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TANGUY PENIN, INFLUENCEUR DE LA PETANQUE. LBAI120425A

Tanguy Penin, Foto www.midilibre.fr

Tanguy Penin, ein 21jähriger Pétanque-Tireur aus dem Aveyron, sorgt in den französischen Medien mit seinen millimetergenauen Würfen für Aufregung.

"Man muss an die 50.000 Kugeln im Jahr schießen, damit das Gehirn den Bewegungsablauf assimiliert", erklärt der Kugelvirtuose auf tf1. Mit 21 Jahren hat Tanguy seine Leidenschaft zum Beruf gemacht, er gilt als der erste Freestyle-Pétanque-Influencer in Frankreich.

Er nimmt an Veranstaltungen teil und wird zu internationalen Wettbewerben eingeladen. Sein Hauptziel ist es, das angestaubte Image seiner Disziplin aufzupolieren. Er möchte neue Anhänger für Petanque gewinnen. Quelle tf1.fr

Hier geht es zu verschiedenen Videos auf Youtube mit dem Kunstschützen.


Käslaibe als Sportgerät? Abb: Gemälde Öl auf Leinwand von Rémy Cogghe aus dem Jahr 1911, musée d'art et d'industrie de Roubaix (Nord), Wikimedia commons.

 

Es sieht fast so aus als rollten Käslaibe über die Bahn, wenn das Bourle-Spielgerät taumelnd aufs Ziel zuschlingert. La Bourle ist ein traditionelles Boule-Spiel aus Nordfrankreich, das bis Anfang des 20. Jahrhunderts sehr beliebt war und auch heute noch, vor allem in der Gegend um Lille, gespielt wird.

 

Käslaibe als Sportgerät? Abb: Gemälde Öl auf Leinwand von Rémy Cogghe aus dem Jahr 1911, musée d'art et d'industrie de Roubaix (Nord), Wikimedia commons.

 

Es sieht fast so aus als rollten Käslaibe über die Bahn, wenn das Bourle-Spielgerät taumelnd aufs Ziel zuschlingert. La Bourle ist ein traditionelles Boule-Spiel aus Nordfrankreich, das bis Anfang des 20. Jahrhunderts sehr beliebt war und auch heute noch, vor allem in der Gegend um Lille, gespielt wird.

Die in der Längsachse konkav gewölbte Bourle-Spielbahn erlaubt dem Spielgerät den charakteristischen Schlingerkurs. Die Form der Bahn erinnert an Boule de fort aus dem Val de Loire. Auch das Spielgerät, le bourle, ist wie bei Boule de fort oder beim britischen Bowls einem Käselaib nicht unähnlich, mehr Scheibe als Kugel. Die Bourles haben von Stadt zu Stadt unterschiedliche Dimensionen, in der Gemeinde Tourcoing beispielsweise hat das Wurfgerät weniger als 20 cm im Durchmesser und kommt auf max. 2 Kilo Gewicht.

Tourcoing ist deshalb so besonders, weil die hier gespielte Variante als immaterielles französisches Kulturerbe gilt. In ca. 30 „Bourloires“ wird in Frankreich noch aktiv gespielt, wovon dreizehn unter Denkmalschutz stehen. Im benachbarten Belgien, sind es etwas weniger. Auch eine flämische Variante wird noch ausgeübt.

Die Spielfläche misst 20 bis 28 Meter in der Länge und ist 3 bis 3,5 Meter breit. Ältere Bahnen sind aus einer Mischung aus Lehm, Kuhmist, Roggenmehl, Salz und Bier geformt und enden jeweils in einer Grube, cul (Arsch) genannt. Kugeln die hier landen, sind dann auch genau dort. 50 cm von jedem Ende wird ein Kupferstab oder eine Scheibe, die étaque mit einem Durchmesser von 3 cm als Ziel in den Boden eingelassen. Das Spielgerät, die "Bourle" selbst, ist aus Guajak- oder Quebrachoholz, 20 bis 30 cm im Durchmesser und 10 bis 15 cm breit, mit einem Gewicht von weniger als 2 bis 8 kg. Die Tourcoinger Scheiben sind ausnahmsweise aus Nussbaumholz gedrechselt. Modernes Material wie Canévasit (Kunstharz) ist mittlerweile ebenfalls üblich. Die Kugeln sind asymmetrisch geformt, mit einer „starken“ und einer „schwachen“ Seite.

