem Secteur de la Plaine des Comite departementale 42 Loire mit Sitz in Saint Etienne angeschlossen.

*Nein, bevor uns weitere Leser*innen korrigieren, es ist kein Schreibfehler, der Verfasser hat sich nur ein Wortspiel aus jumelage und jeu (de boules) erlaubt.


 

coverAbb. Buchcover Mord auf dem Bouleplatz, www.tredition.de

Mord auf dem Bouleplatz, Kriminalroman von Gisela Arndt bei www.tredition.de, im Selbstverlag erschienen. Das Buch gibt es als Hard- und Softcover sowie als preisgünstiges E-book.

Ein brutaler Mord erschüttert die kleine Bouleszene im beschaulichen, fiktiven Bad Fischbach im realen Kreis Traunstein. Oberbouler Herbert Moser wird mit eingeschlagenem Schädel von seinen Boulefreund*innen entdeckt. In der Geschichte wimmeln zwar reichlich Bouleenthusiasten, beim Boulespiel selbst erwischt man sie aber fast nie, dafür auf unfreiwilliger Verbrecherjagd. Ob nun der Kommissar seine hübsche Assistentin, die immer so sympathisch errötet, am Ende kriegt, wird nicht verraten. Auch nicht warum und mit welcher Waffe der Unhold mordet, nur soviel, in Zukunft aufpassen, Vereinsbouler.

Unsere Freunde vom PCI haben den Roman entdeckt.


 

DPV-Formationen bestritten in den vergangenen zwei Jahren bei allen ausgetragenen Welt- und Europameisterschaften insgesamt 121 Spiele. Wir haben alle Paarungen einfach aneinander gereiht, ohne Zuordnung zu einer speziellen Veranstaltung und ganz ohne Namen. 67 Begenungen davon wurden gewonnen, deren 54 verloren.

In 9 Begegnungen hieß der Gegner Polen, das ist die Rekordpaarung. Dabei behielten unsere östlichen Nachbarn, wer hätte es gedacht, 5 x die Oberhand. Gegen unseren großen westlichen Nachbarn jenseits des Rheins durften DPV-Equipen 7 x ran, Siege gelangen dabei traditionell nicht. Auch Monaco ist mit 7 Aufeinandertreffen einer jener Dauerangstgegner, hier gewann DEU aber immerhin einmal.

Es gibt aber auch absolute Lieblingskontrahenten. Gary Linnekers Spruch, dass beim Fußball am Schluß immer die Deutschen gewinnen, trifft auch beim aktuellen Petanquevergleich DEU - ENG 100%ig zu, 5 Spiele, 5 Siege. Gegen den nördlichen Nachbarn Dänemark sprangen in 6 Matches 4 Siege raus und in 8 Matches gegen die anerkannte Petanquemacht Belgien halten sich deutsche Bouler*innen mit 4:4 unerwartet wacker. Gegen den Petanquewinzling Finnland gab es 2x nichts zu erben, dafür lieferte die Türkei in 4 Begegnungen brav die Punkte ab.

Die beliebtesten deutschen Sieg-Ergebnisse lauten übrigens 13:1, 13:6 und 13:7 (je 8x) und die klassische Schlappe schreibt sich 10:13 (8x), Seltenheitswert haben 12:13 und 13:12 (nur je 1x). 4 Fannys konnten deutsche Formationen verteilen und 2 kassieren.

Viel Spaß beim Stöbern, wer einen Fehler in der Ergebnisliste findet darf ihn behalten, gibt aber Bescheid.

Einen "Guten Rutsch" ins Neue Jahr 2020 wünscht der PCN.


 

boules bites barCome in and boule, neue Boulebar in Tilburg. Foto: tilburg.com

 

Die ursprünglich schwedische Idee der Boulebar, Trinken, Essen, Boulen mit Familie oder Freunden, ist längst auch in Holland angekommen.

Unter dem Namen Jeu de boules bar gibt es in Utrecht ein Lokal dieser Art. das bouleaffinen Feierbiestern bei „Stokebrood med Vockingworst“ Erfüllung ihrer Kugelleidenschaft verspricht. Anders als in Schweden fehlt der Animateur, das Boulevolk bleibt unter sich. Geplant sind von der Gastronomiefirma BHG weitere Jeu de boules bars in größeren Städten, wie Eindhoven, Arnheim und Nijmegen, sodaß sich auch für deutsche Bouler ein Abstecher ins Nachbarland lohnen kann.

Auch Mooie Boules huldigt mit dem Slogan „Eten, boulen en borrelen met vrienden van vrienden“ diesem Konzept in Amsterdam, Rotterdam und Delft. Zeitgeistiges, hippes Ambiente verhilft auch hier dem behäbigen „Altmännerzeitvertreib“ zu neuer Blüte im Kreis von Partygängern und Feiervolk.

Nun lädt in Tilburg ein weiteres Etablissement diesmal unter dem Namen Boules Bites Bar mit elf Bahnen zum geselligen und „unterfüttertem“ Boulen nach Feierabend oder zwischendrin. Die Idee ist gleich, nur Anbieter und Name lauten anders. "Boules hatte lange Zeit das Image eines alten, verstaubten Spiels, aber wir steckten es in eine hippe Jacke", sagt Unternehmer Emile van Westing. Brotzeitbrettln, Finger- und Streetfood halten die Bouler*innen in französisch angehauchter Umgebung bei Kräften, Getränke aller Art bis hin zum 20-Liter-Fass bei Laune. Pro Boulebahn zahlt das spielfreudige Publikum 21,- € die Stunde, komplette Arrangements für bis zu 24 Personen sind möglich.

Für Rotterdam, Den Bosch und Breda avisieren die Betreiber für die nächsten Monate die Eröffnung weiterer Boules Bites Bars. Insgesamt plant die Betreiberholding mit Sitz in Utrecht 15 Filialen in den Niederlanden, teilweise von Franchisepartnern geführt.

Quellen: NJBB, Jeu de Boules Bar, Mooie Boules, Boules Bites Bar, DPG Media B.V., tilburg.com

In Deutschland hat die Systemgastronomie das Konzept scheinbar noch nicht entdeckt, wohl gibt es aber Gaststätten wie beispielsweise das Bistrot Hardy Kugel, das in Köln mit zwei Bahnen und gepflegter Küche der Idee nahekommt.


