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Schräg, Boulen in der Halfpipe - Boule de Fort

foto_wikimedia_BelgavoxBoule-de-Fort-Spielbahn. Foto belgavox, wikimedia commons.

Das kleine Dorf Beaufort-en-Vallée im Loiretal war eine Hochburg dieses Sports und hatte beispielsweise nicht weniger als sechs Spielplätze in langen Gebäuden mit Schieferdächern und Wänden mit zahlreichen Fenstern. Von außen eher wie Werkstätten oder Scheunen, innen perfekt gepflegte an den seitlichen Rändern hochgezogene akribisch saubere Bahnen aus gestampftem Lehm oder Ton. Entstanden ist das Spiel Mitte des 17. Jahrhunderts im Anjou im unteren Loiretal und ist dort bis heute verwurzelt. https://fr.wikipedia.org/wiki/Boule_de_fort

Kugeln und Spiel sind dem englischen Bowls oder dem flämischen Bollenspel ähnlich. Die Spiele gehen bis 10 oder 12 Punkten. 2 gegen 2 oder 3 gegen 3 Kontrahenten treten an. 1 gegen 1 und 4 gegen 4 sind möglich. Die Besonderheit ist die asymmetrische Form der Spielkugel, mit einer bauchigeren schwereren Seite, der Seite „des forts“. Die spezielle Kugelform erzeugt neben dem konkaven Spielfeld den charakteristischen parabolischen Lauf der Boules. Am Ende kommt die Kugel auf ihre schwereren Seite zu liegen, wenn sie denn zu liegen kommt. Das Sportgerät wiegt ca. 1,5 kg und misst bis 13 cm im Durchmesser. Aus dem zähen und harten Holz des Sperberbaums, (Speierling) gefertigt und mit einem Eisenlaufring armiert ist das Sportgerät langlebig. Einen Speierlingbaum muß man übrigens lange suchen, in typischen Apfelweingegenden kann man ihn noch finden, ist doch die apfelähnliche herbebittere Speierlingfrucht Bestandteil des klassischen Apfelmosts. Weitere möglichen Hölzer sind Esche und Buchsbaum. Heute ist das Kugelinnenmaterial hauptsächlich aus Kunststoff. Die Preise liegen bei 130 Euro und mehr pro Kugel. Die Zielkugel misst zwischen 80 und 90 mm im Durchmesser. Einen Eindruck des eher gemächlichen Spiels vermittelt dieses Video. https://www.youtube.com/watch?v=QrzukKNDhmQ
  
Die Spielbahnen von bis 23 x 6 Meter sind heute glatt mit synthetischer Oberfläche und die Spieler tragen zu deren Schutz häufig Pantoffeln. Der Spieler putzt seinen Ball und poliert ihn bevor er ihn sanft an die Sau rollen lässt. Alles geschieht schweigend. Kommentiert wird mit leiser Stimme. Falls nötig, wird auch „geschossen“, aber es ist nur ein etwas nachdrücklicheres Rollen mit einem energischeren Klacken. Alles läuft in absoluter Ruhe ab. “Ce jeu, ça calme !” sagen die Spieler.

In den fortwährenden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Engländern und Franzosen ist wohl die Herkunft des Boule de Fort zu suchen. Irgendwann haben die Franzosen die englische Bowls adaptiert und abgewandelt. Der Ursprung der ersten Kugeln ist bekannt. Im 17. Jahrhundert gab es in der Loire-Region mehr als zweihundert Windmühlen, in deren Drehlager Kugeln aus „bois de cormier“ (Speierling) eingesetzt waren, die sich asymmetrisch abnutzten. Historiker sind der Meinung, daß die ersten Spiele in Gräben stattfanden und die konkave Form des Spielsfelds wohl daher kommt. Boule de Fort ist auch heute noch regional begrenzt und wird hauptsächlich in seiner Herkunftsgegend gespielt. http://www.museedelaboule.com/variantes.htm

 
 