Gespielt wird in Paaren oder Teams von 3 oder 6 Spielern, wobei jedes Team über 6 Bourles verfügt. Jedem Team steht ein „commandant“ vor, der versucht, seine Bourles am Ziel zu platzieren, während seine Teamkollegen ihre Scheiben so werfen/rollen, dass sie Hindernisse für das gegnerische Team bilden.

Zahlreiche Videos auf Youtube vermitteln einen guten Eindruck von diesem urigen Vetter unseres Boulespiels.


Eier 1

 Boulekugeln fürs Osterfest oder Sinnbild stählerner Männlichkeit? Foto haistpichet1789 

Beim Anblick dieser eiförmigen Wurfgeräte dürfte selbst der Fachmann ins Grübeln geraten. Die kolportierte Geschichte hinter den ungewöhnlichen Wurfgeschossen, angeboten auf einer bekannten Internet-Versteigerungsplattform, liest sich so: In den 50er und 60er Jahren wurde am Oster- und Pfingstmontag häufig innerhalb der Familie oder mit den besten Freunden eine Partie Pétanque gespielt. Um die Vorteile der besseren Spieler auszugleichen, mussten jene als Handicap mit diesen in sehr geringer Stückzahl produzierten Spezialkugeln spielen. Die Gravuren KITAP und D540 stellen angeblich den Herstellernamen und die Seriennummer dar. Nette Geschichte, aber ebenso wie der bei der Auktion aufgerufene Preis von 1.100 € knapp neben der Realität.

 

Ovale Kugeln von JP

Noch eine Erfindung von Jean Blanc (JB) den "inventeur" der stählernen runden Boulekugeln. Foto catawiki

 

Glaubhafter ist, was diese zweite Abbildung mit ganz ähnlichen Stahlellipsoiden erzählt. Gut erkennbar sind die eiförmigen Gegenstände als Produkte des Boule-Kugelherstellers JP (Jean Blanc aus St. Bonnet le Chateau). Der Text auf der originalen Kartonverpackung klärt auf. "L'OVALE kitap" un jeu NOUVEAU d'adresse et de plein air ORIGINAL passionnant".

Aha! Der Versuch, "ein spannendes neues Geschicklichkeitsspiel und originellen Outdoor-Spaß" nach einem "Patent Volpini" am Markt zu platzieren, darf aber wohl als gescheitert betrachtet werden. Trotz der raffinierten, Aufmerksamkeit heischigen Fragestellung auf der Verkaufspappe. Der Begriff kitap soll sich aus qui tap = hier antippen, ableiten. Die für dieses gebrauchte Set geforderten 40 € bewegen sich im Gegensatz zu der oben genannten Summe aber im Rahmen der Preise für gebrauchte "Eisenwaren".


 


Maskenmann Doppelbild

Boule Vader? Nein, fortschrittliche, pandemiegerechte Bouletechnik aus der bayerischen Provinz. Abb. links: Boulespieler im Tête-à-tête. Abb. rechts: Boulespieler in einer Dreierformation. Fotos: M.B.

 

Sportfreund Matheis B. aus Stürming am A. verfolgt, wie er uns schrieb, aufmerksam die Debatte, ob Petanque nun Kontakt-, Individual-, Einzel- und/oder Mannschaftssport oder garnichts davon sei.

 

B. der sich selbst als individual thinktank bezeichnet, teilt die DPV-These von Petanque als Individualsport in allen Formationen, rät aber als Ergänzung dringend zu seiner speziellen Ausrüstung INDIVIPET2021 für Doublette- oder Triplettespieler*Innen. Sein Equipment sei zwar nicht billig aber hundertprozentig pandemiegerecht und definitionssicher. Alle Öffnungen im Kopf werden hermetisch abgeschlossen, Keime, Erreger und sonstige Einflüsse haben keine Chance.