 

Schneebouler 630

Diese treffende und mehrdeutige Karikatur, passend zu Weihnachten, stammt aus der Ausgabe 10/98-1/99 des "ultimativen kugelmagazins" au fer. Die Zeichnung ist mit CS oder GS signiert, Jürgen Albers, der für das ehemalige "theoretische forum der boulistischen internationale" verantwortlich zeichnete, konnte uns den Namen des Künstlers nicht nennen, hat uns aber freundlicherweise den Abdruck gestattet. Vielleicht kann uns ein Leser mit dem Namen des Karikaturisten aushelfen.

23.12.2019 • Schnell reagiert: Einer unser Leser, gleichzeitig bekannter und profunder Kenner der deutschen Comicszene, hat das Rätsel um den Urheber der Karikatur schnell gelöst. Es handelt sich um "einen sehr frühen“ Gerhard Seyfried. Der mit dem Wilhelm-Busch-Preis ausgezeichnete deutsche Zeichner und Romanautor machte sich auch international einen Namen als „grafischer Chronist der links-alternativen Szene“.


 

Tolle Leistungen beim großen Schießen in Rumilly zugunsten der Wohltätigkeits-Organisation ILONA. Siehe auch nachstehender Bericht.

Die Aufgabe 10 Tireure / 1000 Schuß / 60 Minuten. Jeremy Pardoen (BEL) und Lucas Desport (FRA) glänzen mit sensationellen 97 Treffern bei 100 Schuß. Das Damenteam verbessert die Bestleistung 5/500/30 von 311 auf 347. Der Rekord der Herren aus dem Jahr 2016 kann jedoch nicht geknackt werden. Insgesamt erreichen alle Akteure 2751 Treffer, was eine genauso hohe Spendensumme für ILONA ergibt. 

Videos von der Veranstaltung: Nachwuchsteam und Damenteam

Hier alle Ergebnisse

Quelle: boulistenaute.com


 

 

Finnish skittles mika peiponen v2

Kyykkä, die handfestere Urform des finnischen Spieleprodukts Mölkky. Foto: Mika Peiponen, Wikimedia.

 

Kyykkä ist ein von Finnen und Kareliern seit Generationen gespielter Geschicklichkeitssport mit Holzstöcken und -klötzen, auch finnisches oder karelisches Kegeln genannt. Die Nordmänner betreiben das Spiel sogar in einer eigenen Liga. Seit den 90er Jahren wird dieses Traditionsspiel von einer Firma im südfinnischen Lahti, die sich natürlichen Produkten verschrieben hat, unter dem Phantasienamen Mølky, für den ausländischen Markt Mölkky genannt, kommerziell genutzt. Allerdings in einer ziemlich entschärften und leichter zu handhabenden Form.

Das nordische Holzsteckerlwerf-Produkt wurde und wird vom Markt gut aufgenommen und hat den Weg nach Rest-Europa und die Welt gefunden. Eine gewisse Verwandtschaft zum Petanque drängt sich auf, sodass ein innovativer Bouler von den Naturboulefreunden Ruit e.V. auf die Idee kam, für das Training die beiden Geschicklichkeitsspiele Boule und Mölkky zu kombinieren.

Statt mit dem im Mölkky üblichen Wurfholz, schmeißen die Ostfilderner nun zu Übungszwecken mit Boulekugeln auf die, wie es sich für sparsame Schwaben gehört, selbstgefertigten, hochkant gestellten und durchnummerierten 12 Holz-Zielstöckchen. Ziel der Übung, 50 Punkte zu erreichen, oder eine Zahl ganz nach Gusto. Eine gute Trainings-Idee, dieses Spiele-Hybrid des findigen Schwaben aus Ruit.


 

Bildschirmfoto 2019 12 08 um 12.25.24"Trainings-Video" auf Boule-Praxis.de

 

Seit Frühsommer des Jahres ist ein vom DPV "freundlich empfohlenes" Trainingshandbuch der Autoren Norbert Koch und Michael Weise im schmalen Sektor der Bouleliteratur auf dem Markt.

Die von verschiedenen DPV-Funktionären seitdem immer wieder eifrig beworbene Loseblattsammlung mit dem etwas irreführenden Namen „Boule-Praxis“ ist eine Aneinanderreihung meist bekannter Petanque-Trainingsübungen und -spiele von banal bis kompliziert, ergänzt durch ein Übungsmerkheft. Zur Ehrenrettung der Autoren sei erwähnt, dass sie selbst im Begleittext schreiben, "das Rad nicht neu erfunden zu haben". Dem kann nicht wiedersprochen werden. Der Preis ist mit 89.- € plus 7,00 € Versand stattlich, auch wenn immer wieder, wie jetzt zur Vorweihnachtszeit, mit Nachlässen geworben wird.

Wer außer den Autoren Koch und Weise noch an der Entstehung beteiligt war, ist nicht auszumachen, weil sich das Werk, mangels ISBN-Nummer und wegen komplett fehlender einschlägiger Angaben im Impressum, nicht ausweisen kann. Ein "Kaspar Hauser" des Buchmarkts, wenn man so will.

Zusammen mit dem gedruckten „Praxisleitfaden“ bezahlt und erwirbt der Käufer auch das exklusive zugangsgesicherte Anrecht auf "Alle Ideen" im bewegten Bild auf einem eigenen "Videokanal":

"ALLE Übungen zeigen wir in Videos. In einem geschützten Bereich sind diese für Euch als Besitzer der Praxishilfe verfügbar"

Ein halbes Jahr nach Erscheinungsbeginn stehen für die 78 im Druckwerk beschriebenen Übungsanleitungen (Ideen) 20 Videos zur Ansicht bereit.

Eine Videomaske unter dem Reiter "Die Praxis" mit der irritierenden Unterschrift "Hier schon bald die Videos", zeigt ein Filmchen mit der oben abgebildete Zellophaniermaschine bei der Arbeit. In einem weiteren Video auf der Homepage bewirbt der DPV-Vizepräsident C. Roderig das Bouelpraxis-Projekt.

Dieser Artikel wurde nachträglich geändert und ergänzt. Siehe auch den folgenden neueren Beitrag des Verfasser Roland Netter "Gegendarstellung in eigener Sache".