„Un club de haute niveau“

serveimageEr nennt sich selber ganz unbescheiden „Un club de haute niveau“. Die Rede ist vom ABC Draguignan, dem Sieger der französischen Clubmeisterschaften „Coup de France“ 2017, der mit einem harterkämpften Sieg über Vitrolles die fünfjährige Vorherrschaft von Ronde Metz beendete. http://abcdraguignan.com/ Im Halbfinale mussten sich die Lothringer Seriensieger der geballten Spielstärke des Clubs aus Var beugen. Auch die europäische Clubkonkurrenz konnte sich bei den Qualifikationen zum diesjährigen EuroCup für Landesmeister schon mal einen Eindruck vom Leistungsniveau der Südfranzosen machen. http://www.cep-petanque.com/eurocup.html In der Qualigruppe B verloren sie kein einziges von 66 Spielen, schlossen mit 186:0 Matchpoints ab und erzielten eine Trefferquote von +662!*. Da kommt auf die Konkurrenz beim Großen EuroCup-Finale vom 1. bis 3. Dezember in Saarbrücken-Gersweiler schon was zu. 

Das „haute niveau“ hat gute Gründe. Sage und schreibe 36 Welt- und Europatitel und 44 nationale Titel repräsentieren die Topspieler von Draguignan, die da heißen Henri Lacroix, Jean Michel Puccinelli, Christine Saunier, Stephane Robineau, Ludovic Montoro, Michel Hatchadourian, Romain Fournie, Yolanda Matarranz und Dylan Rocher.

Dabei existiert der Club erst seit 2009, hat aber neben den klangvollen Spielernamen eine superbe Infrastruktur mit dem Hallen-Boulodrom Marcel Olivier und einer eigenen Petanqueschule für Frauen, Männer und Kinder. Über 2000 Mitglieder hat der Verein und gehört damit zu den 8 größten Clubs in La France. 350 Clubmitglieder haben eine Lizenz, 30 Wettbewerbe hat der Verein in seiner kurzen Geschichte bereits ausgerichtet, darunter 2 Weltmeisterschaften. 2016 wurden alle französischen Männertitel gewonnen und 2017 kommen wieder einige hinzu. Wie die Startruppe finanziert werden kann verraten auch die Sponsorenlogos mit denen sich die Website der Draguignanians schmückt. Hier tauchen u.a. die Lebensmittelgiganten Carrefour und Intermarche auf, MacDonalds oder der französische Superdienstleister Veolia. Die diversen französischen Gebietskörperschaften scheinen dabei noch die kleineren Zahl-Fische zu sein.

Was der Club 2017 noch erreichen will? Alle Clubtitel national und international gewinnen, das Ansehen des Clubs in den Medien erhöhen und „auf globaler Ebene glänzen“. Na wenn es weiter nichts ist. Verantwortlich für die hohen Ansprüche ist Le président Jean-Michel Raffalli http://www.boulistenaute.com/userinfo.php?uid=29674 

(* Der Modus beim EuroCup sieht pro Begegnung 2 Triplets, 6 TaTs und 3 Doublets vor, wobei pro Triplet 5, pro TaT 2 und pro Doublet 3 Siegpunkte zusammen max. 31 Punkte vergeben werden.) Das komplette Reglement EuroCup gibt es hier in Englisch und Französisch: http://www.cep-petanque.com/info.html

 
 

Warum schwänzt Frankreich stets die 55+ Europameisterschaft

Ein großer Teil der aktiven Petanquespieler in Europa und wahrscheinlich weltweit ist im fortgeschrittenen Alter. Unser europäischer Dachverband CEP trägt diesem Umstand Rechnung und veranstaltet seit 2012 ein Championnat für Veterans (55+). Was auffällt und unserer Meinung nach den Wert dieser Veranstaltung ungemein schmälert, ist die Abwesenheit Frankreichs. Das Mutterland des Petanque, europa- und weltweit führend in unserem Sport macht ausgerechnet bei den Veterans nicht mit. Schon seltsam, gelten doch boulespielende französische alte Herren geradezu als Synonym für Petanque. Am Personal kann es ja wohl nicht liegen. Was uns noch aufgefallen ist, die Mehrzahl der Verbände bringt reine Männerteams an den Start und nur eine Minderheit bei den Verbänden respektiert ihre weiblichen Mitglieder und tritt mit einer Equipe mixte an.