Darüber hinaus, und damit wird es für den deutschen Boulesport interessant, können alle Sinneswahrnehmungen garantiert vollständig ausgeschaltet werden. Clou der Ausrüstung ist das intelligente Brillenglas, das sogar selbständig die gespielte Formation erkennt und sich bei Bedarf automatisch bis zu 100% verdunkelt. Damit wird das Gefühl höchster Individualität in jeder Spielsituation und -umgebung also auch im Triplette gewährleistet. Matheis B. scherzhaft: „Mit dieser Ausrüstung fühlst du dich absolut allein auf der Welt, da hast du keine Verwandtschaft mehr“.

Wie uns der Stürminger weiter verriet, will er seine Entwicklung dem DPV zur Verwertunng im Franchiseverfahren anbieten und sieht reelle Chancen für einen Erfolg durch die, wie er sagt, flexible Weltsicht der Verantwortlichen. Auf Nachfrage gestand M. allerdings ein, dass entsprechende Gespräche mit dem französischen Verband FFPJP gescheitert seien, weil man in Frankreich bis hinauf ins Ministerium für Sport die irrige Ansicht vertritt, dass die Petanqueformationen Doublette und Triplette sport collectif also Mannschaftssport wären. Daran würde auch seine Ausrüstung nichts ändern.

Deswegen sei er froh, dass man sich in deutschen Petanquekreisen bei nebensächlichen Definitionsfragen eine gewisse Freiheit bewahrt habe.

 


 


EK Petanque 1 1280x640Erinnert an Kirchweih und Volksfest, fehlt nur noch das Kettenkarusell. Die Simulation der geplanten Boule-EM auf der Parade von den Bosch. Foto NJBB.

 

 

Der niederländische Bouleverband hat nun von der CEP den Zuschlag für die Austragung der 5er-Sammel-EM 2022 bekommen. In ‚s-Hertogenbosch „op de Parade“ sollen dabei nicht nur die Meister*innen in den Einzeln und Doppeln ermittelt, sondern auch viele vereinsamte Holländer*innen aus ihrer Einsamkeit und Isolation gelockt werden. Siehe Bericht des NJBB

siehe PCN Beitrag


 


Leitplanken crash....aber zum Glück nur Blechschaden. Zum Beitrag des BPV  "Leitplanken des DOSB".

Nachtrag: Der BPV hat den ursprünglichen, unsinnigen Beitrag umbenannt und inhaltlich verändert, sodaß der Link nun ins Leere führt. Wir lassen die Karikatur trotzdem stehen, vielleicht findet sich ein neuer Sinn.


 

 


800px El Chico IngolstadtAbholservice • Das El Chico in Ingolstadt versorgt Liebhaber der mexikanischen Küche ab sofort wieder mit Tex-Mex-Köstlichkeiten. Foto: chrisi1964, wikimedia commons

 

Die Ingolstädter Boulefreunde Tine und Armin haben ihr mexikanisches Spezialitätenrestaurant „El Chico“ in der Frühlingstrasse 32 in Ingolstadt mit einem Abholservice wieder geöffnet.

5 Tage die Woche, von Donnerstag bis Montag stehen die "Schanzer Chicos" bis auf Weiteres wieder in der Küche und zaubern leckere mexikanische Köstlichkeiten zum Mitnehmen. Den Abholservice gibt es passend fürs Abendessen in der Zeit von 17:00 bis 20:30 Uhr.

Hier ein Blick in die Menükarte. Zum Nachspülen empfehlen die Wirtsleute Desperados mexicano „to go“, als mildes Mittel ;-) gegen Corona. Tine und Armin bitten, Tasche oder Korb für den Transport mitzubringen. Guten Appetit.


PPPF3 Filter prestige

Tres confortable • Der multifunktionale Mund- und Nasenschutz PPPF3 - prestige action double, hier mit Zigarettenmundstück und hochflexiblem Bierflaschenadapter. Foto PCN

 

Trinken, Rauchen, Boulen, dieser Dreiklang, der für viele Kugelsportler*innen die Faszination des Boulesports ausmacht, ist sowohl durch die aktuelle Gesundheitslage als auch durch eine eventuell zu erwartende permanente Maskenpflicht in höchster Gefahr.

Der PCN hat deshalb ein System zum Gebrauchsmusterschutz angemeldet, das einerseits zuverlässig vor Ansteckung schützten soll aber auch dem weitverbreiteten Bedürfnis nach Alkohol- und Tabakgenuß während des Spielvergnügens Rechnung trägt.