Nachtrag: (21.12.2019) Zwischenzeitlich haben die Verkäufer der Übungsanleitungs-Sammlung die o.g. Behauptung: "Alle Übungen zeigen wir in Videos" auf ihrer Homepage gelöscht und schreiben nun "Viele Übungen....". Im Header der Vertriebshomepage wird jedoch immer noch behauptet "Videokanal mit allen Ideen... für Besitzer der Praxismappe". (Zum besseren Verständnis, die Anbieter bezeichnen Ihre Trainingsanleitungen als Ideen). Bis zum jetzigen Zeitpunkt, ca. 6 Monate nach Verkaufsstart, werden jedoch nur 20 Videos bereit gestellt. Das Druckwerk wird weiterhin vom DPV freundlich empfohlen.


 

Bourg Saint Andréol Les Joueurs de boulesPaul Signac, Bourg Saint Andeol, Les joueurs de boule, 1926, Foto: artnet

 

Der 1863 geborene französische Maler und Grafiker Paul Signac, war neben Georges Seurat einer der bedeutensten Vertreter des Pointillismus.

Ob sich der Künstler selbst auch als Pointeur beim Boulespiel betätigte, ist nicht leider überliefert, wohl aber zeigen einige Ölbilder und Skizzen einen starken Bezug zum französischsten aller Spiele.

Der gebürtige Pariser war bereits zu Lebzeiten eine Berühmtheit und ab 1915 gar Offizieller Marinemaler der Französischen Marine im Offiziersrang. Den Militärs war es offensichtlich egal, daß sich Signac in seinen frühen Jahren zum Anarchismus hingezogen fühlte und mit Bilderspenden die Idee eines Lebens ohne Hierarchien unterstützte.

Der Autodidakt, der auch zunächst dem Impressionismus mit seiner Spontaneität nahestand schwenkte immer mehr um zu einer, einem offiziellen Marinemaler angemesseneren, strengen und durchkomponierten Malweise. Signac starb im August 1935.

Die in Signacs späterer Zeit entstandene Aquarell-Skizze zeigt Boulespieler in Bourg Saint Andeol. Die kleine Stadt am Unterlauf der Rhone, ist im französischen Boulekalender mit dem gleichnamigen International auch noch in jüngster Zeit präsent.

Mickael Bonetto, Jeremy Fernandez und David Rivera gewinnen am 29. September 2019 gegen Valentin Beulama, Dylan Cano und Jaques Dubois mit 13:1. Hier eine Videoaufzeichnung des Endspiels.


 

Marterl cambodioise 6345365862563708928 nEin Marterl (Bildstock) von ganz besonderer Ästhetik und Sinnhaftigkeit hat der Kambodschanische Petanqueverband, wohl zur geflissentlichen Erbauung, auf dem Gelände der Petanque-WM aufgestellt. Foto petanque england.


 

U23 2019Die finnischen Sensations-U23-Europameister Antti Pasanen (21), Teo Ektröm (17) Elmo Yli-Vainio (19) und Niklas Palmquist (20) bei ihrer Ankunft in Helsinki.

 

„Es ist das Schöne am Sport, dass er immer wieder für Wunder gut ist. Eines dieser Mirakel ist uns bei der EM der Espoirs in Saint Pierre les Elbeuf widerfahren.“

So schrieb uns Eva Fredriksson-Haramo, die PR-Beauftragte des finnischen Verbandes SPL auf unsere Frage, wie denn der sensationelle Sieg der finnischen Espoirs bei der EM in Saint Pierre les Elbeuf zu erklären sei.

Fünf Wochen ist es nun bereits wieder her, dass die U23-EM im französischen Saint Pierre les Elbeuf mit dem sensationellen Sieg des krassesten aller Aussenseiterteams endete. Mit etwas Verspätung haben uns nun die Antworten auf unsere Anfrage an den finnischen Verband erreicht. Hier das Interview.


 

KoupreyOffizielles Plakat für die Petanque-WM in Kambodscha. Abb. FIPJP.

 

Die kambodschanischen Sportbehörden haben mit dem südostasiatischen Wildrind Kouprey eine „sehr wahrscheinlich ausgestorbene Art“ zum Maskottchen der Petanque-Weltmeisterschaften erkoren.

Berichten zufolge, wurden im Jahr 1982 letztmals drei Exemplare der scheuen Rinder an der thailändisch-kambodschanischen Grenze gesichtet, der damalige Versuch sie einzufangen scheiterte wegen der verminten Umgebung. Ein gemeinsames Bemühen, das Aussterben des Tieres zu verhindern, wurde durch Kriege und die politische Situation in Südostasien zunichte gemacht. Der Kouprey gehört damit zu den vielen Arten, die, weil sie fast unbemerkt lebten, auch fast unbemerkt starben.

Dass dem wohl durch Menschenhand ausgerotteten Tier die "Ehre" zuteil wird, als verniedlichtes Maskottchen für eine Petanque-Sportveranstaltung zu fungieren, wirkt zumindest diskussionswürdig und degradiert die arme Kreatur nachträglich auch noch zum Nutzvieh.

In der Sprache der Einheimischen hat der Name Kouprey oder Kouproh die Bedeutung Graues Rind. Ein Fehlgriff ist damit auch die dunkelbraune Farbgebung des Symbol-Tieres für die Frauen- und Jugend-WM. Dunkelbraun waren nur die erwachsenen Bullen, Kühe und Jungtiere trugen ein graues Fellkleid.

PS: Animalinfo.org schreibt: „Der Hauptgrund für den Niedergang des Koupreys war die unkontrollierte Jagd durch die Einheimischen und das Militär, insbesondere während der drei Jahrzehnte dauernden Kriege und Aufstände in Indochina.“ Die Kolonialmacht Frankreich hat also nicht nur das Spiel Petanque nach Indochina gebracht, sondern war, wie es scheint, auch Mitverursacher für das Aussterbens des nunmehrigen Petanque-Werbeträgers Kouprey.


 

Der DPV veröffentlicht den Spielplan des DPV-Länderpokal 2019 vom 9. bis 10. November im niederländischen Heerlen.

Bayerns Equipe trifft in der ersten Runde am Samstag auf das Team LV Nord. Titelverteidiger Nordrhein-Westfalen hat Freilos. Der geplante Gegner, der LV Berlin fehlt, über die Gründe der Abwesenheit schweigt sich der DPV aus.