Der PCN hat bei CEP-Chairman Mike Pegg angefragt und der war so freundlich uns Rede und Antwort zu stehen.

Mike-PeggPCN: Wir haben die Tatsache bedauert, dass die führende Petanque-Nation Europas und der Welt wiederholt nicht an der EC 55+ teilgenommen hat. Wir finden, dass die Europameisterschaft darunter enorm gelitten hat. Aus welchen Gründen beteiligt sich Frankreich nicht? Ist das Niveau der Gegner für den Französischen Verband zu niedrig? Oder möchte Frankreich eine andere Altersgrenze? Fazzino oder Foyot beispielsweise sind absolut konkurrenzfähige Weltklassespieler, sogar bei den Seniors.

Mike Pegg: Schon von Beginn an und damit meine ich schon während der Diskussionen im Vorfeld über das Konzept zu der jetzigen Veteranen-Meisterschaft, stellte der Französische Verband ganz klar fest, dass er nicht teilnehmen würde. Der Hauptgrund der Franzosen für diese Entscheidung war, dass sie sich auf die Arbeit an ihrem neuen Jugend-Förderungsprogramm konzentrieren und sich nicht mit einem zusätzlichen Event verzetteln wollten. Wie auch immer, in den momentanen Diskussionen hat die französischen Verbandsspitze den Plan angedeutet zur 55+ Meisterschaft 2019 in Bulgarien ein Team schicken zu wollen. Ich hoffe, dass die Beteiligung des französischen Teams auch andere Verbände wie Belgien und Italien anziehen wird.

PCN: Wir finden auch, dass die Geschlechterregelung geändert werden muss, solange es explizit kein Event für Frauen 55+ gibt. Die Veranstaltung sollte für gemischte Teams obligatorisch sein. Nach der derzeitigen Regelung werden nur wenige Nationen freiwillig gemischte oder nur weibliche Teams entsenden. Die derzeitige Verordnung ist eine eindeutig geschlechtsspezifische Diskriminierung.

Mike Pegg: Die Veteranen-Meisterschaft ist nicht geschlechtsdiskriminierend, unseren Mitgliedsverbänden steht es frei Männer-, Frauen- oder gemischte Teams zu schicken, nicht der CEP entscheidet sondern die Landesverbände. Es laufen jedoch bereits Diskussionen über die Durchführung einer Veteranenmeisterschaft für Männer und Frauen. Wir hatten dieses Jahr das 4. Championnat dieser Art und müssen erst mal sehen, wie sich die Veranstaltung entwickelt, bevor wir bedeutende Veränderungen in Betracht ziehen.

PCN: Danke Mike.

Mike Pegg ist Ehrenmitglied der English Petanque Association, wurde 2008 Vizepräsident der C.E.P. und führt den Verband verantwortlich seit 2014. http://www.cep-petanque.com/our-team.html

 
 

Alle Achtung, Anton hängt alle Alten ab!

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Jugend siegt. Die Gewinner, Anton Gold, Josef Silber, Dieter Bronze fehlt.

Er war die personifizierte Überlegenheit: Anton wird mit 9 Siegen in 9 Begegnungen und einem Punktekonto von +48 unangefochten und erstmals Vereinsmeister 2017 des Petanque Club Neuburg. Platz zwei geht an Josef mit 7 Siegen +53 P., auf drei landet Dieter, ebenfalls mit 7 Siegen und einem Punktekonto von +34. Daß Anton in guter Form ist, zeigte schon sein 5. Platz bei der Fürther Stadtmeisterschaft vor einer Woche. Nun ein absolut  überzeugender Auftritt daheim im Club. Hohe Qualität bewiesen auch Josef nach langer Meisterschaftsabstinenz und Dieter auf den Plätzen. Das zeigte sich schon durch den großen Respektsabstand zum übrigen Feld. 

