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Der DPV hat seinen Kaderspieler*Innen je einen Satz Spielkugeln des französischen Sportartikelverkäufers S.A.S. TORO samt Rucksäckchen als „zusätzlichen Rückenwind in eine erfolgreiche Saison 2021 nicht nur auf internationalem Parkett“ geschenkt.

Der DPV erklärt: BMI und der DOSB erteilten für das Jahr 2020 eine Sondergenehmigung zur Verwendung von Fördermitteln, Einmalig durften in die entsprechenden Anträge auch Sachmittel mit aufgenommen werden. Der DPV hat dies zur individuellen Ausstattung der Sportlerinnen und Sportler genutzt“. Den Aktiven sei's vergönnt. Was es mit der ebenfalls angeschafften „Auswahl weiterer Trainingshilfen“ auf sich hat, blieb unerläutert.

Die von der DPV-Kommunikationsabteilung dazu gelieferte Geschichte von der „besonders anspruchsvollen Saison 2020 … und den sich weiter drehenden Rädern beim Anspruch in Fitness, Taktik und Technik auf der Höhe zu bleiben“ als Begründung für die Großzügigkeit des BMI, dürfte aber eher Fiktion sein.

Das Pandemiejahr bot wenig Möglichkeiten zum Geld ausgeben. Fehlanzeige bei Meisterschaften und kostspieligen Fernreisen. Eine Zwickmühle, in Anbetracht der 2020 bereitgestellten Rekordsumme. Geld ausgeben ist bekanntlich auch Tätigkeitsnachweis. Zur Not offensichtlich auch Boulekugelgeschenke. Eine letzte Möglichkeit mit freundlicher Genehmigung des Steuerzahlers. Der darf zudem dankbar sein, laut DPV kam Toro Petank dem DPV entgegen und „gewährte großzügig Rabatt“. Beträge werden nicht kommuniziert.

Die Beschenkten lässt der DPV, gerahmt vom Toro-Logo dankbar lächeln und verweist darauf, dass der Verkäufer den Rabatt „ansonsten mit keiner weiteren Verpflichtung gekoppelt hat“. Warum sollte er? Hier sponsort nicht ein Kugelanbieter den DPV, sondern der DPV nimmt in Zeiten rückläufiger Kugelumsätze einer Kugelfirma Ware ab und gibt dafür öffentliche Mittel.

Toro Petank ist eine junge Kugelmarke. Patrick Messonnier gründete die Firma 2016. Sitz ist Grans im Departement Bouches-du-Rhône. Für das minimalistische Stierlogo der Marke standen die schwarzen Stiere der nahen Camargue Pate. Messonnier ist Boulefreunden als zweifacher Gewinner der Mondial la Marseillaise à pétanque bekannt. Nach einem ersten Sieg 2015 dürfte vor allem sein Coup 2019 mit den französischen Jugendnationalspielern Joe Casale und Adrien Delahaye in Erinnerung sein.

Toro-Kugeln gibt es glatt oder mit einer Striage im Stil eines Tennisballs. Claudy Weibel, Caroline Bourriaud und Damien Hureau sind bekannte Influenzer der Marke. Speziell der Belgier macht auf den Kommerzplattformen fleissig Werbung für die Marke. Ob er beim DPV-Deal mit eingebunden war, ist nicht bekannt.

Toro bescheinigt seinen Bällen Fabriqué en France, lässt sich aber nicht über den Hersteller aus. Unter den Spezialisten auf www.boule-petanque.fr ist man sich aber ziemlich sicher, dass die Firma Boule V.M.S Plot aus Nogent, Hersteller der Kugelmarke MS, höchstwahrscheinlich auch die Torokugeln fabriziert.

Zwei unterschiedliche Qualitäten mit reduzierter Kaliberauswahl sind im Angebot:

Toro carbone 110, tres tendre, seit 2016 auf dem Markt, wäre nach Aussage der Spezis von www.boule-petanque.fr, die kleine Schwester der MS2110. Es gäbe aber keinen Hinweis, so ihre Aussage, "dass der weiche TORO-Ball auch über den HiTech-Innenaufbau der kostspieligeren MS-Schwester verfügt" und damit wohl auch nicht über deren sagenhafte Reboundeigenschaften.

Toro Inox 120, halbweich, ist seit 2017 im Verkauf. Hier rätseln die boule-petanque-Spezies über den MS-Zwilling, sprechen zwar die MS120 an, ergehen sich ansonsten in Vermutungen.

Toro Petank bietet seine Kugeln im Internet zu Preisen von 139,- bis 189,- € an. Auf eine formlose Anfrage sagte der Anbieter dem Petanque Club Neuburg e.V. schriftlich bereitwillig einen Rabatt von 10% auf den Kaufpreis zu, bei Abnahme von 10 Ausstattungen. Ohne weitere Bedingungen.