Das chronische Leiden des Petanquesports, der Nachwuchsmangel, dürfte die Berliner niedergestreckt haben. Ein Blick in die DPV-Statistik 2019 lässt dies erahnen. Der LV Ost, obwohl ähnlich schlimm gebeutelt wie die Hauptstädter, schleppt sich trotzdem nach Holland und spielt das strapaziöse Spiel mit.

serveimageVielleicht handelt nun der DPV ähnlich flugs, wie bei seiner "sportlichen" Entscheidung zur Bundesliga-Aufstiegsfrage und ringt sich zu einer neuen Interpretation des Absatzes 2 Mannschaften 2.1 der Richtlinie Deutscher Länderpokal durch. Im Sinne des Sports, zu Gunsten Berlins. Eine Art Notopfer Berlin, die Älteren kennen das.

Veterans für Jugend, "Präsis" anstatt Espoirs, wäre die Lösung. Dann könnten auch die Berliner wieder mitmachen. Es sollte eigentlich niemand beim großen DPV-Jahresabschluss-Fest fehlen müssen, das wäre doch Schade.

Nachtrag: Heute, Sonntag abend, macht uns ein Leser darauf aufmerksam, daß die Berliner angeblich ein Junior- und Espoir-Team hätten stellen können und andere Gründe für das Fehlen der Hauptstädter beim LP verantwortlich seien. Welche nun genau, wird leider nirgendwo vermittelt. Schlimm genug, dass dem Häuflein junger spielbereiter Bouler, von Berlins LV, aus welchen Gründen auch immer, die Tour vermasselt wurde. An der insgesamt prekären Lage im Jugendbereich ändert sich nichts. Weder beim LV Berlin noch im gesamten deutschen Petanquewesen. 

Nachtrag zum Nachtrag: Berlins Espoirs Sebastian Junique und David Berndt haben den personalschwachen LV Nord unterstützt und als bestes U23-Team des LV abgeschnitten. Ende gut, alles gut?


 

beaujolais spaBeaujolais. Gut für die Haut, viel Säure, wenig Tannin. Foto: thespinoff.co.nz

 

Die deutsche Petanqueturnierserie Grand Prix d’Allemagne ist für dieses Jahr fast absolviert, ein Turnier fehlt noch.

Zwischen dem vorletzten Turnier, den Groß-Gerauer Bouletagen am 29. September und der letzten noch ausstehenden Veranstaltung, dem Beaujolais Cup beim Club Bouliste de Berlin am Samstag, 23. November klafft jedoch eine ungewöhnliche siebenwöchige Lücke.

Der späte Termin ist dem Namensgeber des Sportereignisses geschuldet, dem Beaujolais Primeur oder Nouveau, einem extrem jungen Rotwein aus dem burgundischen Beaujolais, der als einziger französischer Wein bereits im Jahr seiner Herstellung verkauft werden darf. Dem Wein wird mit allerlei Kunstkniffen bei der Gärung auf die Sprünge geholfen, um ihn rasch trinkfertig zu bekommen. Allein dieser Umstand verleiht dem Getränk seine Prominenz und sein Renommee. Die Traubensorte Gamay selbst, aus der der Wein gekeltert wird, ist in Burgund für gehobene Rotweine nicht zugelassen.

Seit 1985 gilt die Regelung, dass der Wein am dritten Donnerstag im November erstmals in die Gläser darf. In der Hochzeit der Beaujolais-Hysterie vor ca. 50 Jahren rasten sich englische Dandys in ihren Sportwagen oder Privatflugzeugen mit dem Jungwein im Gepäck auf ihrem Weg aus dem Beaujolais nach England durchaus schon mal zu Tode. Im Bestreben, als erste im Kreis der Clique mit dem Jungwein anstossen zu können, termingerecht. Im Berliner Bouleclub rast man sich vernünftiger Weise nicht zu Tode, sondern verschiebt den ersten Ausschank um zwei Tage.

Namensgeber für das Weinbaugebiet und den Wein Beaujolais ist das ehemalige Herrscherhaus Beaujeu, das die Region zirka 400 Jahre beherrschte. Womit nun auch endlich erklärt ist, wie man den Beaujolais mit dem Boulespiel in Verbindung bringen kann. Schönes Spiel.

Die aktuelle Rangliste des GdA führt der Herxheimer Benjamin Lehmann an, vor den drei Düsseldorfern Faci, Lonken und Niermann.


 

1519726618.8389 finale im petanque winter cup in freistadtReinzvolle Boulearena im österreichischen Freistadt. Foto www.tips.at

 

Schade, daß in unseren Breiten noch weniger Leute Boule schauen, als spielen.

Der Petanque Sport Verein Freistadt, im oberösterreichischen Mühlviertel beheimatet, spielt in einem regelrechten kleinen Hallenstadion mit umlaufenden Zuschauertribünen, die sechs Reihen hoch aufragen. Fast wie für ein interessiertes Boulesportpublikum gemacht. Die Halle, einem Amphitheater nicht unähnlich, diente ursprünglich als Vorführ- und Versteigerungshalle für Nutzvieh und steht nun dem Petanqueverein als Sportstätte zur Verfügung. Schade nur, daß es die Mühlviertler Bouler versäumen, mit einer frei zugängliche Homepage an die Öffentlichkeit zu gehen. Es wäre vielleicht eine Möglichkeit die Zuschauerränge zu füllen und ein Publikum für den Petanquesport zu begeistern.

Ein Veranstaltungskalender für die österreichischen Turniere in 2020 ist noch nicht veröffentlicht, aber im kommenden Februar und März dürfte wieder der, auf 24 Teams limitierte, Hallencup für Doublettes stattfinden. Siehe Homepage des österreichischen Verbands.


 

IMG 0190..... aber nicht jeder Schwarzweiße muß auch gleich Schiedsrichter sein. Foto: PCN.


 

Fürth Team 1Foto BPV

Rechtzeitig zum Auftritt beim Länderpokal im November in Heerlen hat der BPV seinen Landeskader neu eingekleidet, zumindest obenrum.

Mit Hoodie und Poloshirt, im italienischen azurblau, vom FFPJP-Ausstatter und -Sponsor Uhlsport. Könnten nun glatt als Italiener durchgehen, unsere bairischen Kadermitglieder, wenn noch an den Beinkleidern und Sneakern gefeilt würde.