Immerhin 10 Vereinsmitglieder, so viel wie lange nicht, fanden sich auf dem Karlsplatz ein, was laut Statuten 9 Partien Tête-à-tête für jeden bedeutete. Das strahlende Herbstwetter war dabei für die Jüngeren auf den vorderen Plätzen eher Inspiration, während die alte Garde teilweise doch unter der ungewohnten Hitze litt. Neun Spiele in ca. 8 Stunden sind aber auch ein strammes Programm. Mit deutlichem Abstand zum Siegertrio ergab sich nach spannenden und hochklassigen Spielen folgende Gesamttabelle: 1. Anton 9 Siege +48, 2. Josef 7 Siege +53, 3. Dieter 7 Siege +34, 4. Karl K. 5 Siege, 5. Reinhold 4 Siege -8, 6. Roland 4 Siege -29, 7. Wilfried 3 Siege -9, 8. Willi 3 Siege -26, 9. Marion 2 Siege und 10. Max 1 Sieg.

Willi hat wie immer durch eine vorbildliche Turnierleitung geglänzt und das gemeinschaftliche Catering rundete einen schönen und anstregenden Bouletag kulinarisch perfekt ab. Ob der Modus Tête-à-tête und Jeder gegen Jeden auf Dauer noch für alle SpielerInnen zuzumutbar ist, sollte bei der nächsten Jahreshauptversammlung Anlaß für eine Diskussion sein.

Man ahnt die Sonne. Der Karlsplatz präsentiert sich im stimmungsvollen, diffusen Licht des frühen Vormittags.

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Wimmelboule'd

Fanny_klein_fur_webDer aus Marseille stammende Karikaturist und Plakatkünstler Albert Dubout (1905 - 1976) war ein Meister in der Darstellung "typisch französischer" Szenen. https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Dubout  Seine Filmplakate sind wie alle seine Werke unverwechselbar "Dubout". Für den Film Fanny von Marcel Pagnol schuf er 1950 als Plakat dieses Wimmelbild. Eine chaotisch-verrückte Partie Petanque im Straßenverkehr am Kai des Vieux Port von Marseille mit dem Wahrzeichen der Stadt, Notre-Dame de la Garde im Hintergrund. http://www.dubout.fr/ Bildnachweis: Alamy Stock Foto.

 
 

Europas Elite - Rangliste der europäischen Petanqueclubs

Die Website euroTOPteams http://www.eurotopteams.com/petanque/club.php führt neben einer ganzen Reihe von europäischen Ranglisten der unterschiedlichsten Sportarten auch eine Clubrangliste Petanque. Spitzenreiter ist der Club Bouliste Monegasque vor La Ronde Petanque Metz. Als bester deutscher Club wird der Boule Club Tromm auf Rang 22 geführt, der deutsche EuroCup-Teilnehmer 2017, Burggarten-Horb liegt auf Platz 27. Der französische Club der absoluten Überflieger Lacroix, Rocher und Robineau, ABC Draguignan hält Platz 28. Auf Rang 7 der letztjährige EuroCup-Sieger Pachy Waterloo aus Belgien. Unser bester bayerischer Club MKWU ziert Rang 86.

 
 

Boulebouletten à la Wilfried

Nahaufnahme_BoulettenDélicieux, Boulebouletten frisch aus dem Backofen. Aussen rösch und innen saftig mit einem kleinen Kragen aus karamelisiertem Bratensaft. Foto Marion.