Herzstück des "click ease" Systems PPPF3* ist ein spielendleicht zu handhabender, formschöner Universaladapter, der den problemlosen Anschluss verschiedener Trink- oder Rauchgerätschaften gestattet. Die elektronische zungen- und sensorgesteuerte Weiche "ACTION DOUBLE • grand prestige" (oben im Bild) trägt beispielsweise beiden Vorlieben Rechnung und gestattet gleichermaßen Trink- und Rauchgenuß sur place ohne die sportliche Bewegungsfreiheit einzuschränken.

Mit unterschiedlichen Adaptoren werden sowohl Wein- als auch Spirituosen- und Bierliebhaber zufrieden gestellt. Das System erlaubt Verbindungsschläuche von 1/4- bis 3/4-Zoll Stärke, sodass auch höhere bis sehr hohe Flüssigkeitsdurchsätze möglich sind. Zigarrenventile auf Nachfrage.

*3-fach Funktion: petanken, picheln, paffen


Dehnübung klein

 Die Petanque-Bundesliga soll auf vielfachen Wunsch ausgeweitet werden. Zeichnung PCN

 

Der DPV lässt die von seinem Sportausschuss gefertigten Ausarbeitungen über die Ausdehnung der Petanque-Bundesliga aushäusig diskutieren.

Ein Forum, eingerichtet auf der privaten Homepage eines DPV-Funktionärs, erlaubt dem gemeinen Boulefußvolk, sich zum Vorhaben zu äußern. Obwohl das Projekt angeblich von weiten Boulekreisen im Lande gestützt wird, lässt die Beteiligung dieser Kreise an der Diskussion bislang zu wünschen übrig.


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Den Kreativen ist auch in rauhen Zeiten guter Rat nie teuer, rauhes Wurfgerät für rauhe Umgebung, Foto: JuHe

 

Der coronabedingte Isolationsdruck zwingt manche(n)  Boulerfreund*in in schweres abgeschiedenes Gelände und damit auch bei der Wahl des Sportgerätes zu kreativer Anpassung.

IMG 20200413 103551Als ausgesprochen geländetauglich haben sich granitene „Katzenköpfe“ für unwirtliches Terrain erwiesen.

Die Wurfquader rollen und verspringen kaum, erfordern jedoch im „terrain libre“ und theoretisch bis zu 20 Metern Wurfweite, ein hohes Maß an körperlicher Fitness. Streng genommen, müsste auch die Spielbahn in „Cuboidrome“ umbenannt werden.

Nachteilig, die kantig groben Kloben strapazieren zarte Boulesporthände. Auch verlieren die Granitoiden schleichend an Gewicht, denn Volltreffer „au pierre“ erzeugen viel gesteinsmehligen Abrieb.

Ganz besonders traurig, das Schweindl, die arme Sau, überlebt einen harten direkten Treffer selten unbeschadet.


....und was Kluges schon zweimal nicht.  Zeichnung: Bärbel


 

 

Boulefreund Jeff Brown hat sich für sein solitäres Petanque-Schiesstraining daheim ein ziemlich aufwändiges automatisches Kugelrücklauf-System ausgedacht.

Beim Betrachten des Videos offenbart sich allerdings auch ein großes Manko der Konstruktion. Das amerikanische Technikwunderwerk Boule-O-Matic 3000 funktioniert nur dann einwandfrei, wenn Tireur Jeff nicht einwandfrei funktioniert und Luftlöcher schiesst.


In Bayern gehört der Aprilscherz seit Jahrhunderten zum Brauchtum. Ganze Generationen von bairischen Lehrlingen wurden beispielsweise mit dem legendären „Siemens Lufthaken“ erfolgreich in den April geschickt.

Der PCN-Beitrag „Le petit chien“ ist selbstverständlich der reine Unfug. Das Teil an der abgebildeten Boulehand ist ein wiederaufladbares Rücklicht fürs Fahrrad, dem immer dann der Saft ausgeht, wenn es dunkel wird. Im übrigen hält man das Gerät nicht länger als 5 Minuten am Finger aus, dann schnürt der enge Gummizug die Blutzufuhr komplett ab.