Ob unser bairisches Himmelblau (RAL5015) bei der Neugestaltung wenigstens zur Debatte stand, ist nicht bekannt. Die neuen Klamotten gibt es im freien Verkauf. Für 44,99 €, steht es jetzt jedem Bouler frei, sich als "BPV-Landeskader" zu fühlen.


 

marevnaL’Homme aux boules de Pétanque á Juan-les-Pins, Antibes. Öl auf Leinwand, Marie Marevna, 1937.

 

In Frankreich heißt sie kurz Marie Marevna. Zu sperrig war wohl der korrekte Name der 1892 geborenen russischen Malerin, Marija Bronislawowna Worobjowa-Stebelskaja.

Maxim Gorki gab ihr einst den Spitznamen Marevna, nach einer russischen Märchenfee, der ihr zeitlebens blieb und mit dem sie ihre Bilder signierte. Auch das 1937 entstandene Ölbild L’Homme aux boules de Pétanque á Juan-les-Pins, Antibes.

Braque, Chagall, Cocteau, Ehrenburg, Modigliani oder Picasso waren Zeitgenossen der Marevna, die 1915 begann, in dem von ihr als Dimensionalismus bezeichneten Stil, Kubismus und Pointilismus zu verbinden. Die Marevna teilte das Schicksal vieler talentierter Frauen, der in einer Männerumwelt die Anerkennung versagt blieb. Sie starb 1984.

Juan-les-Pins, einst nobles Seebad an der Côte d’Azur, gehört zur Gemeinde Antibes und zog die Reichen und Schönen und die Künstler in der großen Zeit der Marevna an. Heute beherbergt Juan les Pins die angeblich größte Hotelruine der Welt, das 1927 erbaute, ehemalige Grand-Hotel Provençal, in dem auch die Malerin verkehrte. Auf 12 Petanque-Terrains in Juan-les-Pins wird hingegen nach wie vor Boule gespielt.


 

8de143e9754d0e3d0667c03b9d5c2a41ee87d773„Le chef“, der Ex-Spielmacher des SV Werder Bremen, Johan Micoud, glänzt auch im Petanque mit starker Technik. Zusammen mit anderen französischen Sportgrößen, wie 800-Meter-Weltmeister Pierre-Ambroise Bosse oder Radsportler Cyrille Guimard, bereichert er das Beiprogramm der Trophée L’Equipe. Im Team "Steps" zusammen mit Mickael Bonetto und Fußball-Kollege Olivier Rouyer verpasst er aber den Einzug ins Halbfinale des "Promi"-Turniers. Foto Yoann Brandt / L'Equipe


 

IMG 0370 kleinZukünftige Pflichtausstattung für den bairischen Bouler?

 

Gerüchten zufolge sehen Petanque-Insider gute Chancen für eine zukünftige Alkohol-und Nikotinpflicht bei Bouleveranstaltungen in Bayern. Wie dem PCN zugesteckt wurde, seien angebliche Feldversuche beim dritten Spieltag der Südbayernligen in Kaufbeuren positiv verlaufen.

Der Nachweis einer Leistungssteigerung durch Alkoholgenuß lasse sich nun auch an Spielergebnissen und Tabellenständen ablesen, heißt es aus berufenem Munde. Wie man hört, wollen sich die weißblauen Oberbouler nicht länger nachsagen lassen, daß in ihrem Regelwerk mit keinem Wort auf Alkohol und Nikotin eingegangen wird. Einem Insider zufolge, sind glasklare Vorschriften über Alkohol-Mindestwerte und Konsumdauer in Vorbereitung. Schiedsrichtern beispielsweise, solle jede Möglichkeit gegeben werden, um mit harter Hand gegen Abstinenzler vorgehen zu können. „Wir dürfen nicht zulassen, daß durch verantwortungslose Alkoholverweigerer unser schöner Sport Schaden leidet und Ergebnisse verfälscht oder gar auf den Kopf gestellt werden“, so der Informant, der anonym bleiben will.

Auch zum Thema Jugendliche und Alkoholschutz soll das neue Regelwerk sehr deutlich werden: "Alc over kids" lautet die neue Devise. „Jugendliche haben auf dem Bouleplatz nichts zu suchen, Gottseidank sei das Thema dank jahrzehntelange Kärrnerarbeit fast schon obsolet“. „Potente Sponsoren, für die zukünftigen alkoholischen Pflichtgetränke seien bereits gefunden“, so der "Whistleblower," man wird deshalb von einer Erhöhung der Verbandsbeiträge absehen können.

Das Gerücht, daß insgeheim mit Boule ohne Kugeln und nur mit alkoholischen Getränken experimentiert würde, mochte unser Informant nicht bestätigen.


 

Warum das DPV-Veterans-Team bei der EM nur dreimal gegen Dänemark antreten durfte, erschließt sich dem interessierten Boulefreund nicht.

Wann lenken die Veranstalter endlich ein und ermöglichen mit einem neuen Turniermodus die sehnsüchtig erwartete Endlosschleife? DEU - DAN, DAN - DEU, DEU - DAN, DAN - DEU, DEU - DAN, DAN - DEU, DEU - DAN, DAN - DEU - DAN, DAN - DEU, DEU - DAN, DA ……………...........................


 

Casa empatica IMG 0315Sternbild des Orion spiegelbildlich. Boulekugeln als Kunstobjekt im Pavillon Uruquays auf der Biennale in Venedig. Foto PCN.

 

Der von Yamandú Canosa gestaltete Pavillon Uruquays auf der 58. Biennale in Venedig ist als „inclusive and empathic total landscape“ angelegt und steht unter dem Motto La casa empática.

Die vier, nach den Himmelsrichtungen ausgerichteten Wände des Hauptraumes beschreiben mit ihren installierten Bildern, Wandmalereien und Objekten eine Gesamtlandschaft, die Begriffe wie Territorium, Grenzen, Vermischung, Zugehörigkeit, Instabilität und Unterschiedlichkeit thematisieren. Den Himmel dieser Welt, bildet ein Deckengemälde mit der Darstellung des Sternzeichens Orion, das sein Spiegelbild am Boden wiederfindet, geformt mit nagelneuen Boulekugeln.