Die Boulesaison neigt sich zwar dem Ende zu, aber die Küchenmamsellen beiderlei Geschlechts unter den Bouleabhängigen sind wahrscheinlich immer dankbar für ein authentisches Rezept um beim Catering für das nächste Turnier zu glänzen. Hier nun Wilfrieds unübertroffene Version des universalen Fleischpflanzerls mit dem originalen Hauch Provence und einer Winzigkeit Fernost. Bei fachgerechter Zubereitung wird eine Steigerung der Spielstärke garantiert.

Man nehme:

• 500g Lammhack
• 2 Zwiebeln fein gehackt
• 1 Ei
• 1 Becher creme fraiche oder Schmand
• 5 EL Semmelbrösel oder Paniermehl (Dinkel) ca.
• 2-3 Knoblauchzehen gehackt oder gepresst
• 1 TL Kurkuma
• 2 TL Paprikapulver (mild und scharf)
• ½ bis 1 TL Cayenne Pfeffer (nach belieben)
• 3 TL Kräuter der Provence oder je 1 TL Rosmarin und Thymian, auch frisch solange es noch im Garten grünt.
• Salz
• Pfeffer

Doppelfoto_BoulettenAlle Zutaten in einer großen Schüssel beherzt mit der Hand mischen.
Würzen nach Geschmack, der echte Bouler ist ein Freigeist und passt die Dosis al gusto an. Aus dem Fleischteig kleine Kugeln formen (evtl. mit EL abstechen, größer als ein Cochonnet sollten sie schon sein). Backblech mit Backpapier belegen oder mit etwas Olivenöl einfetten. Die Kugeln mit 2 bis 3 cm Abstand platzieren (siehe Foto 2). Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad ca. 30 Minuten backen (variabel je nach Ofen und Farbwunsch). Alternativen: In den Teig gehackte Oliven untermischen und/oder eine entsteinte Olive oder ein Würfelchen Ziegenkäse/Feta in die Kugeln drücken. Bon appétit

 
 

Hat Weltmeister Henri Lacroix die Regeln vergessen?

Foto_Fprovencale_LacroixOh lala, was macht Henri denn da? Foto https://www.ffpjp.org/

Nein, hat er nicht, er spielt hier Jo de boulo, la longue, le 3 pas oder ganz unbescheiden die Formel 1 der Boulespiele. Die Rede ist vom „Jeu provencal“, dem lässigeren jüngeren Bruder des älteren Boule Lyonnaise. Das streng geregelte traditionelle Kugelspiel aus der alten Geschäfts- und Industriestadt Lyon gilt als Mutter aller französischen Boulespiele. Auf seinem Weg runter ans Mittelmeer in die Provence nahm das Spiel das „laissez faire“ des Südens auf. https://de.wikipedia.org/wiki/Jeu_Proven%C3%A7al Die Kugeln schrumpften, die Regeln wurden einfacher, das „Jeu Provencal“ war geboren. Was beim Petanque als Tanzsport verpönt ist, schreiben die Regeln beim Jeu provencale ausdrücklich vor. Anlaufen, werfen und dabei auf einem Bein stehen oder gar den Kreis verlassen. https://www.youtube.com/watch?v=JXH-Q3YJqlQ

Im Gegensatz zu Petanque ist schon sehr viel mehr Bewegung im Spiel. Aus dem Abwurfkreis heraus macht der Leger einen großen Ausfallschritt, zieht das andere Bein nach und wirft seine Kugel bevor das Nachziehbein den Boden wieder berührt. Viel Balancegefühl ist vonnöten, soll die Kugel über beispielsweise 20 Meter an die Sau kommen. Der Schiesser darf gar drei Schritte Anlauf nehmen, bevor er ebenfalls auf einem Bein stehend die Kugel schießt, assez difficile. Ob der Spieler schießt oder legt muss er vorher ansagen. Die La longue-Kugeln gleichen unseren Petanqueboules, lediglich das Cochonnet ist ein wenig größer. Wettbewerbe sind Tête-à-tête, Doublette und Triplette genauso wie bei unserem Rentnersport. Auch wird bis 13 gezählt. Gravierender Unterschied zu Petanque sind die enormen Bahnen von 24 Metern Länge. Das Schweindl darf dabei zwischen 15 und 20 Metern ausgeworfen werden. https://terrain-de-petanque.ooreka.fr/comprendre/jeu-provencal