Dem PCN nützt das Angebot indes nur theoretisch, denn er darf seine BZOL-Spieler*Innen nicht ohne weiteres durch Zuwendungen unterstützen. Liegt weder ein Aufwendungsersatz noch eine Vergütung vor, wären Geld- und/oder Sachleistungen an Sportler gemeinnützigkeitsschädlich.

 

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  • Schmerz lass nach im März • Bund und Länder haben sich in ihrer neuesten Sitzung über eine Vielzahl von Veränderungen im öffentlichen Leben und im Breitensport, abhängig von den jeweiligen Inzidenzzahlen geeinigt. Einen ausführlichen Überblick verschafft das Newsletter des Bay. Staatsministeriums des Innern vom 4. März 2021. Beiträge von Deutschlandfunk und Sportschau befassen sich näher mit dem Thema.

     
  • LV verschoben • Der BPV NRW verschiebt seine für 20. März geplante Mitgliederversammlung in der Hoffnung sie später im Jahr als Präsenzveranstaltung durchführen zu können. Eine notwendige Abstimmung der Mitglieder zum Haushalt wird ohne Versammlung elektronisch durchgeführt. Quelle www.boule-nrw.de/

     
  • EM verschoben • Der Europäische Petanqueverband CEP hat seine Anfang Juni 2021 geplanten Meisterschaften für Jugendliche und Espoirs im katalanischen „Seniorenparadies“ Santa Susanna auf unbestimmte Zeit verschoben. Der gastgebende span. Verband FEP hat aber offensichtlich mit der ersten oder zweiten Oktoberwoche bereits einen neuen Termin im Auge.

     
  • BPV zoomt sich ein • Entgegen der ursprünglichen Ankündigung soll nun die für den 28. März geplante virtuelle Mitgliederversammlung des BPV nicht mit Hilfe der Kollaborationssoftware Microsoft teams sondern mit dem Videokonferenzsystem Zoom Meetings stattfinden. Datenschützer warnen: Der laxe Umgang mit Daten im Homeoffice und technische Lücken führen dazu, dass die digitalen Konferenzen nicht sicher genug sind.

     
  • Auf gut Deutsch 2 • Wie uns Eva Kremser vom Österreichischen Boule Verband mitteilte, übersetzen alle Nationalverbände im deutschsprachigen Raum das Internationale Petanquereglement in Eigenregie. Die österreichische Fassung wird, so die Finanzreferentin von ÖPV/FAP, mit jener des DPV abgeglichen und bei Fragen treten die zuständigen Kolleg*Innen in Kontakt. Mit den Verantwortlichen im Verband der deutsprachigen Schweiz SAP haben sich die österreichischen Bouler bislang noch nie ausgetauscht.

     
  • Auf gut Deutsch • Der DPV hat eine vorläufige deutsche Übersetzung des Réglement Officiel pour le Sport de Pétanque als digitales Dokument vorgelegt. Das überarbeitet Regelwerk gilt seit dem 1. Januar 2021. Ein Versuch den Text gendergerecht zu formulieren ist nach DPV-Angabe nicht zufriedenstellend gelungen, ein professioneller Dienst soll nun Abhilfe schaffen.

     
  • Verschoben • Wie der Bayerische Petanque Verband auf seiner Homepage mitteilt, soll nun die für den 7. März geplante virtuelle Mitgliederversammlung aus technischen und organisatorischen Gründen erst am 28. März 2021 stattfinden. Die ordentliche Landesversammlung findet laut Satzung des BPV jährlich möglichst (also nicht zwingend) im 1.Quartal statt. Die Formulierung erlaubt somit eine Präsenzveranstaltung zu einem späteren Termin.

     
  • Marode? Die vom Boulefreund und ehemaligen DPV-Pressewart Marco Ripanti für die Boulefreunde vom DPV erstellte Verbandshomepage ist derzeit nicht erreichbar. Wie ptank.de berichtet, muss das Kommunikationsorgan unseres Spitzenverbandes nach gut einem Jahr am Netz wegen "eines Potenzials für nicht nachvollziehbare technische Probleme" schon wieder kernsaniert werden. Bleibt zu hoffen, dass der Zustand kein Potenzial für nachvollziehbare Probleme unter Freunden birgt. Quellen ptank.de und dpv.

     
  • Der Plan • Der DPV hat eine Terminliste National für seine geplanten Veranstaltungen im Neuen Jahr 2021 veröffentlicht. Die Reihenfolge der Meisterschaften hat sich gegenüber „normalen“ Jahren verändert. Ein sogenanntes DPV Boule-Event vom 13. bis 15. August in Hachen ist neu aber nicht näher beschrieben.

     
  • 69 Petanquevereine • listet der BPV zum Jahresende als Mitglieder auf seiner Homepage. Klarer Boule-Hotspot ist Nurnberg mit 5 aufgeführten Clubs, die Landeshauptstadt nur zweiter Sieger mit 4 Vereinen. Ansbach, Augsburg, Fürth, Regensburg und Schweinfurth sind jeweils zweimal dabei.