Daß der Künstler unseren Sport damit als den Himmel auf Erden beschreibt, ist wohl eine gewagte Interpretation, macht aber den Pavillon des kleinen südamerikanischen Landes für Bouler auch zu La casa simpática.


 

Circle coverAbb. Bucheinband, Verlag Kiepenheuer & Witsch.

 

Nein es geht nicht um unseren häufig verschmähten starren Abwurfkreis.

Der us-amerikanische Autor Dave Eggers beschreibt in seinem Roman Der Circle vielmehr das Leben in der schönen neuen Welt des transparenten Internets. Eggers erzählt in seiner Geschichte um die jobsuchende Mae Holland die, auch von zahlreichen Boulern gerne und ausgiebig genutzte, Facebook-Twitter-Instagramm-whatsapp-Welt zu Ende. Erschreckend! Huxleys „Schöne neue Welt“ reloaded, meint die Frankfurter Allgemeine und Schriftstellerin Juli Zeh fordert: Jeder muss das Buch lesen.

Der Circle, Roman von Dave Eggers, übersetzt von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Taschenbuchausgabe, ISBN 978-3-462-04854-4, Preis 10,99 €.

Achtung „Socialmedia“-User, das Buch kommt ohne hashtags und Bilder aus, beschreibt auf fast 560 Seiten auch komplexe Sachverhalte und ist in zusammenhängenden Kapiteln und logischen Sätzen verfasst.


 

Saufen für petanqueJannik Schaake beschreibt in einem lesenswerten Bericht auf PA seine Erfahrung als Schluckspecht bei den Deutschen Meisterschaften im Einzel und Tir de precision. Unterhaltsam und beängstigend, denn Gleiches praktizieren wahrscheinlich hierzulande und anderswo zigtausend boulende Trinker jede Woche bei offiziellen Wettbewerben landauf landab. Hängen es nur nicht an die große Glocke.

Bis Anfang 2018 stand Trinkalkohol auf der WADA- und NADA-Liste der verbotenen Substanzen im Sport. 0,0 Promille war die Obergrenze im Wettkampf. Getrunken wurde trotzdem, weil unsere Verbände auch vormals schon beim Regelwerk und den Kontrollen versagten, bzw die Verantwortung weiterreichten.

Alkohol wurde, wie jeder Trinker weiß, von der Liste gestrichen, allerdings mit der Maßgabe, daß die Verbände eine Akoholkonsum-Regelung im Sinne des Sports finden müssen. Der europäische Verband C.E.P. hat reagiert und schreibt beispielsweise das Verbot von Alkohol während der Spiele um den EuroCup in der bespielten Halle vor und eine Höchstpromillegrenze bei den Teilnehmern/innen. Auch eine Kontrollregelung existiert. Wie bei uns im Straßenverkehr bedeuten 0,5 Promille die Europapetanque-Obergrenze. Wer mehr hat, bekommt die rote Karte. Der DPV und seine Mitgliedsverbände sind dieser Verpflichtung zum eindeutigen und umfassenden Reglement bislang nicht nachgekommen. Die Wischiwaschi-Regel 4 in der DPV-Richlinie zur Durchführung von Deutschen Meisterschaften vom 7. Mai 2018 gibt dem DPV und seinen Schiedsrichtern jedenfalls jegliche Handhabe um nichts zu tun. Ein bedüdelter Jannik Schaake hat es vorgeführt.

So sehr Alkohol auf offiziellen Petanquesportfesten in aller Munde ist, in den einschlägigen Vorschriften unserer Dachverbände ist er ziemlich verpönt. Umgekehrt sollte es sein. Will man es sich nicht mit der trinkenden Mehrheit verscherzen? Alle Verantwortlichen wissen, daß Alkohol glasklares Doping in unserem Sport ist, deshalb muß dringend etwas getan werden. Zumindest auf unseren offiziellen Veranstaltungen, wo es um Punkte, Tabellen, Ehre, Meisteritel und den einen oder anderen materiellen Vorteil geht, muß Petanque alkoholfrei und im Übrigen auch absolut regeltreu werden, dann können wir und der DPV anfangen, wirklich von Sport zu sprechen. In anderen Sportarten funktioniert es auch. Vielleicht beginnen dann verantwortungsbewusste Eltern ihre Kinder auch mal zum Petanque zu schicken.

Unser alter deutscher Sinnspruch, Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps, sollte endlich Niederschlag in unseren Sportregularien finden und von mutigen Schiedsrichtern und Veranstaltern umgesetzt werden. Allez DPV und Allez Vereine.

Daß legere Boulespiel im kleinen Kreis zur Unterhaltung mit dem einen oder anderen Schlückchen darf und muß trotzdem weiter möglich sein, das ist nicht Sport, das ist Kultur. Zum Wohl.

Unsere Leser mögen uns verzeihen, daß wir eine bereits 2017 veröffentliche Zeichnung ein zweites Mal "aufwärmen", aber sie passt recht gut.


 

Ein traditionsreiches sogenanntes Spaßturnier in der Region, mit Barfußspielern, Schlappen, Bier und Zigaretten, dafür lizenzfrei, aber doch mit reichlich lizenzierter Prominenz,  und „richtigem“ Schiedsrichter. Grad schee is...

KO-Runde-B-Turnier, Spielstand 12:9, Die 13 liegt für A. Die Spieler von A und B bewegen sich nach vorn um das Kugelbild zu begutachten und die 13 zu bestätigen. Noch bevor Einvernehmen erzielt werden kann, ballert ein Spieler von der Nachbarbahn querab eine weitere Kugel ins Kugelbild. Schweinchen und Kugeln fliegen durcheinander. Die Mannschaften sind konsterniert, statt Spiel aus, Spiel durcheinander.

Auf Vorhaltungen gibt der "Boulefreund" in reiferem Alter von der Nebenbahn zu, mit voller Absicht, aber nur aus Spaß geworfen zu haben. Er konnte einfach nicht anders, so der Spaßvogel und was soll die Aufregung, er habe sich doch entschuldigt. Mannschaft B schaltet schnell und meint, 13 wäre ja sowieso nicht gelegen und dringt auf Neuaufnahme. Team A macht gute Mine zum bösen Spiel, will nicht Spaßverderber sein, schluckt die Kröte, bringt aber nun nichts mehr auf die Reihe und verliert noch mit 12:13. Nun hat auch Team B seinen Spaß, zieht feixend von dannen und steigt auf in die nächste Runde.