Es ist nicht so selten, daß Sportler vom Petanque beim „Langen“ mitmachen oder umgekehrt. Petanque-Weltstar Henri Lacroix ist auch ein perfekter La longue-Spieler wie umgekehrt beispielsweise Anthony Kerfah dem Petanquer Marco Foyot beim National in Nyons ordentlich das Fürchten lehrt. Die führende Turnierserie des Jeu provencale in Frankreich ist das Super Challenge. http://www.superchallenge.fr/CLASSEMENT-APRES-LE-PISANO-AU-BRUSC_a695.html

 
 

Wir lieben Boule ......

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Mød de gamle herrer - 3:3 EM 55+

veterans2017Plakatkunst, Ankündigung des Veranstalters

Der Dansk Petanque Forbund http://www.petanque.dk/Cms/ ist vom Freitag, 6. bis Sonntag, 8. Oktober Gastgeber der 4. Europameisterschaft der Veterans (55+). Im Dansk Petanque & Tennis Center in Karlslunde suchen Europas betagtere Bouler ihre Besten. 25 Team vom Kontinent haben sich angemeldet. Die Mehrzahl der Verbände (auch Deutschland) sehen es als eine reine Altmännersportveranstaltung, lediglich Österreich, Schottland, England, Estland, Finnland sowie Jersey besinnen sich der anderen Hälfte der Menschheit und bringen eine Equipe mixte an den Start.

3:3 Titelverteidiger ist unser Nachbarland Holland, Der DPV verteidigt in Dänemark dagegen in erster Linie seinen guten Ruf nach der peinlichen Disqualifikation wegen einer manipulierten Kugel eines Spielers bei dem EM 2016 in Monaco. Folgende baden-württembergisch-hessische Auswahl steht am Start: Daniel Härter, BaWü, Armin Hogh, BaWü, Michael Lauer, Hessen, Peter Weise, Hessen. Der DPV macht Ergebnisdienst: http://deutscher-petanque-verband.de/news/

Auch auf der Website der C.E.P. ist die Bekanntgabe der Ergebnisse geplant. http://www.cep-petanque.com/veterans.html Leider wieder nicht dabei der französische Verband. Es schmälert den Wert der 55+ EM ungemein, wenn der größte und erfolgreichste Petanque-Verband der Welt nicht mitmacht. Da hat der Kontinentalverband C.E.P. http://www.cep-petanque.com/commissions.html präsentiert von einem Haufen alter Männer http://www.cep-petanque.com/our-team.html und einer Quotenfrau Handlungsbedarf.

 
 
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Spiel und Training jeden Dienstag und Freitag ab 16 Uhr auf dem Karlsplatz

Der BPV empfiehlt: HOT24. Die 24 Besten der Bayerischen Rangliste sind am 2. Dezember zum HOT24-3-Runden-Super-Mêlée-Turnier mit anschließenden A- und B-KO-Runden nach Regensburg in die „Funsporthalle“ in der Lilienstraße eingeladen um Bayerns Allerbesten zu ermitteln. Sollten sich nicht ausreichend Spieler aus den Top-40 anmelden, werden Wild-Cards vergeben. http://www.petanque-bayern.de/news-details/items/top24-turnier.html

BPV-Pokal-Finale in Burgthann. MKWU 1 gewinnt mit 3:2 gegen Lindenberg. Straubing und Ingolstadt 1 geteilte Dritte. B-Finale: PCNC gegen MKWU 3 mit 3:2. http://www.petanque-bayern.de/pokal-172.html

Hier ein Blick in den Turnierkalender 2017 des BPV

WebTV - Live Petanque und Videos. auf http://www.boulistenaute.com/modules/myiframe/index.php?iframeid=35

 
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