Beim zweiten Aprilscherz „Zeichen der Zeit erkannt“ ist hingegen nicht alles falsch. Die kursiv/fett und in Anführungszeichen gesetzten Passagen sind keine Erfindungen, sondern Originalzitate des DPV-Vizepräsidenten aus unterschiedlichen Veröffentlichungen. Auch die stetige „Vergreisung“ unseres Sports ist natürlich, wie wir feststellen können, keine Erfindung. Komplett daneben und reine Fiktion ist allerdings die Aussage in der Überschrift, dass der DPV „die Zeichen der Zeit erkannt hat“. Damit outen sich natürlich auch die „Denkschrift“ und der „angedachte“, Kommunikationsfahrplan“ am Ende des Beitrags als reine Aprilscherze.

Wir sind sicher, man wird uns verzeihen, haben doch DPV-Funktionäre im Allgemeinen und der DPV-Vizepräsident Kommunikation im Speziellen, dem PCN gegenüber stets einen überdurchschnittlich ausgeprägten Sinn für Humor bewiesen.

Korrigiert werden muß eine Aussage des DPV-Vizepräsidenten Kommunikation allerdings schon. Tontäfelchen sind ein noch weitaus älteres Kommunikationsmedium als Papier.


 


Der erst seit wenigen Wochen aktive Kommunikationsausschuss des DPV hat in Anbetracht des sich rapide verändernden Altersdurchschnitts im Boulewesen eine Denkschrift verabschiedet, in der DPV-Vizepräsident Kommunikation Christoph Roderig eine grundlegende Reformation der DPV-Öffentlichkeitsarbeit anmahnt.

Aufgerüttelt durch die alarmierende neue Mitgliederstatistik der CEP, ist den Verantwortlichen im Deutschen Pétanque Verband völlig klar, dass sich Petanque immer schneller zum Sport der Generation 65+ entwickelt. Allein die Petanquenation Frankreich hatte innerhalb eines Jahres einen Verlust von ca. 3000 Spieler*innen unter 23 zu verkraften, bei einem gleichzeitigen Zuwachs von Männern im fortgeschrittenen Rentenalter in ähnlicher Höhe.

Petanque, so Roderig „wird immer mehr von älteren Mitgliedern der Jahrgänge bis 1955 und früher praktiziert, also Menschen, denen sich das Internet als permanente Informationsquelle nicht erschließt“. Uns vom Kommunikationsausschuss, so der Vizepräsident, ist längst klar, dass der DPV mit seiner aufwändigen und neugestalteten Homepage komplett ins Leere stösst. Jungendliche die mit dem Internet aufgewachsen sind, laufen uns davon und gehen als Zielgruppe verloren. Bouleaffine, aber mehrheitlich greise Senior*innen kapieren das Internet hingegen nicht. Diese Leute erreichen wir, hier ist der Vizepräsident Kommunikation absolut überzeugt, wenn überhaupt, nur noch über das Telefon und mit Anzeigenblättern.

Im Übrigen, so Roderig in seiner Denkschrift „ist das Internet doch nur gut für reine Unterhaltung, irrelevante Informationen, die Buchung von Hotelzimmern, Flügen, Zugfahrten, für Online-Banking oder die Suche nach Telefonnummern“. Der Vizepräsident stellt klar: „Jede seriöse Information funktioniert nur über das älteste Kommunikationsmedium der Welt und das ist Papier“.

Damit ist mittel- und langfristig die Kommunikations-Stossrichtung des DPV klar, „Internet war gestern - nur die gedruckte Information hat Wert!“. Beim nun erforderlichen technischen Umbau will der Verband auch Schritt für Schritt die Qualität seiner Informationen durch Outsourcing anheben, denn, da sind wir uns alle einig, so Roderig, „Marke Eigenbau“ senkt schleichend den Qualitätsanspruch“. Höhere Qualität können wir beim DPV naturgemäß nicht liefern, „wir machen schliesslich alles nur ehrenamtlich und in unserer Freizeit“.