Da behaupe noch einer, Boule wäre ein langweiliger Sport.


 

boulometreLe Boulomètre, votre arbitre de poche. Das Boulometer, dein Taschenschiedsrichter heißt eine App für IOS und Android, die Maßband und Tirette ersetzen will.

Der User nimmt eine Foto von der Kugelsituation auf, das Programm betägtigt den Auslöser automatisch dann, wenn sich Handy oder Tablet in der Waage befinden. Auf dem entstandenen Photo darf der User nun Schweindl und zu messende Kugeln mit Ringen markieren, bestätigen, fertig, das Programm zeigt die Reihenfolge der Kugeln durch Zahlen an, die Eins blinkt. Wir haben es mit bis zu 4 zu messenden Kugeln ausprobiert. Funktioniert gut

Die Schwachstelle ist die Einstellprozedur für den Messvorgang. Es ist ziemlich friemelig auf dem Smartphone die Markierungskreise exakt um Schweindl und Kugeln zu platzieren. Auf dem Tablet mit seinem größeren Bildschirm ist die Handhabung etwas einfacher, das hundertprozentige Zentrieren der Markierungskreise klappt häufig aber nicht. Meist schnappt der Kreis haarscharf daneben ein, dann ist auch das Messergebnis haarscharf daneben.

Bei zwei, drei Millimetern Abstandsdifferenz zwischen den Kugeln zum Schweinchen kommt die App somit ins Schleudern. Bei fünf bis zehn Millimetern Unterschied entscheidet das Programm noch richtig, auch wenn der User nicht supergenau markiert und eingestellt hat.

Ein rüstiger Rentner erledigt in der Zeit, die man fürs Appmessen benötigt, das Prozedere auch analog. Vor allem wenn es ganz genau gehen muß sind Maßband/Gliedermaß und die Tirette nicht zu ersetzen. Die althergebrachten Apparate erfüllen das Messen schneller und präziser als die App. Liegen die zu messenden Kugeln zudem weiter als 50 cm vom Stöpsel entfernt wird es schwierig für das Programm ein Gesamtbild zu erfassen.


 

Berlin ist derzeit Schauplatz eines riesigen Fests des Sports. 10 deutsche Meisterschaften in olympischen Sportdisziplinen machen als „The Finals“ die Hauptstadt für ein paar Tage zum nationalen Klein-Olympia, begleitet von einem gigantischen Medienrummel.

Parallel dazu, veranstaltet der Landesportbund Berlin vom 3. bis 4. August die 10. Ausgabe des Familiensportfest im Olympiapark Berlin. Das größte Sport- und Spielfest der Stadt überhaupt erwartet an die 70-80.000 Besucher, hauptsächlich Jugendliche und Kinder. Auf dem riesigen Gelände des Olympiaparks wird in über 100 Mitmach-Aktionen Spiel, Sport, Gesundheit und Kultur zum Kennenlernen und Ausprobieren kostenlos angeboten. Ein toller Tag voller Sport, Spiel und Spaß an der Bewegung für die ganze Familie.

Hier alle Aktionen auf einen Blick. Neben olympischem Sport zeigen sich vor allem nichtolympische Randsportarten, die sonst nicht im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen. Crossminton, Quidditch, Kendo oder Klettern nutzen das Fest um sich zu präsentieren.

Petanque ist bei diesem Familiensportfest nicht dabei und kann damit eine Riesenchance, von großer Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, nicht nutzen. Das ist schade, leidet doch unser Sport nicht nur an fehlender Aufmerksamkeit und Akzeptanz in Öffentlichkeit und Medien, sondern krankt ganz besonders an einem eklatanten Mangel an Jugendlichkeit.

Eine Anfrage nach den Gründen der Abwesenheit unseres Sports wurde vom LPVB nicht beantwortet.


 

ImageproblemSaufen Rauchen Kind klein


 

Pétanque terrain Bond Court Leeds Mtaylor848 wcPetanquespieler und Zuschauer in Bronze samt verwaister Boulebahn in der gepflegten Umgebung des Bond Courts in Leeds, England. Foto: Mtaylor848, wikimedia commons.


 

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  • Luca-App fehleranfällig • Die auch von DPV gehypte Luca-Kontaktverfolgungs-App ist offensichtlich fehleranfällig und hat ziemliche Sicherheitslücken. Ein Bericht der taz spricht vom Luca-Nepp.

     
  • Der BPV sucht Veranstalter für Bayerische Meisterschaften und Ranglistenturniere. Ein Turnier-Kalender 2021 mit den geplanten Terminen liegt den Clubs und auf der Verbands-Homepage vor. Corona bedingte Änderungen und Verschiebungen sind möglich. Die von den Mitgliedern heuer beschlossene finanzielle „Coronanothilfe“ für bayerische Turnier-Veranstalter soll es nur für BM- und Ligaausrichter geben.

     
  • Zeitlich verschoben • Die genderoffenen DPV-DMs 1:1 und TdP werden verschoben • Ursprünglich für 22./23. Mai geplant, soll die auf 64 Teilnehmer*Innen geschrumpfte Meisterschaft 1:1 und die DM Tireur (mit prinzipiell niedrigerer Teilnehmer*Innenzahl), zu einem späteren Termin im Jahr stattfinden. Für die weiteren geplanten DPV-Championnate gilt nun ein „Verschiebevorlauf“ von 6. Wochen. Ein offizieller LV-Verteilerschlüssel für die reduzierten diesjährigen DM-Felder ist nicht bekannt. Quelle DPV

     
  • Reger Zulauf • Der von Petanque-Suedbayern.de geplante und organisierte Südbayerncup 2021 füllt sich allmählich. Stand 7.4. haben sich bereits 10 Teams eingeschrieben. Anmeldeschluß ist der 11. April. https://www.petanque-suedbayern.de/

     
  • Heute schon geschossen? Wie es Champions im Wettkampf machen zeigt uns das unterhaltliche Video „Beaux gestes 2019“. In einem weiteren Videofilm, „Analyse gestuelle des Champions de pétanque“ mit vielen Szenen in Zeitlupe, analysieren Experten von boulistenaute.com Wurftechnik und Eigenheiten diverser Cracks wie Tyson Molinas, Philippe Suchaud, Kevin Philipson, Damien Hureau und Konsorten. Auch ohne französische Sprachkenntnisse sehr informativ.