     
  • Weissblauer Jahresrückblick • Mit 2020 geht ein bemerkenswertes bayerisches Boulejahr zu Ende. Sportlich tat sich wenig, wirklich langweilig ist es trotzdem nicht gewesen. Andrej Jost hat auf seiner Homepage www.petanque-suedbayern.de auch heuer wieder seinen bayerischen Jahresrückblick online gestellt. Der Verfasser der PCN-Homepage durfte sich mit ein paar Worten am Aufsatz beteiligen und möchte damit auch seine Zustimmung zu dieser Reminiszenz zum Ausdruck bringen.

     
  • Weihnachtsgeschenk • Santa Claude (Azema) legt der französisch- und englischsprachigen Boulegemeinde überraschend ein überarbeitetes Pentanque-Regelwerk auf den weihnachtlichen Gabentisch. Allerhand hat sich geändert. Bouler*In darf beispielsweise jetzt auf die Kugel spucken, muss aber zwingend stets die Lage des Schweindls markieren. Bummelant*Innen wird die Zeit verknappt, Wurfkreise dürfen sich nun näher rücken und Schweindl näher an die Karreegrenze. Alle Neuerungen 'raus zu finden bleibt der Findigkeit der Leser*Innen überlassen. Eine Übersetzung fürs deutsche Publikum muß noch warten.

     
  • Lobpreis • In einer wahren Eloge unter dem Titel „Danke schön“ nimmt DPV-Vizepräsident Roderich den internationalen Tag des Ehrenamts (5. Dez.) zum Anlass, ganz unbescheiden zu allererst den Blick des Boulevolkes auf die selbstlose und aufopferungsvolle Tätigkeit der zirka 100-köpfigen DPV-Spitzenfunktionärsriege und damit auch auf sein eigenes Amt zu lenken. Ehre wem Ehre gebührt, was täte die Welt ohne DPV-Funktionäre, wofür sonst hätte die UNO den Volunteer Day for Economic and Social Development lanciert. Quelle DPV

     
  • Wieder aufgestockt • DPV nimmt Tobias Müller und Daniel Reichert in seinen ausgedünnten Männerkader auf. Möglichkeiten für einen Einsatz bei einer internationalen Meisterschaft für den DPV bestünden für die beiden Horber bei der WM 3:3 / 15-18 Juli in Prilly/Schweiz und/oder bei der EM 3:3, / 23-26. Sept. in Albertville/Frankr. Im Frühsommer. Im Zusammenhang mit der Entlassung der Bundestrainer Zuschlag und Peter, hatten die Nationalspieler Moritz Rosik, Marco Lonken, Christoph Fisch, Sascha Löh und Manuel Strokosch im Frühsommer dem DPV die Mitarbeit aufgekündigt und dadurch den Kader arg dezimiert. Quelle DPV

     
  • Noch’n Shop • Nun hat auch der DPV seinen Onlineshop für boulelebensnotwendige Überflüssigkeiten wie Kaffeebecher, Basecaps und Hoodies eröffnet. Unerwartet kritisch äußerst sich allerdings DPV-Pressewart Roderig zur neuen Internetkommerzklitsche. „Das könnt Ihr Euch schenken“ seine Headline zum DPV-Online-Shop. Mit Blick aufs belanglose Sortiment kann man vorbehaltlos zustimmen. Quelle DPV-Homepage

     
  • Wieder da • Nach kurzer Abstinez ist der PC Ingolstadt wieder online.

     
  • BPV Liga 2021 • Der BPV plant für das kommende Jahr 2021 auf Grund der pandemischen Ausnahmesituation einen modifizierten Ligabetrieb. An einem entsprechenden Konzept wird derzeit nach Aussage des Präsidenten Gottfried Schaaf im Verband gearbeitet. Ob die Kontakte zwischen den Spieler*Innen nun durch einen gestrafften Spielmodus oder durch schlankere Ligaspieltage an mehr Orten mit weniger und evtl. kleineren Teams minimiert werden sollen, ist bislang nicht bekannt.

     
  • Männermordend • Nach Präsident Raimund Schmitt und Schiedsrichterobmann Kurt Lößel hat die schwere Arbeit im Vorstand des BPV scheinbar nun das dritte Mitglied der weissblauen Petanqueführungsriege innerhalb von nur neun Monaten verschlissen. Der im Februar gewählte Sportreferent Markus Probst ist spurlos aus der Vorstandsliste auf der BPV-Homepage verschwunden. Der behäbigen Kommunikationsabteilung des BPV hat es darob die Sprache nun vollends verschlagen. Nachtrag: Wie der BPV berichtet, stellt nun auch Finanzvorstand Giorgio Pomillo nach nur einem Jahr sein Amt zur Verfügung.