Der angedachte neue Kommunikationsfahrplan des DPV sieht u.a. vor:

  1. Gründung eines Verlags für das neue Anzeigenblatt Boule 66 plus / zielgruppenkonforme Anzeigenakquise (Doppelherz, Prostagutt, Lifta etc.).
  2. Aufbau eines Call-Centers.
  3. Telefonnummernerfassung durch Vereine, als Gegenleistung Verlosung von Heil- und Hilfsmitteln für die Ältesten in den Clubs (Gehhilfen, Inkontinenzartikel etc.).
  4. Abbau und Kürzung der Beiträge auf der DPV-Homepage und für eine gewisse Übergangszeit bis zum Stopp der Homepage, nur noch Veröffentlichungen von Blindtext in 36-Punkt-Schrift.
  5. Parallel dazu, Start des Full-Call-Service, gegen Aufpreis und bei Bedarf evtl. mit redaktionellen Informationen.
  6. Launch des bundesweiten Anzeigenblattes Boule 66 plus, Verteilung evtl. durch gehfähige Senioren.
  7. Langfristig – der DPV hofft damit absolut zukunftssicher zu sein – Start des DPV-Exklusiv-Service KdK (Kraft durch Kommunikation), organisierte Busfahrten und bunte Verkaufsnachmittage bei Boule, Kaffee und Kuchen. Zum Verkauf stehen Artikel für den senioren Boulealltag (siehe oben). Live-Moderation durch den DPV-Vizepräsidenten „Alles ist Kommunikation“ Christph Roderig.

9783608961485.jpg.32715FLOW, Das Geheimnis des Glücks, Bucheinband, Verlag Klett-Cotta

 

Fast jede(r) Bouler*in hat ihn schon erlebt, diesen Zustand, in dem jeder Schuss sitzt, jede Kugel den vorgegebenen Weg nimmt und der Erfolg zur Selbstverständlichkeit wird.

Der gebürtige Ungar Mihály Csíkszentmihályi, emeritierter Professor für Psychologie an der Universität von Chicago, beschrieb 1975 das Flow-Erleben und prägte damit den uns heute geläufigen Begriff vom Flow. Csíkszentmihályi ist nicht der Erste, der sich mit diesem Schaffens- bzw. Tätigkeitsrausch oder auch Funktionslust in Ekstase befasste. Aber ihm kommt das Verdienst zu, die Bedeutung des Phänomens auch über das Spiel hinaus erkannt und beschrieben zu haben.

Csíkszentmihályi hat eine Reihe von Büchern zum Thema verfasst, hier eine aktuelle Liste des Verlags Klett-Cotta.

Ein Video mit einem Vortrag des Wissenschaftlers gibt es auf Youtube.


 


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Durch die Coronaepidemie ist das gesellige Boulewesen weltweit völlig zum Erliegen gekommen und damit auch der traditionell nebenbei gepflegte Alkoholkonsum.

Kommt es nun zum Alkoholstau, verdirbt das wertvolle Nass? Mitnichten. Die Frankfurter Allgemeine berichtet in einem Onlinebeitrag, dass nun gewaltige Mengen Alkohol aus den Vorräten der Getränkeindustrie dem Gesundheitswesen und damit der Allgemeinheit zugutekommen.

Beispielsweise, spendiert der braunschweigische Hersteller eines hochprozentigen Gebräus in grüner Vierkantflasche allein 50.000 Liter reines Ethanol an das Klinikum in Braunschweig zu Desinfektionszwecken. Die ortsansässige Feuerwehr soll den verantwortungsvollen Transportjob erledigen. Man bangt und hofft unwillkürlich mit.

Frankreichs namhaftester Pastishersteller springt beispielsweise mit 70.000 Litern höchstprozentigem Alkohol in die gallische Desinfektionsbresche und ein namhafter britischer Spirituosenhersteller spendiert angeblich gar eine Million Liter C2H6O für die weltweite Coronaprophylaxe. König Alkohol als wahrer Wohltäter.

Sogar die in Boulerkreisen gern geschmähten Alkoholfrei-Trinker tragen nun indirekt ihr Desinfektionsscherflein bei. Eine bekannte Bremer Brauerei verarbeitet das bei der Herstellung ihrer nullprozentigen Biersorten anfallende Ethanol gleich selbst zu Desinfektionsmitteln. Praktisch, meint der Boulefreund, da kann man eventuelle Restbestände nach der Epedemie gleich wieder in anregende Getränke konvertieren.