     
  • Lust auf schiedsrichtern? Warum nicht einfach den Lockdown nutzen um sich auf eine Petanque-Schiedsrichterprüfung vorzubereiten? Der DPV stelllt seinen frisch aufgebügelten Fragenkatalog auf Grundlage des geänderten FIPJP-Reglements vom 1. Januar 2021 ins Netz. Auch Frauen sind angesprochen, auch wenn das Werk nicht gendergerecht formuliert ist. Hier klicken

     
  • BPV Ligakonzept 2021 • Michael Eckl, komm. Referent für Sport im BPV hat ein Pandemie angepasstes Konzept für den BPV Ligaspielbetrieb 2021 erstellt und an die Verbandsmitglieder versandt. Die Zusammenfasssung beinhaltet die Themen Allgemeines, Hygiene, Spielmodi und konkrete Spielmodi. Teilnahme-Meldeschluss: 30. April 2021.

     
  • Monopol geknackt • Ab sofort dürfen ALLE im BPV organisierten Vereine/Spielgemeinschaften den Turnierkalender auf der BPV-Homepage zur Ankündigung und Berichterstattung ALLER Veranstaltungen nutzen. Auf Antrag des BC Würzburg hat die letzte Mitgliederversammlung mit satter Mehrheit das Monopol des BPV geknackt. Bisher stand der Turnierkalender nur RLTen und BPV-Veranstaltungen offen.

     
  • Der Regio-Cup • lizenz- und verbandsfreier Mannschaftswettbewerb mit Angehörigen aus Spielgemeinschaften und Vereinen der bayerischen Region 10 soll auch heuer wieder stattfinden. Teilnehmer: PC Ingolstadt, BF Lenting, Raspaille Eichstätt und PC Neuburg. Spieltermine richten sich nach den Corona-Gegebenheiten. Die Siegermannschaft qualifiziert sich für die Endrunde des Sübbayerncup

     
  • Polizei löst Bouleparty auf • Sage und schreibe 40 betrunkene Geburtstags-Feier-Bouler schickte die Polizei in Montepellier nach Hause, nachdem sie beim gemeinsamen Spiel erwischt wurden. Bis auf eine Person ohne Maske und den Clubpräsidenten, der die Fete organisiert hatte, kamen die leichtfertigen Freizeitsportler ungeschoren davon. Quelle laprovence.com

     
  • Vizeweltmeister an COVID-19 gestorben • Wie newsmada.com berichtet, ist der Präsident des madegassischen Bouleverbandes FSBM, Dolys Randriamarohaja, am 2.April dem Coronavirus erlegen. Randriamarohaja, Vizeweltmeister von 2010, hatte die Féderation de Sport Boules Malagasy 2019 gegründet, nachdem der alte madegassische Verband FMP unter Razafindrainony wegen Korruption von der FIPJP zerschlagen wurde.

     
  • Setzt Maßstäbe • In einer ausführlichen Interviewreihe stellt der BPV seine neuen kommissarischen Vorstandsmitglieder vor. „Setzt Maßstäbe“, lobt Wolfgang Hofmann, Ligabeauftragter für Südbayern die neue Berichterstattungsoffensive der weissblauen Bouler. Hier gehts zu den Interviews mit Michael Eckl, Michael Gallenberger, Claudia Rall und Gottfried Schaaf. Da kann man selbst nachmessen.

     
  • Gültig bis 18. April • Wer darf boulen? Für unseren Freizeitsport gelten aktuell die Bestimmungen der Zwölften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (12. BayIfSMV) vom 5. März 2021 (BayMBl. Nr. 171, BayRS 2126-1-16-G), die durch §§ 1 und 2 der Verordnung vom 25. März 2021 (BayMBl. Nr. 224) geändert worden ist. Die Gesamtvorschrift gilt bis 18. April 2021.

     
  • Colastand in der Wüste • In einem Interview auf der Homepage des DPV stellt sich Michael Gallenberger, der neue, kommissarisch eingesetzte Breitensportreferent des BPV vor. Gallenberger ist Leiter der Boule-Abteilung beim SV Germering und spielt seit 2017 Boule.

     
  • Aufgestockt • Mit Paul Möslein vom BC Mechenhard vervollständigt der DPV seinen Seniorenkader. Der DPV-Männerbereich umfasst nun wie der Frauenkader 8 Mitglieder. Paul Möslein, Silbermedaillengewinner bei der 3:3 U23 EM 2019, ist neben Vincent Probst der zweite Seniorennationalspieler aus dem bayerischen Landesverband. Quelle DPV

     
  • MdP 2021 • Alte Bekannte • Dylan Rocher ist der Mannschaftskapitän der ersten Equipe, die Veranstalter Quarterback für die geplante Ausgabe des Masters de Petanque in diesem Jahr bekannt gibt. Seine Mitstreiter sind mit Philippe Quintais, Stéphane Robineau und Philippe Suchaud allesamt alte Bekannte. Rocher und Robineau, Spitzenspieler von EuroCup-Sieger Frejus IP müssen damit auch dieses Jahr auf die Hilfe ihres regulären Spielpartners Henri Lacroix verzichten. Ob „Le Roi“ wie bereits 2019 generell die MdP-Teilnahme sausen lässt, bleibt abzuwarten. Quelle Quarterback

     
  • Unkomplizierte Bayern • In sparsamen Worten teilt unser Verband auf seiner Homepage mit, dass sich ein Michael Eckl (Ecko) zu einer Videokonferenz des Vorstands gesellte und kommissarisch ab sofort den Posten des Sportreferenten im BPV übernommen hat. Alle weiteren Informationen zum Vorgang und zur Person darf sich der interessierte Leser aus den Fingern saugen. Quelle BPV

     
  • So schnell können Behörden sein • Die von Bund und Ländern am 3. März beschlossenen Lockerungen hat Klaus Holetscheks Ministerium für Gesundheit und Pflege bereits am 5. März in die Zwölfte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (12. BayIfSMV) eingepflegt. Das Gesetzeswerk tritt am 8. März in Kraft und mit Ablauf des 28. März 2021 außer Kraft. Für uns Bouler bringt es die erhofften, allerdings Inzidenz abhängigen Erleichterungen.