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Boulekugeln manipulieren? So geht's!
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14729248_1308376672507258_6234233527874989355_nCorpus delicti. Die aufgesägte Kugel mit Inhalt, Foto CEP und www.educnaute.com

Die Kugelmanipulation bei der Ü55 Europameisterschaft in Monaco schlägt in der deutschen und europäischen Bouleszene erhebliche Wellen. Neben der moralischen Frage erörtert der interessierte Laie auch den technischen Hintergrund. Fast jeder kennt die rückschlagfreien Ausbeulhämmer aus Nylon, deren Schlagköpfe mit schwergewichtigem  Schüttgut, wie etwa Sand oder Schrot gefüllt sind. Diese Füllung eliminiert einen Rückprall, neudeutsch Rebound vollständig.

Einen ähnlichen Effekt versucht ein Kugelmanipulateur zu erreichen. Gelungen ist dies scheinbar einem Mitglied der deutschen Ü55 Mannschaft bei der Europameisterschaft in Monaco. Besagter Spieler pflegt wie man in der Aufzeichnung des Spiels gegen Österreich https://www.youtube.com/watch?v=riZL6Pabab8&index=2&list=PL75IJXPQGniYeWwhPMSJOapWXMfXeDodL (z.B. Minute 8:46) mitverfolgen kann, als Leger den ausgeprägten Portee-Wurf, "plomber" oder "Bogenlampe" genannt, bei dem die Kugel wie ein nasser Sack aufprallt und kaum einen Mucks mehr macht.  Um die Kugel derart gefügig zu machen wird sie aufgebohrt, mit Quecksilber und gegen das verräterische Klatschgeräusch mit Bauwolle/Watte gefüllt und anschließend wieder verschlossen. Zum Schluß wird noch fein geschliffen, fertig. Folge der Manipulation ist ein minimierter Rückprall und als Nebeneffekte ein verzögertes Rollverhalten aber leider auch das unliebsame unrunde rollen, eiern genannt.

Den Schiedsrichtern ist der seltsame Lauf dieser Kugeln aufgefallen und sie schritten zur Prüfung mittels "Boulehonnete", einer extrem flachen Schüssel, mit der Rollverhalten und Gleichlauf einer Kugel geprüft werden können. http://www.educnaute-infos.com/article-tout-sur-les-boules-farcies-truquees-etc-les-moyens-de-controles-et-le-commentaire-d-un-licen-121808465.html Eine weitere Prüfmöglichkeit stellt eine Art Doppelpendel dar, in dem die Rückprallfähigkeit der Kugeln getestet wird. http://www.educnaute-infos.com/article-controle-des-boules-le-balancier-111590853.html. Dritte Prüfmöglichkeit ist eine einfache Waage, denn durch die Füllung wird die Kugel schwerer und die eingeprägte Gewichtsangabe stimmt mit dem tatsächlichen Gewicht nicht mehr überein. Eine private Überprüfung bei 5 verschiedenartigen Kugelsätzen hat im Übrigen ergeben, daß das die eingeprägte Gewichtsangabe nur in Ausnahmefällen dem tatsächlichen Gewicht entspricht. Die TON'R kommt mit +-0, +-0, -1 dem Ideal nahe. JB und Obut sowie Integrale nehmen's nicht so genau und bleiben mit bis zu 13 Gramm erheblich unter der Angabe. Die Integrale-Kugeln aus gegossener Bronze (-12 Gramm) besitzen außerdem schon zwei Bohrlöcher samt leicht abgedeckter Verschlussschrauben. Wenn das mal keine Einladung ist. Wenn nun alle Indizien für einen Unterschleif sprechen, flext der Prüfer die Kugel auf oder bohrt sie großkalibrig an um an den Beweis zu kommen.

Nachträge: Stellungnahme des schwedischen Spielers Thomas Callderyd im Sportteil von Aftonbladet. Die schwedische Mannschaft trat im Viertelfinale gegen Deutschland an und verlor. http://www.aftonbladet.se/sportbladet/article23764923.ab Erklärung des beschuldigten Spielers Klaus Mohr zu den Vorgängen auf seiner eigenen website http://www.petanque-in-der-provence.de/aktuelles/