 


In Bayern wurde von der Staatsregierung als Reaktion auf die „nun nicht mehr nachvollziehbaren Übertragungswege des Coronavirus“ der Katastrophenfall ausgerufen.

Neben vielen öffentlichen und privaten Freizeiteinrichtungen sind auch Sport- und Spielplätze bis vorerst 19. April geschlossen. Ausgangssperren gehören in Bayern jedoch noch nicht zu den angeordneten Maßnahmen. Für die Stadt Neuburg gelten die Vorgaben der Staatsregierung, darüber hinausgehende Verhaltensmaßregeln sind von der Stadtverwaltung bisher nicht erlassen worden.

Der PC Neuburg, verfügt über keine eigenen Vereinseinrichtungen und geht dem Petanquesport auf öffentlichen Plätzen nach. Der Vereinsvorstand kann seinen Mitgliedern nicht verbieten, sich im öffentlichen Raum zu bewegen und dort Boule zu spielen, zumal dies nicht ausdrücklich untersagt ist.

Er kann jedoch all seinen Mitgliedern empfehlen, unabhängig von behördlichen Verordnungen, verantwortungsvoll zu handeln und Gemeinwohl vor Eigennutz zu stellen. Der Vorstand des PCN ist überzeugt, dass dies für alle Mitglieder des Vereins eine Selbstverständlichkeit sein wird.


 


Wer vom Boulespiel auch in Zeiten von „Corona“ nicht lassen kann, dem bietet sich mit dieser Petanque-Variante ein möglicherweise virenfreies Boulevergnügen. Das Video ist in den tropischen Gewässern um Mauritius entstanden. Bei den derzeitigen Reiseproblemen könnten als Alternativen heimische Gewässer wie Ostsee oder Mittellandkanal in Erwägung gezogen werden.


 


anti tiralEndlich könnte sich der hohe Anschaffungspreis für meine sündhaft teueren Boulekugeln aus der Kupfer-Zinnlegierung Bronze auszahlen.

Kupfer so erklärt mir das Online-Lexikon, sei nicht nur fungizid, bakterizid oder spermizid, nein es wirke auch noch antiviral. Wer hätte das gedacht. In Zeiten von „Corona“ ein unschätzbarer Vorteil, quasi die Ansteckungsprophylaxe schlechthin für den Bouler. Händewaschen adieu, ich desinfiziere mir spielend die Hände. Der sonst so lästige schwarze Abrieb meiner Klingelkugeln an den Händen als Ausdruck höchst verantwortlicher Vorsorge?

Es gibt nur ein Problem, die spröden Bronzedinger sind längst im Schiessbetrieb gescheitert und einfach zerbröselt. Antiviral, schon möglich, aber dazu müssten sie erst einmal „anti-tir-al“ sein.


 


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Bügelspiel, holländisch Beugelen. Alte Darstellung auf der Homepage des niederländischen Beugel Bonds.

 

Unter Bügeln versteht die Mehrzahl der Leser*innen wahrscheinlich das Glätten von Textilien mit erhitztem Metallgerät. Eine klassische Frauendomäne, vom "starken" Geschlecht meist als unmännliche Tätigkeit abgelehnt.

Für die Mitglieder des BBC Willich von 1979 e.V. ist Bügeln hingegen echter Männersport und ein heisses, begeistert praktiziertes Spiel. Ohne Bügeleisen allerdings, dafür mit Kugel und Schippe.

Wikipedia beschreibt das Bügelspiel als traditionellen Sport in Belgien, Holland und Niederdeutschland, erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt. Heute wird das Buegelspiel nur noch in den Niederlanden und am deutschen Niederrhein praktiziert. Neben Willich bügelt auch der Grefrather Bügelclub Dorenburg e.V. organisiert. Auf der BBC-Homepage vermittelt ein kurzes Video einen ersten Eindruck vom ziemlich entfernten Vetter unseres Petanquesports.

Ein deutscher Bügelverband existiert nicht, so gehen beide Clubs vom Niederrhein ihrer Leidenschaft unter dem Dach des Nederlandse Beugel Bond nach. Im lebhaften Ligabetrieb ist Grefrath (2de Klasse) derzeit das bessere deutsche Team, ganz oben können die deutschen Bügelcracks jedoch nicht mithalten. Die Holländer sind eben nicht nur zahlenmäßig überlegen und in der obersten Liga, der Ere-klasse, unter sich.

Die Bügel-Spielbahn: Gestampfter Lehm, mit Riesel bestreut, 5 x 10 Meter mit stabiler Bande, am vorderen Spielbahnende mit einer Rinne im Boden, aus der heraus das Spiel beginnt. Die Spielkugeln, 4-Kilo-Kawentsmänner mit 18 cm Durchmesser, wuchten die Spieler in 1-gegen-1- oder 2-gegen-2-Matches mit schippenähnlichen Holzgeräten, Schüppe genannt, durch einen, jetzt kommts, metallenen Bügel, der fest im Boden der Spielfläche installiert ist.

Eine Kugel von vorn durch den Bügel gespielt bringt beispielsweise ebenso 2 Punkte, wie den gegnerischen Holz- oder Aramithball in die Rinne zurück zu bugsieren. Wer 30 Punkte erreicht, steht als Sieger fest. Hier die Spielregeln samt Spielbahnskizze auf der Homepage der Gemeinde Grefrath.

Wer Geschmack am Bügeln gefunden hat, findet hier eine ganze Reihe holländischer Videos von heissen "Beugelwedstrijden".


 


Lattentat cover

L'Attentat, Plattencover "Made in GDR"

 

Die Punkbands „Wutanfall“ und die daraus entstehende "Halbgewalkte anarchistische Untergrundbewegung" H.A.U. sind Ikonen der Punkmusikszene der DDR. 1984 formiert sich H.A.U. neu und nennt sich fortan L’Attentat.

Aktiv als Sänger in allen Formationen ist Bernd Stracke aus Leipzig, der damit zum absoluten Urgestein der Anarcho-Punkszene der DDR zählt. Mitte der Achtziger gelingt Strackes L’Attentat mit „Made in GDR“ sogar eine Platten-Veröffentlichung im Westen und damit Bekanntheit in der BRD. Die Band, wie die gesamte Punkszene in der DDR, sind mit ihrem ihrem Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung der Staatsmacht ein schmerzhafter Dorn im Auge. Repression, Schikane und Haft sind das tägliche Brot der „Anarchos“.

Auch Stracke steht wegen der systemkritischen und aufrührerischen Texte seiner Band voll im Visier des MfS, wird zweimal eingesperrt und 1985 nach einem Jahr Haft in den Westen abgeschoben.

2014 feiert die Band mit Stracke eine bejubelte Live-Re-Union im UT Connewitz in Leipzig. (taz-Bericht). Im kommenden April gibt es eine bereits jetzt schon wieder ausgebuchte „Nachfeier“.

Auf Youtube findet sich eine ganze Reihe der Stücke von L’Attentat zum reinhören.

Im „richtigen“ Leben macht sich Bernd Stracke in Institutionen, Vereinen und Projekten stark, die sich für Bürgerrechte, Demokratie und gedeihliches Miteinander einsetzen. Damit bleibt er auch hier ziemlich nah an der Devise seiner Band: „Against Fascim and intolerance • for peace & anarchy“

Was das mit Boule zu tun hat? Bernd kann nach Meinung von Sabine Friedel, Sportwartin des Petanque-Landesverbandes Ost, auch ganz gut boulen und deshalb hat sie ihn ins 55+ Männer-Team der LV-Ost-Equipe für den LP 55+ in Rastatt gesteckt. In der Hoffnung, dass der Punker vom SV Horken-Kittlitz ordentlich punktet.


 


 

petanque club neuburg

 

Ein kleiner Zeichentrickfilm erklärt Petanque.

Informationen zu Petanque in Neuburg


Gemeinsames Spiel wird derzeit vom Verein nicht angeboten.

Individuelle Sportausübung ist gem. den gesetzl. Bestimmungen aber möglich.

Infos dazu auf der Homepage des LRA ND-SOB

Laut LRA ist kontaktfreier Sport ab 10.5. unter freiem Himmel unter Vorlage eines negativen Tests möglich!


 Voraussichtl. Termine 2021
Südbayernliga
BPV-Pokal
BM und bay. Turniere
DM / Nat. / Int.


Ich will Mitglied des PCN werden!

 


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